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Luise. Die Kleider der Königin: Mode, Schmuck und Accessoires am preußischen Hof um 1800. Katalogbuch zur Ausstellung in Paretz bei Berlin, 31,07.2010 - 31.10.2010, Schloß Paretz
 
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Luise. Die Kleider der Königin: Mode, Schmuck und Accessoires am preußischen Hof um 1800. Katalogbuch zur Ausstellung in Paretz bei Berlin, 31,07.2010 - 31.10.2010, Schloß Paretz [Gebundene Ausgabe]

Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
  • Verlag: Hirmer Verlag Gmbh; Auflage: 1., Auflage (Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777423815
  • ISBN-13: 978-3777423814
  • Größe und/oder Gewicht: 27 x 22,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 578.273 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

An Luise lässt sich exemplarisch zeigen, wie auf der Schwelle zur Moderne erstmalig eine Mythosproduktion politisch funktioniert. [www.atertuemliches.at]

Kurzbeschreibung

Angefangen mit prachtvollen Tages- und Abendkleidern über sportive Reitkostüme, seidene Hüte und bunte Kaschmirshawls bis zur geheimnisvollen Kinnbinde und kostbaren Schmuckstücken aus dem Besitz der Königin entwirft das Katalogbuch ein Modepanorama der Zeit. Erstmals ausgewertete Quellen, darunter das Mitgift- und das Nachlaßinventar Luises, legen Zeugnis ihrer großen Leidenschaft für die Mode ab. Sei es über Vermittler in Paris oder dank der Lektüre internationaler Modejournale – die preußische Herrscherin war bestens über die aktuellen Modetrends informiert und hatte eine beachtliche, reich gefüllte Schatulle zur Verfügung, aus der Lieferanten und Schneider, Hut-, Schuh- und Handschuhmacher, Seiden- und Fächerfabrikanten, kurzum der Kleiderluxus auf hohem Niveau finanziert wurde. Mit Kleiderschenkungen von ungeheurem Wert, seien es Zobelpelze des russischen Zaren oder ein pompöses in Stahl gesticktes Ballkleid als Geschenk Napoleons, wurde darüber hin­aus Diplomatie betrieben und Politik ge­macht. Das Buch widmet sich der Mode als einem flüchtigen Phänomen, das gerade dadurch einen hervorragenden historischen Zeit­messer darstellt. An der Mode läßt sich der Wandel des Geschmacks ablesen und über diesen der Geist einer Epoche bestimmen. Entfaltet wird ein glanzvolles Mode-Spektrum des Zeitalters, in dem sich Klassizis­mus und Empire ein Stelldichein geben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das umfangreiche 288-seitige Katalogbuch der leider viel zu kurzen Ausstellung erfüllte meine kühnsten Erwartungen: Auf zahlreichen qualitativ hochwertigen Abbildungen wird einem ein Kaleidoskop der Mode der Zeit der preußischen Königin Luise geboten. Der Katalog hat nicht nur einen wissenschaftlich anspruchsvollen Textteil, sondern bereitet auch Vergnügen beim Anschauen der ansprechenden Bebilderungen. Dabei werden auch verblüffende Exponate, deren makelloser Zustand nach über 200 Jahren erstaunt, attraktiv in Szene gesetzt. Dies sind insbesondere höchst private bis intime Utensilien aus Luises Garderobe und persönlichem Besitz. Natürlich ist eine solche Ausstellung nicht allein mit den nach 200 Jahren nicht mehr allzu zahlreich vorhandenen Stücken aus Luises persönlicher Garderobe zu füllen. Dies zu erwarten wäre naiv. Doch es ist erstaunlich viel Bekleidung, die sie selbst getragen hat, abgebildet und zeitgenössischen Darstellungen gegenübergestellt. Sehr reizvoll ist dabei, dass der jeweilige bildende Künstler die Königin bzw. ihren Ehemann, König Friedrich Wilhelm III., detailgenau in der Ausstattung festhielt, die hier gezeigt wird.
Insgesamt ist das Katalogbuch sein Geld voll und ganz wert! Ich könnte den ganzen Tag darin lesen und würde trotzdem immer wieder neue und interessante Dinge entdecken!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Piratenbraten TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die zugehörige Ausstellung 2010 im Schloss Paretz habe ich mir leider nicht ansehen können; umso erfreuter war ich über die Veröffentlichung eines Katalogbuches (leider immer noch eine Seltenheit bei kleineren deutschen Ausstellungen), zumal ein zuvor ausgestrahltes TV-Special über die Restauration der Kleider Lust auf Mehr machte.
Leider bin ich von diesem Buch aber ein wenig enttäuscht.

Vorab: Aufmachung, Bindung, Druck- und Papierqualität etc. sind hervorragend, daran gibt es nichts zu meckern. Alle Fotos sind hochauflösend, es gibt viele Bilder im Großformat, und es sind generell sehr viele Abbildungen enthalten. Allerdings ist es die Auswahl derselben, die mich stört. So bekommt man über weite Strecken, ja fast über ein Drittel des Buches, "nur" Gemälde und Modekupfer (eine Art frühe Werbung in Form von Kupferstichen mit Abbildungen der aktuellsten - meistens Pariser oder Wiener - Modelle) zu sehen. "Nur" in Anführungszeichen, da all das durchaus seine Berechtigung hat und von Interesse ist. Jedoch hat man als Luisenverehrer die meisten Bilder größtenteils schon irgendwo einmal gesehen, und auch die Kupfer sind zumeist relativ einfach online zu finden oder in Archiven bzw. Museen zugänglich.

Daher wirkt die Anordnung in eben dieser geballten Ladung etwas viel auf einmal und selbst ich als Modehistoriker ertappte mich ein ums ander Mal dabei, wie ich beim Seiten umblättern wieder leicht enttäuscht auf ein weiteres Gemälde oder einen Stich traf, anstatt *endlich* auf Bilder der tatsächlich erhaltenen Kleidungsstücke. Remember, die Kleider der Königin.....

Um diese dann tatsächlich endlich zu sehen, muss man sich bis in den Katalogteil "Kleider und Accessoires" vorkämpfen (immerhin auf Seite 107 von 288). Dort erwarten einen dann wieder erstmal ein paar Seiten mit Gemälden. Ich bemängele das deswegen so weil ich denke, dass die Modegeschichte als relativ junge wissenschaftliche Disziplin sich dringend weiter von der Kunstgeschichte lösen muss als sie das bisher schon getan hat. *Natürlich* sind Porträts und Gemälde eine unerlässliche Quelle und Hilfe für Modehistoriker, doch kann es irgendwo nicht angehen, in einem Katalog, der sich um reale Exemplare drehen soll, dann über 3/4 kunstgeschichtliche Abbildungen vorzufinden, von denen einige, die Modekupfer mal ausgenommen, nicht wirklich etwas mit dem Sujet zu tun haben.

Besagter Katalogteil bietet dann auch insgesamt 12 Abbildungen von realen Kleidungsstücken, 2 davon nicht aus dem Besitz Luises und eines dieser zwei auch kein Kleidungsstück im engeren Sinne, sondern eine Modepuppe. Von den verbleibenden 10 "Kleidern" Luises sind dann 3 Spencer, 1 Rock, 1 arg zerschlissenes Parurekleidchen und - tadaaa - 5 tatsächliche Kleider, darunter natürlich mit der Courschleppe das Prunkstück der Sammlung. Dazu gesellen sich 7 Hüte, 1 Paar Schuhe, 2 Paar Handschuhe, ein Geldbeutel, das Fragment eines Haarbandes und drei oder vier Tücher.

Ja, liebe Leute, aber *das* ist mir für eine Ausstellung namens "Die KLEIDER der Königin" definitiv zu wenig! Das Ganze setzt sich fort mit einem Kapitel "Frisuren und Kosmetik", einem über "Juwelen und Pretiosen", "Kostümierungen" und schließlich "Exkurs: Luises Brauteinzug". Da bekommt man allerhand zu sehen, vom Strumpfband über eine Uniform des Leibgarderegiments, Pudertöpfchen und etlichen Klunkern bis hin zu König Friedrich Wilhelms abgeschnittenem Zopf, aber an "Kleidern der Königin" wars das.

Zwar gibt es noch jede Menge Text und wissenschaftliche Aufsätze, zum Beispiel zur Nuditätenmode um 1800, zu Modekonsum und Modeschöpfung, zu Luises Nachlass oder ihren russischen Kleidern, die in sich alle stimmig und interessant sind, doch lege ich bei einem Ausstellungskatalog den Schwerpunkt zu 2/3 auf die Abbildungen.

Das ist insgesamt bei diesem Buch, trotz der hochwertigen, großen Fotos dann doch etwas enttäuschend, vor allem weil ein Teil der Bilder, z.B. das von der Courschleppe, genauso aus den Pressebildern im Internet zu laden war und im Buch weitere Einsichten, z.B. Details der Stickereien, das zugehörige Kleid von vorne etc. einfach fehlen. Ich habe grade nicht auswendig im Kopf, ob von Luises Garderobe mehr erhalten ist als das Gezeigte, aber aus fünf erhaltenen Kleidern und etlichem Zusatzmaterial eine Ausstellung zu basteln ist das Eine; daraus einen Katalog mit einem solch spezifischen Thema zu machen ist wieder etwas ganz anderes, vor allem für den doch hohen Preis von 34,90. Da müsste dann einfach mehr geboten werden, eben Detailansichten oder gar Schnitt- oder Schemazeichnungen, oder andere Stücke aus der Zeit, nicht von Luise, aber als Vergleichsmaterial. Ich bin im Nachhinein froh, nicht den weiten Weg zur Ausstellung gefahren zu sein.

Ich habe kurzzeitig überlegt, das Buch zurückzuschicken und zu einem späteren Zeitpunkt nochmals günstiger zu erwerben; da jedoch Ausstellungskataloge die Tendenz haben, zu schnell vergriffen zu sein, werde ich es der Vollständigkeit halber behalten. Immerhin kann man hier auch schnell mal Fakten über Luise nachschlagen, ohne direkt eine Luise-Biographie in die Hand nehmen zu müssen, und hat alle Gemälde von ihr mal auf einen Blick und muss sie nicht erst zusammensuchen.
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