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Die Großmutter möchte, dass ihre Enkelin wird wie alle anderen und nimmt sie mit aufs Feld. Doch der Aufseher verbietet das. Die Plantagenbesitzerin arrangiert für den Sohn eine standesgemäße Ehe. Aber dieser schlägt sie aus und heiratet stattdessen die Dienstbotin. Er wird enterbt und die kleine Familie zieht nach New York.
Dort gibt es zwar keine allmächtigen Plantagenbesitzer, aber das Leben hält andere Hindernisse bereit. Die Mutter muss die Familie durchbringen, der Vater, das standesgemäße Leben als Herrensohn gewohnt, ist den Anforderungen regelmäßiger Arbeit nicht gewachsen.
Luisa wird wie ihre Mutter Dienstbotin, wählt den Weg, den ihre Großmutter verhindern wollte. Sie kann sich und ihren Sohn damit ernähren. Aber die Probleme ihrer Mutter wiederholen sich und ihr Sohn ...
Paula Fox kann mit Worten ganze Bilder im Kopf des Leser erwecken. Wie sie das Leben auf der Plantage schildert und im Kopf des Lesers einen farbenprächtigen Film entstehen lässt, ist ebenso meisterhaft wie die Schilderung des Lebens im Barrio in New York. Irgendwo zwischen John Steinbecks „Früchte des Zorns" und John Irvings „Das Hotel New Hampshire" ist diese Lebensgeschichte einer Dienstbotin angesiedelt und gehört zu den Texten, die den Leser lange gefangen hält. Eines der wenigen Bücher, das man zweimal lesen kann und sollte.
Und ein Beispiel dafür, was Worte vermögen, jedenfalls dann, wenn sie von einer Meisterin ihres Faches gesetzt werden.
Fazit: Für jeden Fan faszinierender Lebensgeschichten ein absolutes Muss und ein Musterbeispiel für die Kunst des Erzählens.
Und dann, 1936, sagt der Vater, der die Probleme in den sozialen Hierarchien genau beobachtet, wir bekommen eine Revolution in der Karibik und wir gehen jetzt sofort weg. Er geht mit Frau und Kind nach New York. Sie leben in einem „Latino Slum“, er arbeitet bei der Straßenreinigung, die Mutter überarbeitet sich und stirbt schließlich.
Luisa hat bei allem Elend eine gute Ausbildung in der Schule erhalten, könnte einen mutigen Schritt in ein besseres Leben wagen, schafft es einfach nicht, wird auch wie einst ihre Mutter Dienstmädchen. Sie heiratet später, bekommt ein Kind. Die Ehe scheitert, sie zieht das Kind in unvorstellbarer Armut groß, und wurstelt so vor sich hin, hat kein Glück im Leben und kein Glück mit Männern. Sie lebt ihr Leben so weiter, in kleinen Portionen unbedeutender Begebenheiten.
Wenn man diese faszinierende Lebensgeschichte über das unergründliche Herz der Frau liest, dann fragt man sich immer wieder, was ist eigentlich der Sinn des Lebens, können wir unser Leben wirklich selbst beeinflussen, oder wird es geprägt durch die Einflüsse die von außen auf uns einwirken? Manchmal ist es eine winzige Kleinigkeit, die ein Leben entscheidend verändern kann. Doch wenn man der Lethargie zum Opfer fällt, dann läuft alles in trivialer Einförmigkeit und grenzenloser Monotonie dahin.
Ein interessant zu lesendes Buch, dessen Inhalt einem Film gleich im Kopf des Lesers abläuft, meisterhaft geschildert, in einer klaren, manchmal vielleicht ein bisschen zu viel konjunktivischen Sprache. Trotzdem ein nachdenkliches, großartiges Lesevergnügen das man sich nicht entgehen lassen sollte.
P.Fox hat mit dem Buch „ Luisa" eine Menschenstudie vorgelegt, wie man sie sich ernster, tragischer und realistischer... Lesen Sie weiter...
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