Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wolfsgeheul, 24. Januar 2005
Es gibt Musiker, bei denen man zuerst einmal ungläubig nach dem Alter fragt und sich schließlich wünscht, "damals" bereits etwas ähnlich Großes geleistet zu haben. Neben Conor Oberst oder Adam Green trifft diese Aussage sicher auch auf Patrick Wolf zu, auch wenn dessen Musik nichts mit den Folk-Zitaten der erstgenannten Künstler zu tun hat. Wolfs Sound bewegt sich irgendwo in dem Spannungsfeld zwischen klassischem Songwriting, verzerrten Beat-Escapaden im Stil eines Aphex Twin und einer zusätzlichen Instrumentierung, die eher auf einem Mittelalter-Festival zu Hause sein sollte. So unvereinbar diese Komponenten erscheinen mögen, so homogen und unverwechselbar präsentiert sich "Lycanthropy". Große Songs, mit poetischer Kraft in den Texten und der nötigen Spannung zwischen ruhigen Momenten und kraftvollen Beat-Passagen, die durchaus auch auf dem einen oder anderen Dancefloor funktionieren könnten. Wolf wird nicht umsonst als Wunderkind bezeichnet. "Build you castle, stop collecting stones" heißt es an einer Stelle des Albums. Tatsächlich bleibt kein Stein auf dem anderen - Das Gemäuer aber steht felsenfest.
|
|
|
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bis zum nächsten Vollmond und noch lange danach..., 30. Januar 2005
Es ist jetzt etwa drei Tage her, dass ich das Album des Ausnahmeiren in meinem CD Player bettete und wage es seit dem nicht mehr herauszunehmen. Das heißt ... doch! , wenn ich herausgehe und es in den Discman muss. Es begleitet mich also jetzt wie ein guter Freund und ich habe das Gefühl ihn schon ewig zu kennen. Die Mischung aus verspieltem Folk, den mal agressiv peitschenden, mal samft umschmeichelnden Beats und Patricks wundervoller Stimme ist einfach zu viel. Viel zu viel für mein kleines Herz, es findet bei derlei wundervollem Song- und Soundwriting keine Ruhe mehr, muss der ausgefeilten Dramaturgie folgend mal heftig flatternd hämmern bei Songs wie "Bloodbeat" oder aber dem mitreissenden "Paris", um dann wieder ganz dumpf zu glucksen, wenn die ersten Takte des beängstigendem "Childcatcher" ertönen. Dann erfüllt einen tiefes Mitgefühl und man fragt sich unweigerlich wie nah einem dieser Wolf wirklich ist, ob man nicht schon mit Haut und Haar verspeist wurde. ... Wünscht es sich wohl sogar ein klein wenig, man versteht das befreiende Beatgewitter, das unweigerlich dem herzzerbrechenden Erlebten folgen muss. Ich weiß nicht, ob man wirklich zum Wolf wird beim Genuß dieses Musikjuwels, aber es passiert etwas mit einem, es gibt einem das Gefühl verstanden zu werden. Man vertraut sich vollkommen an, wird bei Flötenklängen motiviert weiter an sich festzuhalten in "Lycanthropy" heisst es "Let no foot mark your ground, let no hand hold you down" und genau das tut man dann auch, als hätte es einem ein ganz besonderer Freund geraten. Letztlich ist es einfach der Charakter des Albums, der Partick Wolfs Debut so einzigartig macht, so wahr, er klingt ehrlich wo viel in Klischees verfallen, ist distanziert, wo sich andere Künstler zu stark offenbaren würden, er schreit und kreischt wenn, die überwältigende Spannung nicht mehr auszuhalten ist und rührt damit zu tränen. Ausgestattet mit diesem Wissen um ausgefeilte Songstrukturen, verbunden mit der Sensibilität dafür seine persönliche Welt durch diese zu enthüllen ist er einer der wenigen "wahren Künstler" in der zeitgemäßen Musik. Eins ist jedoch unumstößlich, wer auch immer genau dieser Wolf ist, mich hat er gefangen und ich genieße es seit dem immer wieder von ihm erlegt zu werden. Hoffentlich reicht er uns auch weiterhin die Hand tiefer hineinführend in seinen musikalischen Kosmos, denn eins weiß ich genau, viel wird es dort noch zu entdecken geben .... sehr viel.
|
|
|
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wir werden noch von ihm hören, 27. Mai 2005
Patrick Wolf ist ein erstaunlicher junger Künstler. Nachdem ich mir nun noch sein Debut besorgt habe steht für mich fest, dass er einer der großen neuen Songschreiber ist. Sein Gespür für Text und Komposition sind außerordentlich. Jedes Stück geht einem ins Herz. Ist sein Folgealbum noch eingängiger und glatter geworden, so ist sein Erstlingswerk eine Experimentier- und Spielwiese, dass es eine reine Freude ist ihm zu zuhören wie er sich weiterentwickelt. Ich kann mich jedenfalls nicht entscheiden, welches der Alben ich besser finde.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|