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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 28.10.2003
In seinem Gesellschaftsroman "Lust und Laster", der anlässlich des hundertsten Geburtstags des Autors in einer Neuausgabe erschienen ist, entwickelt Evelyn Waugh (1903-1966) eine Art Typologie der Partys im London der Zwanziger Jahre, berichtet Lothar Müller. Der Katholik und Reaktionär Waugh, der dem modernen Roman die kalte Schulter gezeigt habe, treibe darin seine Lust am "ästhetisch Halbseidenen in der Mimikry mit dem Gestus des Klatschreporters ins Manierierte". Er lasse seine exzentrischen, moralisch zweideutigen Figuren um den Mahlstrom geistiger Leere kreisen, eine nach Müllers Ansicht "zeittypische Größe", die in der europäischen Zwischenzeit mit Visionen einer neuen Orthodoxie gefüllt worden sei. Im Falle Waughs mit Katholizismus. George Orwells Urteil, wonach Katholiken keine guten Romane schreiben könnten, sieht Müller durch Waughs Romane nichtsdestoweniger widerlegt.
© Perlentaucher Medien GmbH
In seinem Gesellschaftsroman "Lust und Laster", der anlässlich des hundertsten Geburtstags des Autors in einer Neuausgabe erschienen ist, entwickelt Evelyn Waugh (1903-1966) eine Art Typologie der Partys im London der Zwanziger Jahre, berichtet Lothar Müller. Der Katholik und Reaktionär Waugh, der dem modernen Roman die kalte Schulter gezeigt habe, treibe darin seine Lust am "ästhetisch Halbseidenen in der Mimikry mit dem Gestus des Klatschreporters ins Manierierte". Er lasse seine exzentrischen, moralisch zweideutigen Figuren um den Mahlstrom geistiger Leere kreisen, eine nach Müllers Ansicht "zeittypische Größe", die in der europäischen Zwischenzeit mit Visionen einer neuen Orthodoxie gefüllt worden sei. Im Falle Waughs mit Katholizismus. George Orwells Urteil, wonach Katholiken keine guten Romane schreiben könnten, sieht Müller durch Waughs Romane nichtsdestoweniger widerlegt.
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Pressestimmen
"Es ist nie zu spät, Waugh zu lesen und wiederzulesen." (Time)
"Waugh hat in seinen frühen Romanen das beschrieben, was er am besten kannte: das hedonistische Treiben der müßigen Klassen und Cliquen im London der zwanziger Jahre. Waughs burleske Gesellschaftssatiren sind moralfrei, ohne Zugeständnisse an Idealismen welcher Art auch immer, sein Dialogwitz ist stilisiert und auf die Spitze getrieben. Waugh lesen. Never a dull moment." (tip)
"Waugh hat in seinen frühen Romanen das beschrieben, was er am besten kannte: das hedonistische Treiben der müßigen Klassen und Cliquen im London der zwanziger Jahre. Waughs burleske Gesellschaftssatiren sind moralfrei, ohne Zugeständnisse an Idealismen welcher Art auch immer, sein Dialogwitz ist stilisiert und auf die Spitze getrieben. Waugh lesen. Never a dull moment." (tip)
Kurzbeschreibung
In seinem zweiten Roman aus dem Jahr 1930 nimmt Waugh sich die Londoner Society vor, die im eleganten Mayfair der zwanziger Jahre ein äußerlich sorgloses Leben über einem Abgrund von Heuchelei und Verzweiflung führt. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, die Figuren bewegen sich nur noch auf einer brüchig gewordenen Oberfläche, die beim Ausbruch des Krieges sofort zerbirst."Es ist nie zu spät, Waugh zu lesen und wiederzulesen." (Time)
"Waugh hat in seinen frühen Romanen das beschrieben, was er am besten kannte: das hedonistische Treiben der müßigen Klassen und Cliquen im London der zwanziger Jahre. Waughs burleske Gesellschaftssatiren sind moralfrei, ohne Zugeständnisse an Idealismen welcher Art auch immer, sein Dialogwitz ist stilisiert und auf die Spitze getrieben. Waugh lesen. Never a dull moment." (tip)
"Waugh hat in seinen frühen Romanen das beschrieben, was er am besten kannte: das hedonistische Treiben der müßigen Klassen und Cliquen im London der zwanziger Jahre. Waughs burleske Gesellschaftssatiren sind moralfrei, ohne Zugeständnisse an Idealismen welcher Art auch immer, sein Dialogwitz ist stilisiert und auf die Spitze getrieben. Waugh lesen. Never a dull moment." (tip)
Über den Autor
Evelyn Waugh (1903-1966) war nach dem Studium (Geschichte und Kunst in Oxford und London) als Lehrer und Journalist tätig und unternahm ausgedehnte Reisen in Europa, im Nahen Osten und in Amerika. 1930 konvertierte er zum Katholizismus.