Im Rahmen von Nachtdienst bin ich gezwungen, alle paar Nächte die Augen für ein bis drei Stunden zu schließen. Dies ging bislang in einem Klappbett aber die Matratze ist nun am Ende und etwas Neues musste her.
Ein handelsübliches Klappbett und das AeroBed liegen preislich in derselben Klasse. Aber ... ein AeroBed kann man, nachdem die Luft raus ist, in einem Schrank einsperren. Daher entschied ich mich für das AeroBed.
Der Artikel wurde genau einen Tag vor seinem ersten Einsatz geliefert. In weiser Voraussicht habe ich die Matratze auch gleich ausgepackt und zum Lüften aufgehängt. Das Dingens mieft nach dem Auspacken nach Plastik und Chemie, dass ein sofortiges Schlafen darauf nicht möglich wäre. Also vor der ersten Benutzung ... ERST AUSLÜFTEN :-)
Das AeroBed befindet sich bei der Lieferung in einem Rucksack.
Nach drei Monaten bin ich nun soweit, dass ich das Bett nach dem Ablassen der Luft wieder in den Rucksack bekomme. AeroBed-Neulinge müssen sich aber erst die richtige Technik erarbeiten und selbst herausfinden wie es läuft. Da wird wohl jeder seine eigene Technik entwickeln.
Um Luft in das AeroBed zu bekommen, wird ein batteriebetriebenes Gebläse mitgeliefert. Diesem sind verschiedenste Aufsätze beigelegt. Das Aufblasen geht tatsächlich in 60 bis 90 Sekunden ... wenn die Batterien voll sind. Allerdings schafft es das Gebläse nicht, die Matratze so stark aufzublasen, dass sämtliche Falten aus dem Bett gehen. Aber das will man ja eigentlich auch nicht, weil man ja sonst gleich auf einer Betonplatte schlafen könnte.
Leider hat das AeroBed nur ein einziges GROSSES Ventil, über das man keine handelsüblichen, manuellen Luftpumpen betreiben kann. Das Bett ist nur mit elektrischen Pumpen, die einen großen Aufsatz haben, aufzublasen. Ich blase das Bett mit einer Pumpe auf, die ich bei einer bekannten Discounter-Kette erstanden habe und die über die Steckdose mit Strom versorgt wird. Das klappt einwandfrei.
Das Ablassen der Luft ist anfangs auch nicht ganz einfach. In der Matratze, vor dem Ventil, sitzt so eine Art Gummideckel, der sich bei hohem Druck von innen vor das Ventil legt und somit das Ventil von innen abdichtet. Aber man kommt mit der Zeit dahinter wie es läuft. Wichtig nach dem Aufblasen ist, dass dieser erwähnte Ventildeckel wirklich sauber von innen über der Öffnung liegt. Sonst entweicht Luft aus dem Bett.
Und zuletzt ist bei der Velours-Oberfläche zu beachten, dass dort jeder Fussel hängen bleibt. Sowohl von den Dingen, die oben auf dem Bett liegen als auch von Fusseln auf dem Boden. Beim Abbau des Betts sollte man tunlichst darauf achten, dass die Unterseite der Matratze nicht mit der Velours-Oberseite in Kontakt kommt.
Pro:
- schnell aufgeblasen/aufgebaut
- schnell abgebaut
- leicht und schnell zu transportieren
- gut zu verstauen
- bequemes Liegen
- durch die batteriebetriebene Pumpe überall einsetzbar
Kontra:
- Batterien müssen hin und wieder nachgekauft werden
- nur ein Ventil für große Aufsätze vorhanden
- kein Aufblasen mit einer manuellen Standardluftpumpe möglich
- Velours-Oberfläche sammelt Fussel und Schmutz
- müffelt beim ersten Auspacken furchtbar nach Plastik
Fazit:
Ich besitze das AeroBed bei Erstellung dieser Rezession nun etwas über 3 Monate. Ich habe mittlerweile eine Technik beim Abbau des Betts entwickelt, welche es mir ermöglicht, das Teil innerhalb von einer Minute luftleer und unter Beachtung der Empfindlichkeit der Velours-Oberfläche zu verpacken.
Es ist immer noch dicht und ich schlafe bestens drauf.