Ich schließe mich den positiven Rezensionen an. Das Buch war in jeder Minute unterhaltsam.
Den negativen Rezensionen widerspreche ich in fast jeder Hinsicht. Ich empfand es weder als unnötig in die Länge gezogen, noch habe ich diese Geschichte anders verpackt vorher schon hundertmal serviert bekommen. Im Gegenteil, es war nach langer Zeit einmal wieder Stoff diesen Genres, der wirklich Spaß gemacht hat und eben nichts vom drögen Katz- und Mausspiel verschiedener "Frauenromane" hatte.
Was die Sprache betrifft, sicher war es nichts Schöngeistiges wie beispielsweise "Salz auf unserer Haut", jedoch habe ich mich auch nicht an vermeintlichen Grobheiten gestört. Die Story las sich locker dahin, die Dialoge waren ungekünstelt.
Vergeblich schaue ich außerdem nach der Stelle, an der Witz oder Hochspannung versprochen wurden. Wenn ich Lektüre will, bei dem ich mich vor Lachen kringele, lese ich vielleicht Bücher von Steffi von Wolff. Suche ich was, das mich unter Strom setzt, tut es möglicherweise Ken Follett. Meiner Meinung nach hat der Klappentext (ausnahmsweise) weder zu viel versprochen und noch zu weit vorweg gegriffen. Dass das Buch so schöne Moment birgt, lässt der Klappentext nicht mal erahnen.
Was ich bekommen habe, war eine runde Geschichte, die ich nur zu gern weiter empfehle. Das hab ich bereits bei zwei Freundinnen getan und so dafür gesorgt, dass ihre Männer sie für einen ganzen Tag weder sahen noch hörten.
Ihnen ging es wohl wie mir ... sie waren ein bisschen sehnsüchtig nach Australien, ein bisschen gefangen in einer Parallelwelt, ein bisschen mit Lucy in Nathan verknallt (den zerzausten, Gitarre spielenden Surfertypen, den wir so oder so ähnlich früher auch mal kannten), ein bisschen verzweifelt über die vertrackte Situation, ein bisschen überrumpelt von den beim Lesen auf einen überspringenden Gefühlen ... und am Schluss natürlich ein bisschen traurig, dass das Buch zu Ende ist.