Die angelsächsische Literatur, zumal die Lyrik, hat ja ihren eigenen Reiz, was wir nicht erst seit T.S. Eliot und seinem "Das wüste Land" wissen, sondern mindest seit Sheakespeare und was, so meine ich ,auch eingeht bis in die Popkultur, was uns alle betrifft.
Und hier ist, wie Joachim Satorius in seinem beachtenswerten Nachwort berichtet und beschreibt, dieser eigenartige Ton zu vernehmen, aber noch viel mehr.
Selbst in einer Übersetzung ist (hiermit) wieder einmal bewiesen, daß es möglich ist, diesen Ton zu treffen, wobei ich unter Ton etwas mehr verstehe als nur Ton, nämlich Mehrtönigkeit und "ashberyhaftes" Schweben und Entgleisen und Dehnen und ein Sichverstecken und ein Durchdieblätter-Linsen, auch ein Weglaufen und Sichfangenlassen. Und vieles mehr.---
Ja, das Erbe angelsächsischer Kultur, so schön auch z.B. in Shelly, Keats oder Ezra Pound angelegt und dauernd weitergeführt bis heute, bezaubert und ist ein Stein in lebendiger Kultur dieser (unserer) Gesellschaft bis hin an die Enden der Erde.
Aber, ach, es fehlet der zeigende Finger gar oft auf das Wichtige unserer Zeit und den Punkt in dem Fleisch, der uns drücket und auch diese Lyrik, sei sie selbst so schön wie Schuberts Zaubermusik, die dem Wanderer manchmal zukommen läßt ein Stelldichein der Erlösung von Schwere und Zeit, sie vermag hier in diesem Büchlein nicht wegzurücken von der Bedrückung der Zeit. Und diese liegt, wie man wohl lesen kann und hören, in dem, was wir gerne das germanische Erbe nennen und die Mischung dieses Erbes mit dem Ton des Hornes, das zum Angriff bläst. Nicht wird es uns nämlich gelingen, nur mit Mut, dem heldischen, unsere Schwierigkeiten auf der Erde zu lösen, sondern vor allem mit "amor caritatis", wenn es denn nur möglich wäre.
Wir aber, Liebhaber des Lyrischen oder auch Versucher, sich diesem Ton zu nähern, sollten nicht nur jauchzen und jubeln bei der Entdeckung wundersamer schizophrener Sphärenklänge, die uns anrühren, sondern das Auge ebenfalls auf politische Ziele lenken (Friede auf Erden!), die es uns erst ermöglichen, eventuell so zu sein und so zu fühlen.
Dieses Buch und sein Nachwort bemühen sich sehr darum.