Man findet sie am 1. November 1957 tot in ihrem Frankfurter Appartement. Mit einem Nylonstrumpf erwürgt. In ihrem Notizbuch entdeckt die Polizei die Namen vieler Geschäftsleute. Sie alle gehören zu den "Machern" des Wirtschaftswunders in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. Und sie alle hatten mehr oder weniger engen Kontakt zu der leichtlebigen jungen Dame Rosemarie, die Gunst gegen intime Geständnisse gewährte. Wurde sie ermordet, weil sie zuviel wußte? Erich Kuby (geb. 1910) griff den Fall der ermordeten Luxusdirne mit dem Film "Das Mädchen Rosemarie" (1958 als Roman unter dem Titel "Rosemarie, des deutschen Wunder liebstes Kind" erschienen) auf und wurde damit weltweit bekannt. Unvergeßlich ist Nadja Tiller in der Titelrolle. Kuby selbst vermied allerdings die Bezeichnung "Roman", um, wie er im Vorwort bemerkt, "etwas zu bewirken - nämlich eine Erschütterung des Ansehens, welches die Rosemarie-Kunden als Leitbilder der bundesdeutschen Gesellschaft skandalöserweise genießen." Erich Kuby entlarvt mit der "Nitribitt", binnen zweier Jahre in 17 Sprachen übersetzt, den moralischen Niedergang der Wirtschaftswunder-Bourgeosie. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)