Mann sowas habe ich ja seit ca. 10 Jahren nicht mehr gehört. Während die meisten Death-Black Metal Bands, wenn man sie als "Metal" Band bezeichnen darf, entweder verweichlichen oder sich im Göteborgstil verennen (z.b. Naglfar) bleiben die vier Österreicher der ursprünglichen Art und Weise brutalsten Black-Death Metal zu spielen treu und dürfen sich zurecht die Überschrift "Surpreme Death-Black Metal Art" auf das Buch mit den Songtexten schreiben.
Streng in der Tradition der Extremen Alpen-Combos wie "Puntchent Stench", "Dornenreich" oder auch "Summoning" wird diese Band kontrovers diskutiert, denn sie wagen sich selbst heutzutage noch ihren wirklich eigenen Stil durchzusetzen und sich wirklich um keine Mode (ja die gibts auch im extremsten Metal) zu scheren und liefern ein unglaubliches Album ab, das eigentlich vom ersten Moment an fesselt und einen nicht mehr losläst, wenn man mit den extremen Stil der Österreicher zurechtkommt. Denn vom Aggressionsgehalt der Songs braucht man sich wirklich nicht hinter Alben wie Behemoths Demigod oder auch Gorgoroths Destroyer, wenn man dieses überhaupt miteinander vergleichen kann, zu verstecken. 35 Minuten voller Wucht und Härte im Kampf gegen das Christentum. Und das mit einer schon fast beängstigenden Überzeugung (das beweisen vor allem die Texte und die Cover- und Bootleggestaltung).
Aber am meisten beeindruckt mich die Fähigkeit der Musiker an ihren Instrumenten, die Art und Weise wie man die Ideen umsetzt, beinahe Fehlerlos auch die schnellste Passage wie ein Spiel klingen lässt. Und zwar an jedem Instrument.
Auch die Art und Weise wie komponiert wird lässt mich teilweise mit offenem Mund dasitzen und die Welt um mich herum vergessen. Es werden ausdrucksstarke Songs mit den wirklich tollen Vocals gemischt, das jederzeit der Eindruck des 100% Einsatzes der Musiker hinterbleibt und beim Hörer ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen bleibt. Zweistimmige Gitarrenläufe mit einer Liebe zum Detail, auch beim zehnten Durchlauf hört man anderes heraus, erfreut man sich an den Songs. Es wird mit den Melodien gespielt, des Thema leicht verändert, geschickt die Soli ein- und ausgeleitet (und nicht nur durch den Drummer), die Rhythmussektion knüpft einen Teppich auf dem die beiden Leadgittaristen eifrig um die Wette spielen können. Wirklich beeindruckend, und trotz der unglaublichen Kompromisslosigkeit ist eine eindeutige Eigenständigkeit der Songs zu erkennen. Für mich eins derer Alben, die man sich in Ruhe anhören sollte und auch noch in zehn Jahren nicht ihre Stärke verloren haben dürfte.
Zum Abschluss noch ein paar Sätze zur Band. Man kann von den Österreichern ja halten was man will und die Darstellungen vor allem im Bootleg sind Teilweise schon sehr derb, aber ich denke wen das nicht interessiert und wer sich mal wieder richtig guten METAL anhören will, wie er zu At The Gates "Slaughter Of The Soul"-Zeiten angehört hat (nur noch ein bisschen härter) der sollte zuschlagen, es entgeht euch wirklich was!
5 PUNKTE