Endlich wieder eine gute Komödie aus deutschen Landen. Die drei
Freundinnen Imken, Viktoria und Lena sind auf der Jagt nach ihrem
ersten, richtigen Orgasmus. Dies erweist sich jedoch schwieriger als
man(n) annehmen sollte. Imkens Freund ist 'ne richtige Niete im Bett
(hält sich aber selber für den Größten), und nachdem sie merkt das ein
Fahrradsattel ihr mehr sexuelle Erfüllung bietet als er serviert sie
ihn kurzerhand ab. Auch ein Blind Date mit Hindernissen hilft ihr
nicht weiter und der einzige Mann, bei dem sie weis das er Frauen zum
Höhepunkt bringen kann ist dummerweise ihr Vater. Viktoria hat zwar
eine „Sexualtherapeutin" als Mutter und auch schon einige
Erfahrung, bis zum Höhepunkt reichte es aber noch nicht. Sie versucht
es kurzerhand im Lesben-Chat, ebenfalls mit wenig Erfolg. Der dritten
im Bunde, Lena, fehlt zur sexuellen Befriedigung eigentlich nur eine
Kleinigkeit: ein Freund. Der erscheint auch als Retter in der Not, als
sie mal wieder vom Obermacho „Schädel" verarscht wird. Aber bis
die Beiden zusammenkommen gilt es noch einige Probleme zu
überwältigen.
Der Regisseur versteht es meisterlich verschiedene
Handlungsfäden miteinander zu verstricken und sie in gleich mehreren
Humor-Höhepunkten auslaufen zu lassen. Die Scherze im Film sind zwar
meistens nicht gerade neu, aber immer gut platziert. Am besten gefiel
mir das Ende des Films. Ich habe mich seelisch schon mal auf ein
typisches Ende Marke „American Pie" vorbereitet. Wohl jeder
erwartet am Ende des Films den fast gleichzeitigen Orgasmus der
Hauptpersonen, dazu kommt es jedoch nicht. Okay, Lena bekommt ihren
Freund und auch bei Viktoria bahnt sich noch was an, aber ein bisschen
Trivialität kann ja nicht schaden.
Natürlich gibt's auch nicht so
gelungene Elemente im Film, wie zum Beispiel der haarstreubende
Fahrstil von Viktoria, der doch arg übertrieben scheint. Oder auch die
Nebenfiguren, die fast alle sehr eintönig und berechnend geschrieben
sind. Aber gerade das führt in diesem Film zu einigen herzhaften
Lachern.
Was die Ausstattung der DVD angeht sag ich nur: Respekt!
Der Regisseur himself führt durch die einzelnen Menüpunkte und gibt
passende Kommentare und amüsante Anekdoten. Es ist alles dabei was man
sich so wünschen kann: Kurzbiografien mit kleinen Interviews,
geschnittene Szenen, Storyboards, Hinter den Kulissen-Bericht und
vieles mehr. Okay, es wäre schön gewesen, wenn bei allen Biografien
Interviews dabei gewesen wären. Na ja, und weiße Schrift auf gelben
Grund ist vielleicht auch nicht gerade sehr glücklich gewählt, aber
was solls?