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83 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Grillenzirpen eines immerwährenden Sommertages, 22. August 2007
Wow. Einfach nur Wow. Ich weiß nicht, ob ich in diesem Jahr noch einen Film sehen werde, der mich mehr beeindrucken/beschäftigen/begeistern kann!
Ich habe den Film am letzten Wochenende auf dem Fantasy Filmfest gesehen und mußte SOFORT nachschauen, ob es ihn schon auf DVD gibt. (Und den Soundtrack, aber zumindest der ist weder erhältlich noch angekündigt. Schade.)
Allzuviel darf man über die Handlung nicht verraten, ohne der Story ihren leichten, melancholischen Zauber zu nehmen.
Die Schülerin Makoto, die sich selbst als "weder zu dumm noch besonders schlau" beschreibt, läßt sich weitgehend unentschlossen durch ihr Leben treiben. Sie hat zwei gute Freunde, mit denen sie täglich Baseball spielt, und sie scheut sich, zu erkennen, daß ihr aller Leben an einem Scheideweg steht: nämlich dem Übergang von der Schulzeit zum Erwachsensein.
Ein mysteriöses Ereignis im Labor ihrer Schule versetzt sie in die Lage, (zunächst willkürlich) in der Zeit zurückzuspringen. Mit der Zeit lernt sie, diese Fähigkeit zu steuern und nutzt sie, um verhauene Schultests zu wiederholen oder ihr Taschengeld zu vermehren. Bis ihre Tante ihr die verhängnisvolle Frage stellt, ob nicht für alles, was Makoto mit ihren Zeit-Tricksereien anstellt, andere leiden müssen.
Als Makoto die Wahrheit dieser Worte erkennt, bemüht sie sich, den angerichteten Schaden mit weiteren Zeitkorrekturen ungeschehen zu machen. Und ihre Probleme fangen erst richtig an, denn die Zeit läßt sich nicht so einfach austricksen!
Die Animationsqualität dieses Films ist so unglaublich gut, daß mir mehrmals der Atem stockte. Das Erzähltempo, der leichtfüßige Humor, die Dialoge (ok, ich hoffe einfach mal, daß die Kino-Untertitel die Grundlage für die deutsche Synchronfassung sind) und die Geräuschkulisse aus Grillenzirpen und Musik sind so meilenweit jenseits aller Anime-Klischees entfernt, daß man sich nicht mehr wundern kann, warum der Film auf westlichen Festivals einen Preis nach dem anderen gewinnt.
(Wenn ich jetzt noch irgendwoher den Soundtrack kriege, bin ich wunschlos glücklich.)
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderwunderwunderschön!!!, 7. November 2009
Wieder verschlafen. Die siebzehnjährige Makoto Konno flucht über ihren Wecker, ihre jüngere Schwester, das Leben im allgemeinen. Wieder muss sie, wie fast jeden morgen, ohne Frühstück zur Schule eilen. Wieder ist sie zusammen mit ihrem Freund Chiaki als letzte in der Klasse und muss die Häme ihres zweiten Freundes Kðsuke einstecken.
Doch Sekunden später gerät Makoto vollends vom Regen in die Traufe. Ein unangekündigter Mathematiktest gibt ihr den Rest. Verschlafen, deprimiert und zu keinem klaren Gedanken fähig, ist das Ergebnis zu erwarten, ein totaler Reinfall. Doch das ist nicht das letzte Unglück, das Makoto an diesem Tag bevorsteht. Sie sorgt für das totale Chaos im Kochkurs, flämmt sich fast die Haare ab, wird in der Pause fast von einem Mitschüler zerquetscht, den irgendwelche Chaoten durch die Luft schleudern, und tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste.
So ein Tag sollte verboten werden. Doch urplötzlich, Makoto weiß selbst nicht, warum und wie, gerät sie durch einen Sturz in die Vergangenheit und kann viele Dinge, die ihr an diesem Tag zugestoßen sind, verändern und rückgängig machen. Anfangs entsetzt und hilflos, nutzt sie schon bald gezielt diese seltsame Fähigkeit, um sich unliebsamen Gesprächen oder Vorkommnissen zu entziehen oder sie zu beeinflussen. Sie spielt Kupplerin, verhindert eine Liebeserklärung von Chiaki und gerät immer mehr in den Bann dieser Zeitsprünge. Fast zu spät merkt sie, dass sie zwar sich selbst immer wieder in ein besseres, ihr genehmeres Licht rückt, andere jedoch darunter zu leiden haben.
Der 1967 erschienene Roman von Yasutaka Tsutsuis diente Drehbuchautor Satoko Okudera und Regisseur Mamoru Hosoda als Vorlage zu einem humorvollen und romantischen Anime. Der 2006 in die japanischen Kinos gekommene Film überflügelte den mit weit aus mehr Werbung versehenen "Die Chroniken von Erdsee" und wurde zu einem echten Geheimtipp vieler Festivals und Filmfans. Mit Preisen überhäuft, gilt "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" heute als einer der besten Animes des japanischen Kinos.
Seit September 2007 ist dieses Filmjuwel auch auf DVD erhältlich. Man kann für achtzehn, achtundzwanzig oder gar neunundvierzig Euro wählen zwischen der Single- und der Deluxe-Version oder gar der "Collectors Box", die allerdings nur dem glühenden Makoto-Fan empfohlen werden kann.
Allen Versionen gemein ist eine hervorragende Bildqualität, exzellenter Ton, der die Filmmusik von Kiyoshi Yoshida, Hanako Oku und Johann Sebastian Bach perfekt zur Geltung bringt.
Und auch ohne Extras lohnt sich die Einzelversion ohne Zweifel. Nicht nur technisch begeisternd, sorgt vor allem das Sujet und seine Umsetzung für nachhaltige Begeisterung.
Mit wundervollen Bildern erzählt der Film in gefühlvoller Art und Weise von den Nöten einer Siebzehnjährigen. Ihre emotionale Unsicherheit, ihre Hilflosigkeit in Anbetracht der ihr entgegengebrachten Liebe eines Mitschülers, ihre innere Zerrissenheit ob der Anforderungen, die das Leben zunehmend an sie zu stellen beginnt. Dabei ist zwar die eigentliche Zeitreise von zentraler Bedeutung, ermöglicht sie doch das Hinterfragen all ihrer Probleme, doch gleichzeitig angenehm unwichtig. Eigentlich ist sie nur ein Konstrukt, um über Verantwortung, Mitgefühl und die innere Unsicherheit eines Teenagers zu philosophieren. Dies gelingt ohne Pathos, mit herzerfrischend lockerem Humor und einem Tiefgang, den man einem Zeichentrickfilm nicht zugetraut hätte.
Ab zwölf Jahren empfohlen, ist der Film für Jugendliche wie Erwachsene eine wundervolle Gelegenheit, über die eigene Kindheit und Adoleszenz nachzudenken. Doch neben all dem Tiefgang und philosophischen "Ballast" ist der Film auch sehr unterhaltsam, kurzweilig und künstlerisch wertvoll. Solch schöne Bilder wird ein Hollywood-Film, und sei es durch noch so viel Computertechnik, niemals zu Wege bringen.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gutes Anime, leider aber wenig "Deluxe", 30. September 2007
Jeder von uns hat sich sicherlich schon einmal gewünscht, die Zeit einfach zurückdrehen zu können. Die Schülerin Makoto stellt eines Tages fest, dass sie diese Gabe besitzt. Sie nutzt es aus, um schöne Momente beim Karaoke mit ihren Freunden zu wiederholen oder sich auf überraschende Klassenarbeiten vorbereiten zu können. Doch sie muss schließlich auch feststellen, dass sich nicht alle Probleme auf diese Art lösen lassen.
"Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" ist ein herrlich kurzweiliges Anime mit viel Witz und Ironie, aber auch von hoher technischer Qualität und sehr detailreicher Kulisse. Kein Wunder, dass er mehrfach preisgekrönt wurde, mitunter als "bester Animationsfilm" bei den Awards of the Japanese Academy 2007 (das ist sozusagen der japanische "Oscar").
Auch die deutsche Umsetzung des Films ist gelungen. Eigentlich hätte es also volle 5 Sterne geben müssen. Die DVDs kommen aber leider in einer billigen Verpackung, bei der es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Silberlinge darin stark verkratzt sind. Die Menüs sind ziemlich lieblos gemacht, und auch Extras sucht man vergeblich, abgesehen von einem Audiokommentar und ein paar Trailern. Dafür ist der Preis dann doch zu hoch, vor allem im Vergleich zu den Deluxe Editions der Ghibli-Filme von UFA Anime, die für weniger Geld deutlich mehr zu bieten haben. Dafür ziehe ich dann doch einen Stern ab.
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