Sentenced sind ja Geschichte! Schön das Fronthüne Ville Laihiala seine Gothic Metal Posse Poisonblack noch am Start hat. So bleibt der Ausnahmesänger und Gitarrist wenigstens der Szene erhalten. Wie schon das Debüt hat auch das Zweitwerk "Lust Stained Despair" einen Titel mit Wortspiel und ein seltsames Frauencover. Neu an der Band ist, dass Gitarrist Laihiala nun singt, nachdem dem Frontmann und Finnlands Schmachtwunder Nr. 2 nach Ville Valo, J-P Leppäluoto sich ganz auf seine Hauptband Charon konzentriert. Was aber, wenn ich mir das jetzige Lineup ansehe nicht die einzige Veränderung darstellt. So sind die Lieder auch nicht mehr so "Büchsenöffnermusik" wie eine Freund von mir das mal so treffend sagte, sondern etwas rauer und eckiger, was auch im Instrumentalbereich und der Produktion zu spüren ist. So brauchen die Kompositionen ein paar Runden mehr als beim Debüt um als Ohrwürmer zu gelten. So sind die Songs knackig straff um die 3-5 Minuten lang und haben keinerlei Ballast. Freunde des Debüts und einigen Mädels wird das vielleicht zu metallisch-schroff sein und es gibt bestimmt einige Stimmen, die denken werden, dass die Band zu sehr nach Sentenced klingt. Doch ich finde das legitim, denn Sentenced sind leider tot und Charon, sowie HIM sind halt Finnlands Schmachtgötter, Punkt! Da muss man sich schon abgrenzen, oder? Doch keine Angst meine Damen mit "Pain Becomes Me" haben Poisonblack auch eine herzige Schmachtballade mit akustischen Gitarren verbrochen. Ansonsten regieren raue Ohrwürmer wie "Soul In Flames" die mit der Zeit zünden. Fans von Finnland, Sentenced, Poisonblack und Co. müssen zugreifen!