Lukas ist Thords Bruder. Thord ist fünf und Lukas zwölf. Doch Lukas ist kinlicher wie Thord. Er ist vom Down-Syndrom betroffen. Dennoch mag Thord seinen Bruder sehr. Am liebsten spielen sie zusammen Fußball. Doch auf ihrem Lieblingsplatz spielen heute andere Kinder unter dem Kommando von Bennet. Der ist ein bisschen älter wie Thord, größer und stärker. Er mag Lukas nicht mitspielen lassen, nur Thord. Nach einem inneren Zweikampf spielt Thord mit Bennet und lässt Lukas stehen. Doch als Bennet gegenüber Thord grob wird geht Lukas dazwischen, um seinen kleinen Bruder zu beschützen. Da wird Thord auch wütend und mutig und sagt Bennet seine Meinung. Später spielen sie Fußball bei Thords Freundin Mimi im Garten. Uns siehe da, Bennets Anhänger kommen auch. Sie haben erkannt, dass Lukas in Ordnung ist wie er ist und dass Bennet unrecht hatte, ihn auszugrenzen.
Dagmar H. Müller erzählt die Geschichte der beiden Brüder mit viel Feingefühl. Sie beschreibt die Symptome der Krankheit aus Thords Sicht und lässt auch dessen Frust zu, dass Lukas nicht das tun kann, was Thord von ihm als großen Bruder erwartet.
Die Ende macht Mut, auch wenn es im echten Leben leider selten so ist, dass das gemeine, coole Lästermaul stehen gelassen wird und alle sich auf die Seite des Benachteiligten stellen.
Die Zeichnungen sind wunderschön. Susanne Szesny ist eine der besten Illustratorinnen überhaupt. Sanfte Farben, Aquarell Optik und ausdrucksstarke Gesichter. Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch.