Der französische Fotograf Emmanuel D. Fouquet wusste schon sehr früh, dass er mit Frauen, natürlich mit schönen Frauen, zusammenarbeiten wollte. Da eine Ausbildung zum Modeschöpfer zu kostspielig gewesen wäre, entschied er sich für den Beruf des Visagisten. So ging er 1991 nach Paris zur berühmten Pariser Make-up-Schule von Christian Chauveau.
Mit dem Zertifikat in der Tasche zog er nach Kalifornien, dem Ort der schönen Frauen. Dort hatte er das Glück, für den Fotografen Hank Londoner zu arbeiten, der damals "Hoflieferant" für das Männermagazin "Penthouse" war. Hier konnte er seine Make-up-Fähigkeiten an makellosen jungen Modellen ausprobieren. Da war der Weg nicht weit, bis Fouquet schließlich selbst zur Kamera griff.
In der Edition Skylight liegt nun sein wunderschöner Bildband "Heat Love" vor. Auf 160 Seiten präsentiert er viele verschiedene Modelle, von anmutig-poetisch über ziemlich kess bis zu ausgesprochen provokant. Doch von der reifen und vollbusigen Adele bis zur blonden, fast mädchenhaften Jana eint sie alle eins: Fouquet hat sie meisterhaft ins Bild gesetzt, wobei er immer noch mit dem Auge des Visagisten an die Arbeit geht.
Seinen Bildern sieht man den Aufwand an, den er mit seinen Modellen betreibt: Maske, Requisite, Raumaufteilung und Beleuchtung - alles ist perfekt. Alles Fotos zeugen von der hohen Professionalität des Künstlers. Dazu kommen die wunderbaren Locations, denn Fouquet fotografiert seine klassisch schönen Modell meist an den Traumstränden von Kalifornien, dazu in aufwändigen Interieurs. So entstehen romantische Aktaufnahmen, die eine natürliche Erotik ausstrahlen. Die Posen seiner Modelle sind dabei freizügig und direkt, aber niemals gekünstelt.
Fazit: "Love Heat" ist ein hervorragend gestalteter Bildband mit professionellen Fotos von natürlichen wirkenden Schönheiten - ein Band zum Blättern und Träumen.
Manfred Orlick