Voller Vorfreude über lustige & leichte Kost zum Lehrerleben habe ich mich auf dieses Buch gestürzt.
Durch den Untertitel erhoffte ich mir zudem die ein oder andere (lustige) Anregung, welche mir im Schulalltag vielleicht mal nützlich sein würde.
Doch weit gefehlt. Dieses Buch ist eine einzige Satire aufs Lehrerleben. Gerne hätte ich irgendwo im Buch gelesen, ob Herr Golluch selbst Lehrer ist/war oder welchen Bezug er sonst zur Schule hat. So bleibt man etwas im Unklaren aus welchen Motiven dieses Buch geschrieben wurde.
Auf den ersten Seiten kann man noch über die treffenden Formulierungen und das Aufzählen von Vorurteilen über Lehrer lachen, die Übertreibungen (Rente mit 48, Erotik-Jet nach Bangkok) nimmt man schmunzelnd zur Kenntnis. Die kommenden Seiten bieten jedoch immer wieder dasselbe Prinzip und schon vor der Hälfte des Buches (ich habe es aber trotzdem ganz gelesen) war ich gelangweilt von den unzähligen unlustigen Übertreibungen eigentlich guter Ideen.
So wird z.B. von der 30-40km langen Autofahrt zur Schule geredet. Das hätte Potenzial, doch bei Witzen über Kurven in denen man 1985 einen Nachbarn "zu den Engeln geschickt" habe, gefriert mir dann doch das Lachen. Im Lehrerzimmer wird nur gekifft, usw.
Und so werden im ganzen Buch die Lehrer als betrunkene Taugenichtse dargestellt. Das wäre schon in Ordnung (Warum nicht über Lehrer lachen?), wenn der Humor doch etwas subtiler wäre und nicht so platt.
Stichwort Überlebenshilfe. Darauf geht das Buch nun gar nicht ein. Der Untertitel ist etwas irreführend. bei einer täglichen Checkliste für Lehrer findet man u.a. "Heftpflaster, falls einer Amok läuft". Ob man das lustig findet, darf jeder selbst entscheiden.
So kann ich am Ende nur sagen: Lustige Ansätze (deshalb 2 Sterne), aber sonst ein Buch das ich nicht wieder aufschlagen werde. Und vor allem keine Überlebenshilfe für Anfänger und alte Hasen. Wer hat nur diesen Untertitel ausgewählt???