Jose, die als Kunstschätzerin in einem Madrider Auktionshaus arbeitet, erhält einen Anruf von Jaime, dem Freund aus der Studienzeit, den sie viele Jahre lang aus den Augen verloren, aber nie vergessen hatte. Er teilt ihr mit, dass ihr gemeinsamer Freund Marcos sich das Leben genommen hat. Die Erzählerin blickt zurück in die Vergangenheit, als sie sich an der Kunstakademie kennenlernten, alle drei davon träumten, berühmte Maler zu werden, und das Wagnis einer leidenschaftlichen Liebe zu dritt eingingen. Jose erlebt eine wunderbare, verrückte Zeit mit dem attraktiven und sensiblen Marcos und dem eher unscheinbaren, aber phantasievollen und potenten Jaime. Der schöne Traum endet, als Jose und Jaime erkennen, dass sie beide etwas Besonderes verbindet und Marcos immer mehr zum Zuschauer in der Dreierbeziehung wird. Die Eifersucht zerstört die Harmonie. Als Jaime verschwindet, um den Problemen zu entfliehen, erhofft sich Marcos ein Glück zu zweit mit Jose, aber diese entzieht sich ihm und reist in der Welt umher, heiratet zwei Mal, aber findet kein Glück. Marcos wird als Einziger von den Dreien ein erfolgreicher Maler, aber zerbricht an seinen persönlichen Problemen. Zu Marcos Beerdigung treffen Jose und Jaime wieder zusammen ... .
Almudena Grandes erzählt wie immer auf meisterhafte Weise die Geschichte einer unmöglichen, verrückten und schließlich zum Scheitern verurteilten Liebe, die im Madrid der achtziger Jahre, in der "Movida" genannten,im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Zeit gesellschaftlicher Veränderungen und exzessiven Lebens, angesiedelt ist.
Ich habe dieses Buch im Original ("Castillos de cartón") gelesen und bedaure es ein bisschen, dass es schon auf Deutsch erschienen ist, da ich es selber sehr gern übersetzt hätte.