Als Producer und Songwriter für Größen wie Rihanna machte sich Terius Youngdell Nash alias The Dream in den letzten Jahren bereits einen Namen. 2007 hieß es dann Vorhang auf und die Show kann beginnen, denn The Dream lieferte uns sein cooles Debutalbum "Love Hate" ab. 2 Jahre später steht nun das Nachfolgewerk in den Startlöchern. Dieses erscheint unter The Dreams Label Radio Killa sowie Def Jam und ebenfalls wie J. Holidays Sophomore Werk am 10. März (US Release). "Love Vs Hate" heißt das gute Stück, auf dem uns The Dream zusammen mit Christopher "Tricky" Stewart, Lil Jon und LOS Da Mystro 14 brandneue Tracks um die Ohren haut. Für Gastauftritte sorgen der eben schon als Producer angesprochenen Lil Jon, sowie Kanye West als auch Mariah Carey.
Nach einem 8 sekündigen Intro, das nicht so wirklich einen Sinn ergibt geht es dann mit "Rockin that shit" in die Vollen. Ein langsam gehaltener Song mit brachial ausgelegtem Beat, der durch schrille und schräge Synthes aufgefrischt wird prägt sich sofort in unseren Schädel ein und The Dream liefert unter Einsatz seiner wunderbaren Stimme einen großartigen Job ab. Funkig, discolastig und sehr elektronisch lässt die Kollabo "Walking on the moon" mit Kanye West auf sich warten. Der Track hat auf jeden Fall Style, auch durch Kanye der mal wieder ohne Autotune auskommt und sticht besonders heraus, da er nicht so ganz zum Rest des Longplayers passt. Für die Zartgemüter unter uns gibt es jetzt eine man kann schon fast sagen Ballade namens "My Love" für die sich Dream niemand geringeren als Mariah Carey zur Seite geholt hat. Wundervolle Klänge schaffen eine relaxte und wohlfühlende Atmosphäre die durch den tollen Beat aus Snaps und Bässen noch besser zur Geltung kommen lässt. Mariah Carey geht an die Grenzen ihrer Stimme und ergänzt sich perfekt mit Dream. "Put it down" klingt dann von der ganzen Machart, dem Beat und dem Rhytmus wie eine Kopie von J. Holiday's Hitsingle "Bed", die ja aus den Federn von The Dream stammt und auch "Sweat it out" kann mich nicht so vollkommen überzeugen wie z. B. die ersten 3 Songs vom bisher gehörten. Durchaus clubtauglich geht "Take you home 2 my mama" an den Start mit Snaps, Kickbässen und einem Synthegewitter, das zu einem heißen Tanz einem netten Mädel (aus sicht einer Frau natürlich Jungen *gg*) veranlässt. Dem Albumtitel wurden auch gleich 2 Tracks gewählt und zwar "Love vs hate" sowie dem Part 2 hierzu. Das "Original" besticht durch verschiedene Basslines und ständigem Synthewirbel, wohingegen Part 2 etwas mehr Down South Charakter aufweist mit Snaps, mörderischen Bässen und crunkigen "Ayyy" Rufen. Nun haltet euch fest, denn mit "Fancy" packt The Dream ein Stück aus, das kaum ergreifender und packender hätte sein können, sowie Gänsehautfaktor inbegriffen hat. Die geheimnissvolle Klaviermelodie ist das Prunkstück dieses Liedes, ein Melodieerlebniss der ganz anderen Art, welches auch ohne richtigen Beat auskommt und Dreams butterweiche Stimme nicht passender hätte in den Vordergrund hätte stellen können. Mit "Right side of my brain" und "Mr. Yeah" schwächelt das Album dann wieder ein ganz kleines bisschen gegenüber zu vielen anderen Songs, aber dennoch stehen auch diese auf einem qualitativ hochwertigem Niveau - keine Frage. "Kellys 12 Play" ist ein ziemlich fresher Track mit futuristischen Sound und mit dem ein oder anderen Chopped & Screwed Element, die sich gut zusammenfügen. Zum Abschluss rockt The Dream zusammen mit Lil Jon nochmal alles in Grund und Boden. "Let me see the booty" kommt zwar nur als Bonustrack daher, bringt aber richtig hammer Partystimmung auf in typischer Lil Jon bzw. Crunk'n'B Manier mit mörderischen Kickbässen und verrückten Synthe Sounds und Lil Jons berühmt und berüchtigten Shouts - einen besseren Abschluss hätte man kaum machen können.
Auch wenn "Love Vs Hate" 3-4 schwächelnde Tracks hat gegenüber dem Rest, diese sich aber dennoch auf musikalisch gutem Niveau befinden, kann man sagen das The Dream durchaus ein beachtliches Nachfolgewerk gelungen ist, das definitiv mit dem Debutalbum "Love Hate" mithalten kann. Das Black Music Jahr 2009 nimmt langsam Fahrt auf und "Love Vs Hate" gehört für mich bisher neben J. Holidays und Bobby Valentinos neuem Werk zu den Kaufempfehlungen aus dem RnB/Soul Bereich für 2009. Auch wenn das richtige Burner RnB Album in diesem Jahr noch ausblieb, es steht noch so einiges in den Startlöchern und einer meiner heißesten Favoriten ist Keri Hilson's "In a perfekt world" ;)