Lespress-Rezension
"Erfolgreiche Journalistin" trifft "überaus versierte Mechanikerin", diese noch dazu mit dem schönen Lesbennamen Lucas - soweit die durchaus vielversprechende Ankündigung. Leider passiert dann über Hunderte von Seiten gar nichts, zumindest nichts Aufregendes. Die Handlung schleppt sich dahin. Beinahe jeder zweite Satz ist überflüssig, da nur etwas wiederholt, vertieft oder anders ausgedrückt wird. Von Tempo keine Rede. Überhaupt nicht. Kein bißchen. In solcherart poetisch sein wollendem Stil erfährt die Leserin, die zähneknirschend durchhält, von dem Umzug der Journalistin in eine Kleinstadt, von gelegentlichen Treffen mit ihrem Vater, von einem alten Motorrad, dem sie eigentlich nichts abgewinnen kann, durch das sie aber immerhin Lucas kennenlernt. Lucas, die Rätselhafte. Der sie dann anfängt hinterherzuspionieren - bäh! "Zwielichtige Bauspekulationen sowie die faschistoiden Tendenzen einer Bürgerinitiative packen die Protagonistin bei ihrer journalistischen Neugier", verheißt der Klappentext, aber auch ihre Neugier bringt keine Spannung in die Handlung. Die Journalistin sitzt untätig herum und wartet tagelang auf einen Anruf; ihren einzigen Auftrag schiebt sie derweil auf dem Schreibtisch herum. Am Ende wird sich das Rätsel um Lucas beinahe ohne ihr Zutun lösen; die faschistoide Bürgerinitiative verschwand schon vorher irgendwie aus dem Blickfeld. Gähn, ein völlig verschenkter Stoff. Hoffentlich wurden für dieses auf fast 400 Seiten ausgewalzte Geschreibsel wenigstens keine Zirbelkiefern gefällt.
Irene Hummel
Pressestimmen
"In ihrem Roman Lucas erzählt Susanne Englmayer eine Liebesgeschichte schlüssig und echt. Und weil es eine lyrische Lovestory ist, funktioniert sie nicht nach Schema F und reibt sich an der Wirklichkeit. Wie alle echten Liebesgeschichten." Wuppertaler Rundschau
Kurzbeschreibung
Journalistin verliebt sich in eine toughe Mechanikerin und gerät kurz darauf in eine Reihe von mysteriösen Vorfällen und geheimen Machenschaften.