Ted Barlow, Hersteller von Wintergärten, wendet sich an die Detektivin Kate Brannigan, weil einige seiner eben angebauten Wintergärten von den Häusern verschwunden sind.
Val McDermid scheint einige Art des Krimischreibens zu beherrschen, die traditionelle (z.B. "Die Reportage"), die superspannenden ("Das Lied der Sirenen") und die totalen Langeweiler wie das vorliegende. Zugegeben, eine originelle Idee, schließlich können Wintergärten nicht verschwinden wie Hunde oder Geldscheine, aber wenn man einmal dahinter gekommen ist, wie es funktioniert - und dahinter kommt man recht schnell - ist die Geschichte so spannend wie die Funktionsbeschreibung eines Elektrogeräts. Gelegentlich witzige Dialoge helfen nicht gegen die müde Handlung.
Die genauen Hintergründe der beiden Betrugsfälle können vielleicht das Interesse von Fachleuten im Bereich Bank- und Kreditwesen oder Spekulanten wecken, aber mir ist das Feld des Hypothekenschwindels zu trocken als dass mich ein solcher Fall begeistern könnte. Sogar der unerwartete Mord - normalerweise ein probates Stilmittel, um eine eingefahrene Geschichte weiter zu treiben - kann die Spannung nicht herbeizaubern. Dass Kate stundenlang im Auto oder in Pensionszimmern hockt um Verdächtige zu observieren, mag zwar realistischer Detektivarbeit entsprechen, belebt aber keinen Roman.
Ich erhielt das Buch als Doppelband "Luftgärten" und "Skrupellos". Nach den Erfahrungen dieses Bandes habe ich die ersten Seiten des zweiten überflogen und mich entschieden, das Buch ungelesen weg zu legen.