Oberregierungsrat Neise unternimmt in den zwanziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts eine Reise mit dem Luftschiff (Zeppelin) "Berlin". Die Reise soll über den Atlantik nach Amerika gehen. Zu damaliger Zeit ein aufregendes Unternehmen. Das Luftschiff bietet seinen ca. 70 Passagieren allen Luxus, erlesene Speisen und Weine und angenehme Bordunterhaltung.
Neise lernt schnell einige seiner Mitreisenden näher kennen, es handelt sich um karrikaturenhaft überzeichnete Persönlichkeiten: ein Großindustrieller der bergeweise Telegramme bekommt und abarbeitet, ein
schweigsamer Bärtiger, der niemanden zu registrieren scheint, ein lebender Leichnam u. s. w.. Das Wetter ist überwiegend schlecht, Nebel und Regen sind ständige Begleiter der Luftfahrt. Schließlich scheint der Zeppelin vom Kurs abgekommen zu sein, aber niemand kann Auskunft geben.
An Bord geschehen seltsame Dinge, die Ankunft in Amerika wird immer ungewisser...
Der Schreibstil des Autors ist intelligent, interessant und fesselnd; der Roman ist gut und spannend zu lesen. Die Handlung ist kafkaesk, düster, erinnert an E.T.A. Hoffmann.Der Roman ist stark interpretationsbedürftig:
Was will uns der Autor damit sagen? Ist es ein Gleichnis, von Leben und Sterben? Eine Parabel? Jeder Leser muß das für sich selbst herausfinden.