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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schweres Thema, schwere Entscheidung, ehrliche Worte,
Von
Rezension bezieht sich auf: Lysander: Grenzerfahrung einer Mutter (Taschenbuch)
Alle Eltern wünschen sich ein Regelkind, aber nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung. Die Autorin beschreibt, wie sie im Januar 2006 die Diagnose Down-Syndrom (Trisomie 21) für ihren ungeborenen Sohn erhält und acht Tage später die Schwangerschaft in der 20. Woche abbrechen lässt. Die Zeit danach wird hart. Für sie, für ihre Familie, für ihre Freunde. Sie ist ehrlich mit sich selbst und mit ihrer Umwelt. Der Weg bis zu einer Versöhnung mit sich und denen, die ihre Entscheidung gegen ihren Sohn mit beeinflusst haben, ist lang und beschwerlich. Ihre Warnung vor den möglichen seelischen Konsequenzen einer Entscheidung gegen das Leben des eigenen Kindes kommt an.Das Buch ist kein psychologischer Ratgeber, sondern Zeugnis einer Erfahrung, die Frau Neeb mit unzähligen Müttern teilt und die im Zeitalter der Pränataldiagnostik und ihrer Konsequenzen viel zu wenig Thema in der Schwangerenbegleitung ist. Frau Neebs Erfahrungen zeigen, wie allein Frauen gelassen werden, wie wenig adäquate Hilfe bei der Entscheidungsfindung und wie wenig zeitgemäße Informationen sie über die Behinderung ihres Kindes in einer Zeit bekommen, in der sie selbst aufgrund des Diagnoseschocks kaum die Kraft für entsprechende Eigeninitiative aufbringen können. Erschreckend. Am errechneten Geburtstag des Jungen erscheint seine Todesanzeige in der Zeitung. Sie zeigt Engel, die ein Herz aus Blumen halten, in dem Lysanders Name steht. Und wie eine Mahnung, solche Entscheidungen nur gut informiert und mit viel Bedacht zu treffen, haben seine Eltern weiter in die Anzeige drucken lassen: "Hätten wir damals das Wissen von heute gehabt, könntest Du noch leben..." Das sollte wirklich zu denken geben. Was mich stört, ist die dauernde Verwendung des "Mongolismus"-Begriffs. Allerdings ist er hier passend und typisch: Ein bedrückender Ausdruck der fehlenden, fehlerhaften und veralteten Informationen, die Frau Neeb bis zum Schwangerschaftsabbruch zur Diagnose ihres Sohnes (erhalten) hatte. Was mir am Ende des Buches fehlt, sind einschlägige Adressen und Hinweise auf weiterführende Literatur: Zum einen zum Thema Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indiakation, zum anderen zum Thema Down-Syndrom, die werdenden Eltern eine Hilfe bei ihrer Entscheidung sein können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das Buch ist hilfreich und wichtig vor der Entscheidung.,
Von PureLustamLeben (Frankfurt/Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Lysander: Grenzerfahrung einer Mutter (Taschenbuch)
Die beschriebene Situation wünscht sich niemand, trotzdem passiert es. Wer das Buch vor der Entscheidung liest kann viel über die Auswirkungen der anstehenden Entscheidung erfahren. Das Buch ist sehr offen und ehrlich geschrieben.Die von mir erhoffte Hilfe für die Zeit nach der Entscheidung habe ich leider nicht gefunden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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