Peter Horton, das war einmal ein durchaus begabter Komponist und Liedermacher. In der Vergangenheit war es in erster Linie die charmante Mischung aus klassischen Strukturen mit Elementen aus Pop und Jazz, die hörenswert und gleichfalls originell, weil eigen, war. Insbesondere seine Duoarbeit, zunächst mit dem Gitarristen Sigi Schwab, später mit der Pianisten und zeitweiligen Ehefrau Slava Kantcheff.
Seit einiger Zeit jedoch ist Horton auf neuer Sinnsuche; das geht heutzutage üblicherweise einher mit esoterischen Studien; auf einmal schafft man Tondokumente zum Meditieren und vergisst dabei auch niemals schwülstige, gleichwohl inhaltsarme Booklettexte zu verfassen. Es mag sein, daß es einen Markt und einen Bedarf für derlei falen Schmäh gibt. Und sicherlich wird es Leute geben, die langweilige, entsetzlich statische - fast schämt man sich in diesem Zusammenhang den Begriff zu verwenden!-
"Musik" als Hintergrundtapete für spirituelle Eigenstudien verwenden. In Ordnung! Immer tolerant bleiben. Nur: Wo ist der Peter Horton, der sein Gitarre/Klavier - Duo früher "Feuerfinger" nannte; der nichts als schöne - im besten Sinne - ,schöne, moderne Kammermusik für diese Besetzung schrieb. Mit den Räucherstäbchen in Luft aufgelöst? Mitsamt der gitarristischen Fähigkeiten? Sieht so aus! Daher: Ein Sympathiestern von einem ehemaligen Bewunderer; ansonsten: Finger weg! Es sei denn, es ist gerade meditativer Tanz angesagt.