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Moviemans Kommentar zur DVD: Die Disc bietet einwandfreie Bildwerte. Akustisch hapert es etwas bei der deutschen Tonfassung. das Original hingegen vermag von vorne bis hinten zu überzeugen. Lediglich die Soundeffekte könnten ein wenig mehr Power vertragen. Die Extras sind umfangreich, nur leider nicht untertitelt.
Bild: Das Bild kann vor allem durch gute Detailauflösung überzeugen (Travoltas Bartstoppeln, 00:14:39). Dabei werden immer wieder perfekte Lichtstimmungen eingefangen, die es schaffen, berauschende Farbtöne (Gesicht, 00:15:26) zu kreieren. Die Kontrastwerte wissen unzählige Abstufungen darzustellen. Lediglich im Haus finden sich immer wieder graustichige Aspekte, aus denen nicht ganz ausgeschöpfte Facetten sprechen. Im allgemeinen aber bietet sich ein sehr vorbildliches Bild, das von Artefakten und Rauschen weitestgehend verschont bleibt. Nur selten flimmern feine Muster minimal (Balkon, 00:39:06).
Ton: Das Original bietet ein breites Spektrum an Kulisse, die sich lebhaft und voll vermittelt. Die Front wirkt hier einfach besser ausgespielt als in der deutschen DD 5.1-Fassung, die auch sprachlich nicht mit dem Original mithalten kann. Letzteres ist mit kräftigen Höhen wie Tiefen gesegnet, während die deutsche Version, die zudem wesentlich leiser ausfällt, die mittleren Tonlagen in den Vordergrund stellt, was etwas monoton ausfällt. Von Vitalität kann da weniger die Rede sein. Effekte hingegen fallen auch im Original nicht allzu kräftig aus. Ein Fernsehapparat, der zertrümmert wird, zerschallt nur in der Front auf dem Boden. Auch die Musik könnte in den hinteren Boxen etwas kräftiger angelegt sein. Die schwüle Atmosphäre New Orleans überträgt sich plastisch durch die subtil aus allen Kanälen dringenden Grillen und Vögel (00:36:41).
Extras: Die reichhaltigen Extras bieten alles, was das Herz begehrt. Etwas bitter mag sein, dass die Extras nicht untertitelt sind. Ein Audiokommentar mit Shainee Gabel (Regie) gibt Aufschluss über Details des Drehs. Die Interviews mit Cast und Crew zeigen die Stars hautnah von ihrer privaten Seite. Aber auch Produzenten kommen zu Wort. Interviews existieren von John Travolta (4:10 min.), Scarlett Johansson (3:25 min.), Gabriel Macht (4:03 min.) Shainee Gabel (4:58 min.), den Produzenten David Lancaster (2:24 min.) und R. Paul Miller (1:58 min.) sowie Produktionsdesignerin Sharon Lomofsky (2:10 min.). Ein Making Of (28:05 min.) bringt Kommentare zu Bildern aus dem Film und berichtet darüber, wie die Idee zum Film entstand, was die Regisseurin inspirierte und wie die Schauspieler den Inhalt einschätzen. Auch über die Auswahl der Schauspieler wird gesprochen. Das Behind the Scenes (9:14 min.) ist ein dokumentarisches Potpourri aus Bildern von den Dreharbeiten. Die Deleted Scenes bieten acht, einzeln anwählbare Szenen (10:11 min.), die aber leider unkommentiert bleiben. Weiterhin bietet das Bonusmaterial deutschen (2:11 min.) und englischen (2:15 min.) Kinotrailer, die Filmografien von John Travolta, Scarlett Johansson, Gabriel Macht und Deborah Kara Unger und eine Bildergalerie zum durchklicken, die in hochwertiger Qualität daher kommt. Eine Trailershow mit sechs Programmtipps schließt das Zusatzmaterial ab. Eine runde Sache, nur Schade, dass die Untertitel vernachlässigt wurden. --movieman.de
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Als die blutjunge Purslane Hominy Will, gespielt von Scarlet Johanson, vom Tod ihrer Mutter erfährt, eilt sie in die alte Heimat New Orleans. Hier, im heruntergekommenen Holzhaus ihrer Mutter "leben" der ehemalige College-Literatur Prof. Bobby Long (John Travolta) und sein ehemaliger Assistent und heutiger Stichwortgeber Lawson Pines ( Neuentdeckung: Gabriel Macht). Deren Tage bestehen wundervollerweise aus Gin, Wodka, Gitarren-Blues, Zigaretten,Literatur-Zitaten, Schlafen und abhängen mit Freunden. Das geruhsame Leben hat mit Pursys Einzug in das gemeinsam geerbte Haus ein jähes Ende. Ihr zuzuschauen, wie sie nicht nur das Haus, die Minibar und das Leben der beiden Versager ausmistet, ist ein wahres Vergnügen. Dabei stößt sie nicht nur auf Spuren zu ihrer längst fremdgewordenen Junkie-Mutter sondern auch auf Erinnerungen aus ihrer längst vergangenen Kindheit.
Travolta in einer seiner ungewöhnlichsten Rollen, als weißhaariger, schmerbäuchiger Diabetiker-Trinker ist berührend, er fordert Johanson und spielt selbst mit einer grandiosen Lässigkeit. Zudem singt er einige Songs des Soundtrack selbst, und zwar wunderbar warmherzig und selbstironisch. Johanson ist eine wahre Augenweide, die mit jedem ihrer Filme immer besser wird (nehmen wir die "Insel" mal aus). Wer die DVD kauft, kann sich den Soundtrack von Nathan Larson gleich mitbestellen, für das perfekte New Orleans Feeling zu Hause.
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