Zur Nebenbei-Berieselung in unaufdringlicher Lautstärke in o.g. Plätzen eignet sich diese CD allemal, mehr aber leider nicht. Zu genau darf man nämlich nicht hinhören, denn auch dem nicht geschulten Ohr fällt auf dass es bei keinem (ja, keinem!) der Kandidaten stimmlich wirklich reicht, und abgesehen von geschrienen und elektronisch gehaltenen, schön gleichmässig gefadeten Tönen sind die Interpretationen fast alle ziemlich daneben. Ich frage mich ob jemand die Superstars in Spe bei der Songauswahl berät? Wohl nicht. Wie kann es sonst sein dass sie sich an Material wagen das zu weit ausserhalb ihres Könnens liegt. Und wenn man Englisch singen will sollte man die Sprache auch können oder sich wenigstens vorab eine Übersetzung besorgen, ich denke die Fehlinterpretationen beruhen teilweise auch auf dem Nichtverstehen der Textthematik. Ach ja, und das gewollt nasal-amerikanisch klingen wollen nervt auch.
Vom Treffen der Töne einmal abgesehen muss man seine Stimme auch gut im Griff haben, das nennt sich dann Modulation, und die fehlt hier durchwegs. Das meiste Potential hat noch Vanessa, doch jedesmal wenn ich denke jetzt gibt sie etwas Gas und bringt einen kraftvollen Ton heraus bleibt es stattdessen beim weinerlich gesäuselten Lalalaaa-Gedümpel.
Ein Gutes hat das Ganze: Die Antwort auf die alte Frage 'Wer hat mein Lied so zerstört?'