Wer den Ausgangspunkt der Geschichte, das Luna Llena kennt, hat sicher Spass an den Figuren, die sich sehr eigen darstellen. Ob das jedoch auch den "Durchschnittslesern" so gehen wird glaube ich nicht. Denn die Geschichte ist, wie die Figuren, eigenwillig. Am Anfang braucht es deshalb einigen Durchhaltewillen, um auch unsympathische Gestalten zu akzeptieren, da doch alle zu den "Guten" gehören. Die Geschichte will partout ohne einen Gegenlauf, ohne fiese Verbrecher oder böse Wirtschaftsbosse auskommen. Dadurch muss sie ihre Dramatik in alltäglichen Begebenheiten unterbringen und neue Nebenschauplätze einführen. Banales wird dann allzu strapaziert. Das Zusammenführen der einzelnen Handlungsstränge findet aber doch einen Abschluss, der alle zufriedenstellt. (Fast) alles wird gut, alle sind gut. Und das ist ja auch etwas Schönes bei einem Buch.