Ich habe die Pingi Luftenfeuchter nun bereits bereits 4 Monate im Einsatz und bin sehr zufrieden mit ihnen.
Ich verwende 2 der 450 Gramm Beutel im Auto und einem in meinem Kleiderschrank. Die Feuchtigkeit in meinem 16 Jahre alten Clio hat deutlich abgenommen (erkennbar an den morgens jetzt nicht mehr beschlagenen Scheiben). Im Kleiderschrank wollte ich mögliche muffige Gerüche, bedingt durch Feuchtigkeit reduzieren. Ob der Pingi dazu das richtige Mittel ist, weiß ich nicht. Allerdings hat er beim ersten Einsatz im Kleiderschrank innerhalb von weniger als 2 Wochen mehr als 100g Gewicht zugenommen - insofern gehe ich davon aus, dass sein Einsatz auch hier nicht schadet.
Feuchtigkeitsaufnahme:
Um die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen zu überprüfen, habe ich bei mir zu Hause einen kleinen Versuchsaufbau vorgenommen. Ich habe den 450g Pingi Beutel in eine große Plastikbox, auf eine Erhöhund darin, gesetzt und die Box bis etwas unterhalb des Pingi Beutels mit Wasser gefüllt um sie anschließend luftdicht zu verschließen. Weiter habe ich in unregelmäßigen Abständen das Gewicht des Beutels mit Hilfe einer digitalen Küchenwaage überprüft. Hier die Ergebnisse:
1. Tag (direkt nach öffen der Verpackung): 470g
3. Tag: 518g
4. Tag: 533g
6. Tag: 559g
7. Tag: 574g
8. Tag: 584g
17. Tag 623g
Der Indikator wechselte dabei seine Farbe über Blau nach Rosa bis hin zu einem hellen Gelb.
Anschließen habe ich den Beutel der Anleitung entsprechend für 2 mal 6 Minuten in die Mikrowelle (Einstellung 80% von 900 Watt) gelegt und zwischen den Heizphasen auskühlen lassen.
Nach den ersten 6 Minuten in der Mikrowelle betrug das Gewicht des Beutels 577g, nach dem zweiten Gang 513g.
Ich kann also fest halten, dass der Beutel in meinem kleinen Versuchsaufbau 153 Gramm Wasser innerhalb von 17 Tagen aufgenommen hat und nach 2 Aufwärmphasen in der Mikrowelle wieder 110 Gramm Wasser abgeben konnte.
Gesundheitsaspekte:
Beunruhigt hatte mich beim Aufladen in der Mikrowelle zunächst die Tatsache, dass sie innen komplett mit Dampf bedeckt ist und auch ein leichter Geruch nach feuchter Erde entsteht. Beunruhigt desswegen, weil ich befürchtete, gesundheitsgefährdende Chemikalien setzten sich in der Mikrowelle fest, in der ich später mein Essen erwärme. Diese Befürchtungen wurden für mich aber wieder zerstreut. Der Hersteller von Pingi gibt auf seiner Seite bei FAQ an, dass der Beutelinhalt aus SiO2 (Siliciumdioxid) besteht. Auf Wikipedia wird Siliciumdioxid als ungiftiger Stoff bezeichnet und offenbar auch in Medikamenten verwendet - von daher eine Entwarnung für mich.
Der Pingi Luftenfeuchter ist in der 250g Variante momentan (08.02.2012) auch im Sortiment der Norma Filialen zu finden. Die Tatsache, dass eine großer Discounter das Produkt in sein temporäres Sortiment aufgenommen hat, ist für mich ein weiteres Indiz dafür, dass eine gesundheitsschädliche Wirkung ausgeschlossen werden kann, da Norma die Unbedenklichkeit des Produktes vor der Aufnahme ins Sortiment sicher auch hinterfragt hat.
Alles in allem, kann ich den Pingi Luftenfeuchter also nur weiterempfehlen, weil er hält was er verspricht.