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Lucky Luke, Bd.54, Die Daltons und der Psycho-Doc
 
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Lucky Luke, Bd.54, Die Daltons und der Psycho-Doc [Taschenbuch]

Morris , René Goscinny , Gudrun Penndorf
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Taschenbuch
  • ISBN-10: 3770401654
  • ISBN-13: 978-3770401659
  • Größe und/oder Gewicht: 29 x 22 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 510.731 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prof. Dr. Dr. Otto von Himbeergeist kommt in diesem Band nach Amerika wo er beweisen will, dass Kriminelle krank sind und geheilt werden können. Als Versuchskaninchen werden die Daltons bestimmt. Diese aberwitzige Parodie, die die Bestrafungsmethoden aufs Korn nimmt, hat umwerfend komische Zeichnungen und eine riesige Fülle an Gags zu bieten. Der Psycho-Doc braucht kaum etwas zu sagen, und schon schütten ihm die Gesprächspartner das Herz aus. Die Geschichte wäre fast perfekt. Leider ist der zweite Teil insgesamt weniger gut.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
In Wien eröffnet der kleine Sigmund dem Kindermädchen noch ganz neue Perspektiven, da hat schon ein gewisser Professor Dr.Dr. Otto von Himbeergeist eine bahnbrechende neue Hypothese auf Lager: Alle Kriminellen seien nur krank aufgrund traumatischer Erlebnisse in ihrer Kindheit. Man brauche also nur noch das zugrunde liegende Trauma herauszufinden, und schon sei der Kriminelle geheilt und ein nützliches Mitglied der Gesellschaft.
Das muss der Professor jetzt nur noch beweisen, und zu diesem Zweck will er die berüchtigsten Banditen des Wilden Westens -- na, wen wohl? -- auf der Couch therapieren. Joe Dalton, der kleinste und gemeinste der vier, wittert natürlich sofort die Chance, aus dem Gefängnis wieder freizukommen. So schwer kann das doch nicht sein, den Geläuterten zu markieren! Professor Himbeergeist bezieht zu medizinischen Zwecken zusammen mit den Daltons (und natürlich Rantanplan) eine verlassene Ranch, wo er die vier in den Erinnerungen an ihre glückliche Kindheit graben lässt: Sonntags ging die ganze Familie zusammen zum Postkutschenüberfall, und zum Geburtstag bekam Papa Dalton einen Überfall auf den Zug, der die Banker zur Hauptversammlung bringen sollte...
Lucky Luke ist entsetzt und übernimmt die Aufgabe, den Therapieverlauf seinerseits zu überwachen.
Die Therapie scheint trotz gewisser Rückschläge, etwa der Konfrontation von Averell mit den kulinarischen Köstlichkeiten des Abendlandes, Fortschritte zu machen: Die Daltons sind statt mit Banküberfällen neuerdings mit Deckchensticken zugange, während Lucky Luke zunehmend nervöser wird und sich deswegen von seinem Jolly Jumper viele süffisante Ratschläge gefallen lassen muss.

Aber auf die Bosheit der Daltons ist natürlich Verlass: Joe macht sich seinerseits psychotherapeutische Verfahren zunutze, mit beachtlichem Erfolg: Auch in Professor Himbeergeists Kindheit lauert ein traumatisches Erlebnis... Dank Joes neuerworbenen Kenntnissen können die Brüder Dalton wieder Banken überfallen, wenngleich unter neuer Leitung und mit ungewohnten Methoden. Lucky Luke scheint ausgetrickst -- aber keine Sorge: Auch auf die Dummheit der Daltons im Allgemeinen und der Dämlichkeit von Averell im Besonderen ist schließlich Verlass. Und der poor lonesome cowboy reitet am Ende wieder ruhigen Gemüts gen Sonnenuntergang.

"Die Daltons und der Psycho-Doc" ist viel witziger, als der verhaute deutsche Titel argwöhnen lässt (Im Original "La guérison des Dalton" ist lediglich ganz sachlich von der "Heilung" die Rede). Zum einen sorgen die Heilungsmethoden des Professor Himbeergeist (für diesen Namen kann die Übersetzerin nichts; im frz. Original heißt der Professor auch so; und auf Französisch wirkt das sicher komischer) für etliche amüsante Offenbarungen: Kaum betritt er einen Raum, gestehen die Anwesenden ihre geheimsten Kindheitsträume und -missetaten und bestätigen Himbeergeists Hypothese. Allerdings leiert dieser Gag mit der Zeit etwas aus, mangels witziger Variantionen verläuft er stets nach demselben Muster.
Mitunter wird man Zeuge erstaunlicher Heilungen; Eisenbahnräuber gehen in sich, Bankdirektoren mutieren zu glücklichen Tramps... Als richtig spektakulär erweisen sich die vorübergehenden Auswirkungen der Psychotherapie auf Rantanplan. Da verschlägt's einmal sogar Jolly Jumper das Wiehern.
Und wie immer in Goscinnys Plots ist die Handlung garniert mit vielen kleinen Gags am Rande, die die Handlung erst so richtig würzen -- sei's Rantanplans Vaterkomplex, sei es das maigrüne Stickgarn (Wer außer den Daltons würde schon maigrünes Stickgarn klauen?!), sei es ein dank Professor Himbeergeist völlig verwandelter ehemaliger Säufer mit verblüffendem Lieblingsessen... und nicht zu vergessen Lucky Lukes zunehmend zerrüttetes Nervensystem und Jolly Jumpers exzentrische Reaktionen darauf.

Außer dem bereits erwähnten, etwas allzu routinierten Gag über die Kindheitserlebnisse krankt der Plot gegen Ende auch daran, dass ein wenig zu viele Zufälle bemüht werden müssen, damit Lucky Luke wieder alles ins rechte Lot bringen kann. Aber sonst empfehlen sich Lucky Lukes Abenteuer auch diesmal wieder als wirksame Therapie gegen allzu depressive Momente: Seine Nebenwirkungen sind durchweg erstrebenswert.
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