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Lucian Freud - Porträts
 
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Lucian Freud - Porträts [Gebundene Ausgabe]

Sarah Howgate , Michael Auping , John Richardson
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 39,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Prestel Verlag (27. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791347071
  • ISBN-13: 978-3791347073
  • Größe und/oder Gewicht: 30,2 x 23,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 308.941 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Einer der bedeutendsten Porträtmaler des 20. Jahrhunderts - Komplette Werkübersicht über die Porträts aus sieben Jahrzehnten

Der 2011 verstorbene Maler Lucian Freud galt zu Lebzeiten als „größter lebender realistischer Maler“ – und als teuerster: Sein Porträt einer stark übergewichtigen Frau, „Benefits Supervisor Sleeping“, kam 2008 für 33,6 Millionen Dollar unter den Hammer und erzielte damit den höchsten Preis, der je für das Werk eines lebenden Künstlers gezahlt wurde. Der Band mit 130 Porträts aus sieben Jahrzehnten – Gemälden, Zeichnungen und Radierungen – präsentiert eine komplette Werkübersicht. In bislang unveröffentlichten Interviews spricht der Künstler über die besonderen Herausforderungen der Aktmalerei und des Selbstporträts.

Über den Autor

Sarah Howgate ist Kuratorin für zeitgenössische Porträts in der National Portrait Gallery in London. Zuletzt betreute sie eine große Retrospektive über die Porträtkunst David Hockneys in der National Portrait Gallery, London, im Museum of Fine Arts, Boston, sowie im Los Angeles County Museum of Art.

Michael Auping ist leitender Kurator des Modern Art Museum in Fort Worth, Texas. Daneben ist er bekannt für seine Forschungen über den abstrakten Expressionismus.

John Richardson ist Autor zahlreicher Publikationen im Kunstbereich und war ein Freund und Vertrauter des Künstlers Lucian Freud.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dies ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die derzeit und noch bis zum 27.5.2012 in der National Portrait Gallery in London gezeigt wird. Leider konnte der Künstler an dem Ereignis, das seit 2006 geplant ist, nicht mehr teilnehmen, denn er verstarb am 20. Juli 2011 im Alter von 88 Jahren. Sein Tod allerdings hatte keinen keinen Einfluss auf die Ausstellung. Die Auswahl der Exponate wurde noch mit dem Künstler und seinem Assistenten im Dialog mit Michael Auping, dem Chefkurator des Modern Art Museum of Fort Worth getroffen. Dabei hat die Realisierung der Ausstellung viele Jahre in Anspruch genommen und wurde nur durch die großzügige Unterstützung von Museen und Sammlern realisierbar.

Neben dem Katalogteil, der Gemälde, Zeichnungen und Radierungen beinhaltet, hat der Leser die Chance mehr über den Künstler und dessen Werk aufgrund eines der Einleitung vorangestellten Essays von John Richardson mit dem Titel In Memoriam Lucian Freud", den dann einleitenden Worten von Sarah Hogate sowie ihrem Essay "Menschen in Räumen" als auch Michael Aupings Essay "Freud aus amerikanischer Sicht" und nicht zuletzt durch das im Buch abgedruckte Gespräch zwischen Freud und Auping in Erfahrung zu bringen.

Die Werke Freuds waren von Anfang an vom Porträt bestimmt. Mitte der 1960er Jahre begann sich der Künstler mit der Darstellung des gesamten Körpers auseinanderzusetzen, anstelle sich nur auf den Kopf zu konzentrieren. Mit dem Porträt seiner Mutter Lucie steht Freud in langer Tradition von Söhnen, die ihre Mütter auf die Leinwand bannten, wie die Beispiele von Rembrandt bis Whistler verdeutlichen, (vgl.: S.26).

Freud schuf sehr viele Selbstporträts, weil er begreifen wollte, welche Anstrengungen die Modelle auf sich nehmen mussten. Zu Beginn der 1990er Jahre dann war sein Ruf als ein moderner Meister der Figuration auch international unangefochten. Wie man erfährt, spielte der Künstler Interpretationen stets herunter, die auf die Geschichte hinter einem Porträt abzielten. Auffallend ist, dass in der Welt dieses Künstlers niemand idealisiert dargestellt wird und er offensichtlich unerschrocken in der Politik der Geschlechter war.

Lesenswert auch ist die Biografie Rosie Broadleys über den Künstler. Auf diesen insgesamt 17 Seiten hat man Gelegenheit auch viele Privatfotos von ihm kennenzulernen, u.a. eines, das ihn gemeinsam mit seinem Großvater Sigmund Freud zeigt.

Freud war in der Beurteilung Sarah Howgates ein hochintelligenter und disziplinierter Maler, der stets über betont eigenwillige Vorstellungen verfügte und sich mit ganz grundverschiedenen Malern auseinandersetzte. Auf vielfältige Weise sind seine Gemälde, selbst jene von Tieren, alle Porträts, was damit zusammenhängt, dass Freud Hunde und Pferde als Seelenverwandte begriff.

Die meisten seiner Poträts , die im Katalog gezeigt werden sind beeindruckende Charakterstudien. Seine Aktbilder sind für mich gewöhnungsbedürftig, weil sie meinem Ästhetikempfinden nicht gerade entgegenkommen. Michael Auping schreibt in seinem Essay"Beim Blick auf einige von Freuds Akten fällt es schwer, nicht zu überlegen, wie sein Großvater gedacht hätte. (Zitat S. 51). Stimmt genau. Auf dessen Analyse wäre ich sehr neugierig. Schade, dass er sie nicht mehr für uns alle zu Papier bringen kann.

Ein gelungener Katalog. Empfehlenswert.
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