Rezension:
Zu Anfang muss ich gleich mal gestehen, dass ich im ersten Viertel des Buches das Konzept von diesem nicht ganz verstanden habe. Ich hatte eigentlich mit einem 'normalen' Buch gerechnet, mit einer zusammenhängenden Geschichte, aber dem ist nicht ganz so.
'Lux Aeterna I' ist, wie ich mittlerweile durch Recherchen erfahren habe, ein Sammelband der sich aus kleineren Einzelbänden zusammensetzt. Damit erklärt sich auch, warum die einzelnen Kapitel so abgehakt wirken und im darauffolgenden Kapitel vieles noch einmal zusammengefasst wird, was man einige Kapitel davor schon erfahren hat. Diese Wiederholungen empfand ich als etwas störend.
Wer aber die Einzelbände der Jason Dawn-Reihe schon kennt und diese mochte, dem sei dieser Sammelband trotzdem empfohlen. Denn es befinden sich auch neue Zusatzkapitel darin.
Was ich vom Schreibstil halten soll weiß ich nicht so recht. Da bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits gibt es spannende Szenen, die total leicht zu lesen sind. Aber auf der anderen Seite gibt es auch Szenen die sich endlos ziehen und ziemlich langweilig sind. Das war vor allem auf den ersten 50 Seiten der Fall, so dass ich das Buch schon abbrechen wollte, mir aber dann vorgenommen hatte wenigstens bis Seite 100 durchzuhalten ' und ab da wurde es dann auch etwas besser.
Was mir nicht so gefallen hat, war, dass größtenteils emotionslos erzählt wird. Das Ganze wirkt eher wie ein nüchterner Tatsachenbericht als eine Geschichte. Es wäre möglich gewesen, mehr aus der Story rauszuholen. Die Ansätze und Ideen sind nicht schlecht und man hätte das mit Worten noch ausschmücken und so zu mehr Lesegenuss verhelfen können.
Etwas irritierend fand ich auch die Anordnung der Kapitel. Das Buch startet mit einem Rückblick auf Jasons Verwandlung zum Vampir, danach befinden wir uns in der Gegenwart ' so weit, so gut. Aber irgendwann gegen Ende gibt es einige Kapitel darüber, wie der Vampirkult überhaupt entstanden ist und ich finde, das hätte eigentlich ganz an den Anfang gehört. Ist so, wie schon gesagt, etwas irritierend.
Gut fand ich, dass das Buch sich nicht den vielen anderen 'Alles toll-Vampirromanen' anschließt und dass es stattdessen immer wieder recht hart zur Sache geht. Es gibt auch kein wirkliches Happy End zwischen der Kommissarin Rita Hold und Jason ' mal was anderes. Außerdem ganz angenehm empfand ich die Erklärung zu den unterschiedlichen Vampirrassen ganz am Anfang. So kann man sich darauf einstellen, was da kommt.
Fazit:
Gesichtensammlung um einen Vampir, der der Polizei hilft Kriminalfälle aufzuklären. Ein Buch zwischen totaler Langeweile und zerreißender Spannung und ohne viel Gefühl.