Wer sich den selten dämlichen Titel "Mädchen mit schwachem Gedächtnis" ausgedacht hat, weiß ich nicht, aber der Film selber ist besser als sein Titel. Als Heinz Erhardt Film angepriesen, spielen die Hauptrollen doch mal wieder andere, nämlich in erster Linie Germaine Damar u. Peter Weck, der sich hier sogar, man glaubt es kaum, als Tänzer u. Sänger verdingt !!! Wenn man das gesehen hat wird man verstehen, warum er diese Karriere nicht weiter verfolgt hat...na ja, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht !!! In weiteren Hauptrollen spielen noch der unvergessene Rudolf Platte, der hier, Ulrich Tukur möge mir verzeihen, eine gewisse Ähnlichkeit mit Ulrich Tukur hat aufgrund des Menjoubärtchens u. seiner etwas kecken Spielweise die man sonst so von ihm gar nicht gewöhnt ist, sehr erfrischend, Loni Heuser, Bully Buhlan, Hans Leibelt u. natürlich last but not least Heinz Erhardt.
Die Filmhandlung in Kürze, ein Mädchen aus der Provinz reist nach München in die große, weite Welt um Schauspielerin, Sängerin u. Tänzerin zu werden. Als dies zu mißlingen droht, greift sie zu einer List u. tut so als habe sie ihr Gedächtnis verloren. Komischerweise melden sich aber tatsächlich Leute, die sie noch nie zuvor gesehen hat u. die behaupten sie wäre deren Tochter. Sie macht das falsche Spiel mit u. kommt hinter ein Geheimnis...bis sie schließlich "gerettet" wird.
Gewürzt ist der Film mit zum Glück recht wenigen Tanz-u. Gesangseinlagen, da kenne ich "Schlimmeres", hier überwiegt tatsächlich noch der Film u. die Handlung ist wirklich pfiffig erzählt. Bei seinen Auftritten ist Heinz Erhardt mal wieder grandios, aber das ist er ja eigentlich immer in seinen Filmen. Für einen 50er Jahre Film erstaunlich frech erzählt, das macht auch den Reiz des Films aus. Außerdem merkt man sämtlichen Darstellern ihre Spielfreude an, was sich auch auf den Zuschauer überträgt.
Mein Resumee, der Film kann sich absolut sehen lassen, er unterhält glänzend u. in einer Heinz Erhardt Sammlung darf er auf keinen Fall fehlen !!!