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Lushins Verteidigung
 
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Lushins Verteidigung (Taschenbuch)

von Vladimir Nabokov (Autor), Dietmar Schulte (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 317 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Neuausg. (April 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499225506
  • ISBN-13: 978-3499225505
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 99.900 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 48 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Nach Epochen > Weltliteratur > 20. Jahrhundert > Nordamerika

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Vladimir Nabokov (1899-1977) entstammte einer großbürgerlichen russischen Familie, die nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte. Er ging zunächst nach England, wo er am Trinity College in Cambridge französische und russische Literatur studierte. Von 1922-1937 lebte er in Berlin, wo er 1925 die Russin Vera Slonim heiratete. 1938 verließ Nabokov Deutschland und ging mit seiner Frau und seinem Sohn nach Paris, bevor er 1940 nach Amerika übersiedelte. Wegen seiner Kenntnisse als Schmetterlingsforscher erhielt er 1942 einen Forschungsauftrag der Harvard Universität. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger. 1948 wurde ihm eine Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität von Cornell angeboten. Hier arbeitete er zehn Jahre lang, bis ihm der Welterfolg eines seiner Bücher es ihm ermöglichte, seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Nabokov zog in die Schweiz, wo er sich ganz dem Schreiben widmete. Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters (1953); Kunstpreis der Brandeis Universität (1963/64); Orden des National Institut of Arts and Letters (1969).

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Porträt eines beschränkten Genies - brillianter Schachroman, 28. November 2001
Von Ein Kunde
Vladimir Nabokov war nicht nur einer der sprachgewaltigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts sondern verfasste in "Lushins Verteidigung" auch den trotz Stefan Zweigs "Schachnovelle" bedeutendsten weil die Materie wirklich durchdringenden Schachroman.

Lushin ist ein lustloser, unleidlicher und zutiefst phlegmatischer Junge, der an nichts im Leben Freude findet als an vertrackten Puzzlespielen und Zaubertricks, als er zufällig ein Schachspiel entdeckt. Dieses für ihn mit einer mystischen Aura umgebene Spiel läßt eine ungeahnte und in seinem Leben einzig bleibende Leidenschaft auflodern. Bald erweist sich seine große Begabung, und getrieben vom eigenen Fanatismus und seinem skrupellosen Impressario Valentino mißt er seine Kräfte mit den größten Schachmeistern der Zeit, hetzt von Turnier zu Turnier, verschleißt sich in Simultan- und Blindschaukämpfen gegen Amateure. Lushin zählt zu der Handvoll Anwärter auf den Weltmeisterthron, doch seine schachliche Entwicklung stagniert. Mehr und mehr klafft über die Jahre die kreative Phantasie seiner häuslichen Vorbereitung und sein zaghaftes, ja ängstliches Spiel auf Turnieren auseinander. In einem letzten großen Turnier will er noch einmal an seine zurückliegenden Erfolge anknüpfen. Er muß all seine Kräfte aufbieten, dem Favoriten Turatti Paroli zu bieten. Das Turnier kumuliert in der mit Spannung erwarteten aufreibenden Partie der zwei Widersacher...

Nabokovs Roman ist das Porträt eines Genies in einem ganz beschränkten Gebiet, der doch gleichzeitig unfähig ist zu leben. Alles, wonach er strebt ist "Einfachheit, harmonische Einfachheit, die mehr als die komplizierteste Magie in Erstaunen setzt". Doch das reale Leben ist nicht einfach. Und unter Menschen bleibt er, dessen Welt nicht mehr als 64 Felder braucht, unendlich einsam.

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Schönes" Buch aber deprimierend, 7. Juni 2003
Von Reinhold Stansich "reini68.blogspot.com" (Kottingbrunn, Austria, Central Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Lushins Verteidigung ist eines der Frühwerke von Vladimir Nabokov. Völlig zu Recht wird dieses Werk als der Durchbruch des so eloquenten Russen angesehen. Bereits kurz nach dem Erscheinen dieses Buches wurde der Autor in eine Reihe mit Dostojewski und ähnlichen Größen gestellt. Ebenso wichtig ist bei einem Schriftsteller wie Nabokov auch der Übersetzer, denn der Sprachgewalt die er hier an den Tag legt, muss auch der Übersetzer standhalten. Zweifellos ist das hier ebenfalls gelungen. Lassen Sie uns noch kurz bei der Sprache verweilen: Das wunderbare an Nabokovs Sprache ist seine Art Bilder mit Worten zu malen - in diesem Sinne ist auch der Titel dieser Rezension "Schönes Buch" zu verstehen. In seinen detaillierten Beschreibungen stellt er den Leser mitten in die Szene und läßt ihn sämtliche Eindrücke erleben, ohne dabei jemals langweilig zu werden.

Inhaltlich ist dieses Buch ein echter Hammer. Oberflächlich betrachtet schildert Nabokov einen Knaben - einen Außenseiter, der sich zu einem der weltbesten Schachspieler entwickelt und daran zugrunde geht. Nabokov schildert aber viel mehr. Er schildert ein krankes Kind, aus dem ein psychisch schwer kranker Mensch wird. Bereits als Junge hat Lushin erste Züge dieser Krankheit - und in den Kapiteln über den erwachsenen Lushin hat sich diese Krankheit zu einer Psychose ausgeweitet. Bereits mit 30 hat Lushin fast greisenhafte Züge, seine Wahrnehmung der Realität ist schwer gestört - beinahe autistisch. Lushin ist an hebephrener Schizophrenie erkrankt, würde man heute diagnostizieren. Direkt vom Turnierbrett weg wird er in die Psychiatrie eingeliefert und gesund gepflegt, aber wirklich geheilt wird er nicht. Der Leser nimmt an der Gefühlswelt und dem gestörten Realitätsempfinden des Kranken teil. Eine Erfahrung die man manchmal richtiggehend schmerzhaft empfindet.

Fazit: Wenn Sie schöne Sprache mögen und nicht gerade eine depressive Phase Ihres Lebens durchmachen, sollten Sie dieses Werk jedenfalls lesen.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Grandios, beängstigend, 29. April 2002
Von Werner, Henry (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nabokov ist es mit "Lushins Verteidigung" gelungen, eine grandiose und gleichermassen beängstigende Erzählung eines in sich gekehrten Jungens darzulegen, der das Schachspiel für sich entdeckt.

Immer wieder scheint Erlösung zu nahen: Wenn der junge Lushin das Schachspiel als erste Leidenschaft entdeckt; wenn der erwachsene Lushin von seiner Verlobten zu einem Neuanfang gedrängt wird.

Doch hinter jedem Neuanfang, hinter jeder Erlösung steckt eine Wiederholung der Isolierung als unumgehbaren Kreislauf. Die Folge: Der erwachsene Lushin, dem Schachspiel entrissen, ist nicht in der Lage, sein Leben ausserhalb der Logik des Spiels zu führen. Er wähnt sich als bedrohte Figur im Lebens-Schach-Spiel.

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5.0 von 5 Sternen Toller Roman - macht auf Kinoumsetzung neugierig!!
Die filmische Umsetzung dieses Werkes ist demnächst auf der Leinwand zu sehen. Es handelt sich hierbei jedoch um keine 1:1-Umsetzung des Buches (wäre auch schwierig), da der Film... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. September 2002 von Alexander Birner

5.0 von 5 Sternen Das Leben als Schach.
Ein Roman über das Leben und über Schach.Beides unterliegt zum Schluß die gleichen Regeln und nichts ist mehr eindeutig zuzuordnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2001 von haralamboskonstantinidis@hotma...

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