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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Poetisch, skuril, und sehr russisch/mittelasiatisch, 30. November 2005
Daß viele mit diesem Film nichts oder nur wenig anfangen können, wundert mich nicht. Man wird ihn lieben, oder aber mit dem Humor nichts anfangen können. Wer sich für solche russischen Komödien wie "Ironia sudby" oder "S liogkim parom", begeistern kann, dem sei dieser Film ans Herz gelegt. Wunderbare Bilder, skuril, voller Poesie (Chulpans Tanz auf dem Wagendach, oder die Flußfahrten auf dem Amu- oder Syr-Daria: schöner kann man nicht filmen), und - zwar mit der den russischen Komödien eigenen dicken Überzeichnung - aber weit weniger von der Wirklichkeit dort weg, als es der Westeuropäer mutmaßt. Wer einmal in den Genuß eines mittelasiatischen "Inlands"fluges kommen wird, sollte sich im übrigen auf Paarhufer an Bord durchaus schon mal gefaßt machen. Von einer Groteske muß man keine korrekte Auseinandersetzung mit der Islamischen Haltung zu ledigen Müttern erwarten. Aber überraschenderweise gelingt auch dies ganz beiläufig, aber um so treffender, in einer meisterhaften Karikatur. Mir hat der Film großen Spass gemacht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist gut so ..., 11. Oktober 2006
... denn Hollywood gibt es genug und auch deutsche Filme hängen immer mehr an Klischees bzw. neigen immer mehr zur Komödie (ohne wesentlichen Hintergrund). Anders dagegen "Good Bye Lenin!" ... Der Film war nicht zu sehr auf Komödie eingestellt. Hier gab es menschliche Züge, die abseits des gewöhnlichen Teenagergehabes (BRD und DDR)lagen und die beteiligten Generationen nicht nur am Rande einbezogen, So bin ich auf die russische Schauspielerin Chulpan Khamatowa aufmerksam geworden, wollte mehr von Ihren Filmen sehen und bin bei "Luna Papa" fündig geworden. "Luna Papa" ist die Geschichte eines Mädchens, welches Literatur und Theater liebt, insbesondere Shakesspeare. Dabei wird sie von einem unbekannten Theatermitarbeiter schwanger, dem sie bei einem Gastspiel begegnet. Nachdem sie ihre Schwangerschaft bemerkt (und ihren Nächsten offenbart) fängt die Familie an, den Vater des Kindes (welches sich schon rege an den Dialogen beteiligt) im Lande zu suchen. Das Land ist Tadschikistan ... Dabei kommt es zu einigen komischen, aber zu in erster Linie zu sehr gefühlvollen Szenen, die von Chulpan Khamatowa in jeder Hinsicht überzeugend und natürlich gespielt werden. Sie ist wirklich eine grosse Ausnahme unter den Schauspielerinnen! ... ein natürlicher Wirbelwind, dem auch Hollywood nur wenig entgegensetzen kann. Die anderen Mitwirkenden, wie z.B. Moritz Bleibtereu, überzeugen auch ... aber kommen an Chulpan Khamatowa nicht heran. Ansonsten glänzt "Luna Papa" durch eine grossartige visuelle Umsetzung und gute Dialoge (wobei ich die Syncronasiation nicht beurteilen kann, mir aber auch keine Schwächen auffallen). Also für alle Fans des inhaltsreichen, aussergewöhnlichen Films ein Tip, insbesondere wenn sie Chulpan Khamatowa mögen. Auf dem deutschen DVD-Cover steht übrigens: "Monty Python in Tadschikistan" ... mit dem schwarzen Humor von Monty Python hat der Film aber rein gar nichts zu tun ... Er ist eine Mischung aus Lebensfreude, während andere sich schon der Hoffnungslosigkeit ergeben würden!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
nicht jedermanns Sache, 29. November 2004
Der Film hinterließ ein sehr widersprüchliches Gefühl bei mir. Mamlakat (Chulpan Khamatova) lebt mit ihrem geistig behinderten Bruder Nasreddin (Moritz Bleibtreu) und ihrem Vater Safar in einem kleinen Dorf in Tadschikistan. Ihre Welt scheint in Ordnung bis eines Tages Mamlakat ihrer großen Liebe dem Theater folgend eine Vorstellung besucht und danach mit einem fremden Schauspieler noch ganz andere Leidenschaften teilt. Sie wird schwanger und obwohl sie es lange nicht wahrhaben will, muss sie sich schließlich doch damit abfinden. Ihr Vater durchkämmt in großer Wut alle Theater des Landes nach dem vermeintlichen Vater, doch alles verläuft ergebnislos. Dann scheint eine Rettung in Sicht, doch es ist nicht die letzte plötzliche Wendung der Geschichte. Der Film versucht zunächst mit der Urtümlichkeit des Landes zu beeindrucken. Von Beginn an erlebt man skurrile Bilder, verrückte Geschichten und keiner Figur ist Ernsthaftigkeit anzumerken. Gleichzeitig versucht der Film aber die sehr ernste Geschichte einer ledigen schwangeren Frau in einer rückständigen Gesellschaft zu thematisieren, die ausgestoßen wird bis sie irgendjemanden als Vater für ihr Kind präsentieren kann. Ein Spagat, der meiner Meinung nach, nicht gelingt. Beispiele: Mamlakat ist der Verzweiflung nah und will unbedingt abtreiben, doch der Arzt wird vor dem Krankenhaus beim Eisessen erschossen, aber nicht ohne noch schnell eine Portion mit Sirup zu bestellen, bevor er sein Leben aushaucht. Im weiteren werden mehrere Protagonisten auf einer Feier plötzlich von einer fliegenden Kuh erschlagen. Oder auch der Mann, der sich bei einem Schuss, der ihn verfehlt, so erschreckt, dass er für immer ins Koma fällt, bei dem er jedoch unglaublich laut schnarcht. Moritz Bleibtreu beeindruckt in der Darstellung des behinderten Bruders, dessen einfache Menschlichkeit ihn sehr liebenswert macht. Ebenso bleibt die Geschichte der jungen Mamlakat bis zum Ende (wieder einmal sehr ungewöhnlich) mitreißend. Aber die komödienhaften slapstick-artigen Einlagen lenken vom Thema ab und wirken sehr unpassend. Eben, wie schon erwähnt, sehr zwiespältig.
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