Emiliana Torrini (isländisch-italienischer Herkunft, lebt z. Zt. in England) hat mit 'Love in the time of science' ein herausragendes internationales Debut veröffentlicht.
Unter der tatkräftigen Mithilfe von Roland Orzabal (Tears For Fears) ist wunderbare Musik enstanden, die zahlreiche lobenswerte Eigenschaften in sich vereint: kraftvolle Songs, durchtränkt von leuchtenden Bildern und anspruchsvoll produzierte atmosphärische Klanglandschaften, die durch Emiliana Torrinis außergewöhnlichen Gesang eine wahre musikalische Pracht entfachen. Einflüsse von bzw. Ähnlichkeiten zu Portishead, Cocteau Twins, Kate Bush, Beth Orton, Nina Persson, Goldfrapp, Björk und und und...könnte man hier aufführen - doch letztlich ist dieses Album nahezu unvergleichbar und eine echte Perle ohne Schwachpunkte. Verschachtelte Basslinien, tolle Melodien und erfrischend feinsinniger Gesang gepaart mit Texten über emotionalen Schmerz und allgemeine Frustration ergeben eine absolute musikalische Delikatesse, bei der es schwer fällt, einzelne Songs noch herauszuheben.
Und wem dieses eine hierzulande erst veröffentlichte Album (so wie mir) nicht genügt: Emiliana hat außer ihrer Mitwirkung bei Songs von u.a. GusGus, Paul Oakenfold oder Thievery Corporation (und natürlich beim zweiten Herr Der Ringe-Soundtrack) u.a. mit 'Spoon', 'Croucie D'Ou là' und 'Merman' bereits weitere eigene Produktionen veröffentlicht, die ebenfalls sehr empfehlenswert sind.