Pressestimmen
Strozzi, Pucci oder Antinori - adelige Familien haben jahrhundertelang die Geschicke der Toskana bestimmt und ihre Spuren hinterlassen. Ihre Paläste, Burgen und Weingüter prägen bis heute die berühmten Städte und malerischen Landschaften. Zwanzig Familien gewähren Blicke hinter die steinernen Fassaden. Prächtige Interieurs und Kunstschätze werden sichtbar und man erhält Eindrücke vom Leben der Bewohner.
Rhein-Zeitung vom 25.10.2007
So kann, wer mag, ... in dem üppigen Bildband teilhaben am Luxus, der gerade hier allerdings keine neureich hervorgekehrte "l'art pour l'art" ist, sondern selbstverständlicher, über lange Zeiträume hinweg gewachsener Besitz. Da offenbaren sich prachtvolle Interieurs, Salons mit wandfüllenden Gobelins und edlen Möbeln, mit Bildern und Skulpturen von Künstlern, die ihrerseits Geschichte machten. Aber alles bleibt trotzdem diskret. Man hat es nicht nötig, mit seinen Schätzen, mit seinen üppigen Gemäldegalerien, den prachtvollen Bibliotheken, den von berühmten Architekten angelegten Parks und Gärten zu prahlen. Und so ... (begnügen sich) die in mehreren Sprachen verfassten kommentierenden Texte ... mit Andeutungen, verzichten auf allzu explizite Details. Das Schöne an diesem Bildband aber ist die Tatsache, dass sich Hunyady darum bemüht, die "Luxury Houses" nicht als Museum, sondern als lebendige Familiensitze zu zeigen. Da stellen sich die Nachkommen zum Portät- oder Familienfoto, finden sich inmitten museumswürdiger Kunstschätze Hinweise auf ganz Persönliches - auf die Hundeliebe der Besitzerin, die Jagdleidenschaft des Familienpatrons, das Faible für die Kunst der selber als Bildhauerin arbeitenden Hausherrin. Da wird dem selbst in der Toskana lebenden und mit diesem Buch auf den Spuren seiner angeheirateten, der fotografierenden Fürstin Marianne (Mamarazza) wandernden Fotografen, Zutritt gewährt selbst zu Familienfesten wie Taufe oder Erstkommunion. Und darüber hinaus finden sich immer wieder auch Verweise auf das, was etliche dieser Familien, die einst regierten, kämpften, als Kauf- und Bankleute Reichtum und Macht erwarben, heute tun und treiben. Und das ist - in einer Region wie der Toskana nicht ganz überraschend - der Weinbau. Kein Wunder, wenn Weinkenner beim Durchblättern des Buches ihrerseits ins Schwärmen geraten, wenn die Namen, die einst für Macht und Einfluss standen, heute eher an Genuss und edle Weine denken lassen. Ein friedlicher uns schöner Wandel.