Paul Auster hat ein Drehbuch geschrieben. Das ist nicht sein erstes, denn an den legendären und großartigen Filmen „Smoke" und „Blue in the Face" war er auch mit einem Drehbuch beteiligt. „Lulu on the Bridge" ist trotzdem ein besonderes. Ist es doch das erste Buch, das er selbst verfilmt hat. Ein Regiedebüt also. Dieses ging übrigens gründlich in die Hose, aber das nur am Rande, denn das Buch ist groß. Die F.A.Z. hat dazu gesagt: „Ihm ist ein kleines Meisterwerk gelungen." Und das stimmt. Der Film, der sich dem Leser bei der Lektüre dieses Buches erschließt ist schön, bunt, leicht und doch tiefgründig. Der Jazzmusiker Izzy Maurer, Held dieser Geschichte, wird in einem Nachtclub angeschossen und er wird wohl nie wieder Musik machen können. Sein Leben scheint ihm sinnlos, bis er einen ominösen blauen Stein und durch diesen eine neue Liebe und ein neues Leben findet. Alles vermeintlich. Denn es kommt anders, als es der Leser erwarten wird und anders, als eine romantisch verklärte Geschichte normalerweise laufen sollte. Denn dieser gefundene Stein bringt eine Lawine von Ereignissen ins Rollen, die genauso ungewöhnlich sind, wie die Existenz dieses Steines an sich. Den Film, der sich im Kopf des Rezipienten abspielen wird, zu beschreiben wäre ein müßiges Unterfangen, weil dieses Buch so groß ist, daß dieser Film bei jedem Menschen anders aussehen dürfte. Bemerkenswert und nicht zu übersehen sind zwei Interviews mit Paul Auster, die am Anfang und am Ende des Buches zu finden sind und den eigentlichen Plot einrahmen. In diesen findet der geneigte Leser viele spannende und interessante Positionen und Informationen von Paul Auster und über das Buch sowie die geplante Verfilmung. Durchweg empfehlenswert und unglaublich schön. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)