...denn traurige Schiksale habe ich schon beruflich jeden Tag auf dem Schreibtisch, da brauche ich zum Abschalten und Akkus Aufladen am Abend eher was von der Sorte "and they live happily ever after".
Da aber wirklich ALLE WELT von dem Buch spricht, habe ich mich schließlich doch überwunden und es beim Kauf anderer Bücher einfach mitgenommen.
Ich bin froh darüber, aus mehreren Gründen:
- Ich habe zwar noch nie ein Buch gelesen, das mich derart aufgewühlt und in Tränen ausbrechen lassen hat, aber es hat eben gleichzeitig auch eine unglaublich positive Botschaft: Lieben und geliebt zu werden ist das Wichtigste im Leben und das Band zweier in Liebe verbundener Menschen überdauert sogar den Tod, denn die gemeinsamen Erinnerungen schmerzen nicht nur, sondern man zehrt auch das gesamte restliche Leben von ihnen und sie tragen einen während man weiter geht in eine ungewisse Zukunft.
- Man denkt automatisch durch die Identifikation mit Holly über die eigenen Beziehungen zu Ehemann/Partner, Familie und Freunden nach und gräbt das im Alltag oftmals verschüttete Gefühl für deren Wichtigkeit wieder aus.
- Das Buch hat auch nachdem ich es ausgelesen hatte Spuren in meinem Herzen hinterlassen, indem es mich beständig mahnt, mein Glück nicht als sebstverständlich anzusehen, sondern es als etwas besonders Wertvolles zu schätzen.
Ich habe es nicht bereut, das Buch in der Muttersprache der Autorin zu lesen, denn bei Übersetzungen geht gerade in der Beschreibung von Gefühlen meist sehr viel verloren.