Bin sehr positiv überrascht vom Debütalbum des 27-jährigen Australiers Daniel Merriweather. "Change" hat mir im Radio schon gut gefallen, seine Stimme erinnerte mich an Terence Trent D'arby, den ich auch sehr gerne höre - und schwupps war das Album bestellt. Und das ist überraschend gut. Merriweather kombiniert guten alten Soul mit modernen Elementen, wie z.B. Hip-Hop. Seine Vorbilder sind u.a. Stevie Wonder, Otis Redding und Jeff Buckley. Es freut mich auch, dass er sich auf der CD bei Vivaldi und Johann Sebastian Bach für ihre Inspiration bedankt. Als Straßenmusiker in Melbourne fing alles an.
"Change" gefällt mir ausgesprochen gut - ein Song, den man tausend mal anhören kann, der nicht langweilig wird und der extrem tanzbar ist. Auf dem Album gefallen mir mindestens ebenso gut "Impossible", "Red", die Trennungs-Hymne "Getting Out", die von der Illusion handelt, dass man jemandem sehr viel bedeutet, aber in Wirklichkeit ist es gar nicht so, und "Giving everything for free", das letzte Stück. Keine großen Kracher, sondern ruhige, sehr durchdachte Lieder mit dem gewissen Groove. Merriweather besitzt ein erstaunliches Potenzial sowohl was die Stimme als auch, was das Songwriting angeht.
Überrascht hat mich auch seine Adaption an "California Dreaming" von The Mamas an the Papas mit dem Song "Could you"- die ist Merriweather ebenfalls gelungen. Mit "For your Money" kann ich nicht so viel anfangen, da nervt mich das In-die-Höhe-schrauben zum Schluss des Liedes ziemlich. Dennoch tut das meiner Bewertung keinen Abbruch - ich gebe volle Punktzahl für diesen vielversprechenden jungen Künstler.