Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Cool, Lupe!, 1. Juni 2008
Es gibt wohl kaum einen Künstler in den letzten 2 Jahren, der von Hip Hop Heads so gefeiert wurde wie Lupe Fiasco, der es schaffte endlich mal wieder echte und frische Musik abseits von dummen Gepose a lá 50 Cent in den Charts zu etablieren. Auch ich war von seinem Debüt damals mehr als begeistert und freute mich auf den Nachfolger "Lupe Fiasco's The Cool". Jay-Z, der beim Vorgänger noch der Executive Producer war, hatte hier keinen Einfluss, das macht aber eigentlich nur wenig aus, denn auch ohne ihn kommt Lupe wunderbar aus und begeistert ein weiteres Mal mit seiner Wortgewandtheit und aussagekräftigen Texten.
Sofort der erste richtige Song, "Go Go Gadget Flow", ist eine echte Perle, da Lupe traumhaft über den straffen Geigen-Beat rappt. Entspannter wäre "The Coolest", bei dem auf eine schöne Klaviermelodie und Frauengesang gesetzt wird, was sehr zum Relaxen verleitet und man am Besten bei geschlossenen Augen diesen musikalischen Eindrücken folgt. Hitsingle "Superstar" finde ich weniger gelungen, denn sie zeigt auch das größte Manko, das dieses Album mit sich bringt: Es ist teilweise eindeutig zu poppig! Das einzige, was dieses Lied noch mit Hip Hop zu tun hat, ist dass Lupe rappt. Daher kann ich auch nicht verstehen, dass diese Platte hier teilweise echt überbewertet und als Classic bezeichnet wird. Einen deutlich besseren Job hat Lupe da bei "Paris, Tokyo" gemacht, das wieder auf entspannte und groovende Sound setzt und so reingeht wie warme Butter. Auch "Hip Hop Saved My Life" macht aufgrund des angenehmen Klavierstücks und Lupe's wirklich grandiosen Rhymes wirklich Spaß, verliert mit der Zeit jedoch etwas seinen Reiz. Ganz anders ist das bei "Intruder Alert". Auch hier kommt das Piano wieder zum Einsatz, diesmal jedoch sehr emotional und bewegend, was durch Streicher und andere Elemente unterstrichen wird. Highlight ist hier eindeutig der Refrain von Sängerin Sarah Green, der einen doch wirklich berührt. Wer es härter mag, wird an "Little Weapon" bestimmt Gefallen finden. Hier kommen ein harter Beat und viele kraftvolle und teils aggressivere Sound zum Einsatz die sich perfekt zum Rappen eignet. Auch der Refrain ist hier wieder eine echte Soundbombe und macht echt Spaß. Das Selbe kann man über das etwas bedrückende und düster wirkende "Dumb It Down" sagen, das doch recht außergewöhnlich rüberkommt, daher aber auch nicht für jede Gelegenheit das Richtige ist. Der wohl beste Song des Albums dürfte eindeutig "Hello/Goodbye (Uncool)" sein. Wenn man dieses Lied hört, kommt man gar nicht in Versuchung, es mit gewöhnlichem Rap zu vergleichen. Es ist eher so, dass man vergisst, was man über Hip Hop weiß und mit Lupe auf eine Art Reise in eine undefinierbare musikalische Welt, denn das Instrumental besteht aus unglaublich vielen verschiedenen Elementen, die man so garantiert in noch keinem Rapsong gehört hat. Man muss dieses Lied am Besten selbst einmal anhören, denn zu beschreiben geht es eigentlich nicht. Nach dem dynamischen "The Die" und dem düsteren und bedrückenden "Put You On Game" erreicht man mit "Go Baby" einen letzten richtigen Hit, der aufgrund seines Rhythmus und seiner fröhlichen Melodie gute Laune verbreitet und zur Bewegung animiert, auch wenn man sagen muss, dass auch dieser Track einen leicht poppigen Eindruck hinterlässt, was man auch von ein paar anderen Liedern wie z.B. "Hi-Definition" sagen muss, weshalb mir das Album insgesamt weniger gefällt als "Lupe Fiasco's Food & Liquor" und ich deshalb nur 4 Sterne vergebe. Jeder, dem der Vorgänger gefallen hat, kann hier bedenkenlos zugreifen, genau wie diejenigen, die auf intelligente Raps und außergewöhnliche Instrumentals stehen. Alle anderen sollten vorher lieber reinhören, da man sonst enttäuscht werden könnte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lupe Fiasco The Cool, 16. Dezember 2007
Mit "The Cool" veröffentlicht Chicagos Multitalent Lupe Fiasco seinen 2. Longplayer, der zugleich aber auch sein vorletzter sein wird. Denn wie Lupe in einem Interview zuletzt bekannt gab wird er seine aktive Karriere als MC nach seinem nächsten Album "LupeEnd", welches im 3 oder 4 Quartal 2008 erscheinen wird, an den Nagel hängen. Nach seinem grandiosen aber auch für manche auch gewöhnungsbedürftigen Debutalbum "Food & Liquor" war man sehr gespannt wie sich Lupe das Jahr über hinweg weiterentwickelt hat. "The Cool" ist ein Konzept Album zu seinem Song "The Cool" aus seinem Debutalbum und erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen der ohne Vater aufwuchs und dessen Wegbegleiter das Leben auf der Straße und das Musik Business sind. Lupe hat auch hier einige Elemente aus verschiedenen Genres zusammengemischt und das natürlich mit sehr viel Rap aber vom Gesamteindruck hergesehen ist es ein Hip Hop Album geworden und nicht wie bei einer Fergie oder einem Will.I.Am ein bunter Mix der mit Hip Hop nicht mehr allzu viel am Hut hat. Auf "The Cool" bekommen wir frische Tracks geboten die mit schönen Melodien durch diverse Instumente und zum Großteil mit sehr vielen chilligen Elementen untermalt sind. Für einen abgerundeten Gesamteindruck gibt es dann auch noch einige Gesangsparts in diversen Songs v. a. als Refrain. Ein Meisterwerk hier ist wohl eindeutig "Hip Hop Saved My Life" mit einem eingängigen Beat, einer hammergeilen chilligen Pianomelodie und dazu noch einen guten Text...einfach ein perfekter Hip Hop Song. Zu den weiteren Highlights der Platte zählen das irgendwie lustig zugleich auch stylisch klingende "Go go gadget flow", "The Coolest", die geniale Single "Superstar", "Intruder Alert", "Paris Tokio", "The Die" und das düster und sehr dreckig wirkende "Put you on game". "The Cool" von Lupe Fiasco gehört einmal mehr zu den besten Rap Alben aus dem mittleren Westen in diesem Jahr, das vor allem auch wegen dem bereits schon erwähntem Aufbau/Konzepts und natürlich der qualitativ hochwertigen und klasse Rap Musik die man hier zu hören bekommt.
PeAcE
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Cool? The Great., 14. Dezember 2007
Kanpp ein Jahr ist es her, dass Lupe Fiasco mit seinem Debutalbum Food § Liquor der von Crunk und Snapmusic geplagten Hip Hop Szene ein kleines Facelift gab. The Cool soll nun an das von Kritikern geschätze erste Album anknüpfen.
'They thought it was cool to burn crosses as they hung you from trees in your backyard...' Schon das Intro macht klar, dass es bei The Cool nicht sonderlich ums posen geht - sondern eher mal wieder den Kopf einzuschalten und sich umzuschauen. Nach einem kurzem Interlude (Free Chilly) geht es auch mit Go Go Gadget Flow so richtig los. Ein Track bei dem wohl kaum einer still sitzen bleiben kann.
Ziemlich relaxed geht es weiter mit The Coolest. Und auch wenn Lupe wie der typische Computer-Nerd aussieht - wir kaufen es ihn ab dass er The Coolest ist. Und trotz des tollen Beats hört man ihm gebannt zu.
Superstar - die erste Singleauskopplung featured Matthew Santos. Sieht vielleicht seltsam aus, diese Kombination, aber perfekter könnte das Zusammenspiel nicht sein, denn der Herr verleiht dem Lied das gewisse Etwas. Nur ein weiterer Beweis, wie gut es dem Hip Hop tun kann, wenn man die Standarts hinter sich lässt.
Paris Tokio hat einen gewissen Oldschool Touch und auf Hi-Definition findet man - wär hätte es gedacht - Snoop Doog zusammen mit Big Pooh von Little Brother. Und der Track groovt so richtig. Wenn Lupe etwas kann, dann ist es perfekte Features aussuchen, die zwar erst etwas Verwirrung stiften, aber dann so richtig einschlagen.
Mit Hip Hop Saved My Life folgt mein persönlicher Favorit. Ein Lied das nicht nur die Hymne vieler Hip Hop Headz werden wird, sondern auch durch Text, Beat und Hook besticht. Lupe ist cool, Lupe ist Fresh, Lupe ist Hip Hop. Es folgt ein ebenso brillianter Track - Intruder Alert. Lupe zeigt wieder mal, dass Storytelling definitiv zu seinen Stärken gehört. Bewegend.
Mit Little Weapon und Gotta Eat folgen zwei weitere Prachtexemplare von denen The Cool einige zu bieten hat. Dazu gehören weiter auch The Die und Fighters - der zweite Track mit Matthew Santos. Hier zeigt sich Lupe von seiner persönlichen, emotionalen Seite - eine Seite die er ruhig öfters zeigen kann.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass The Cool locker an Food And Liquor anknüft, wenn es es nicht sogar toppt. Lupe beweisst einmal mehr, dass er das Gesicht des neuen, frischen Hip Hop ist und noch viel wichtiger - er beweist wie clever und tiefgründig Hip Hop sein kann, und vor allem: sein sollte.
Volle Punktzahl für dieses brilliante Album.
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