Für den Fall, dass Ihr noch nie etwas von Jestofunk gehört habt, und zu denen gehört, die auf guten alten Funk-Jazz stehen, ist das die ultimative Einstiegsplatte. Falls Euch Remixes auf die Nerven gehen (die zweite CD besteht nur aus solchen), solltet Ihr vielleicht doch besser zu Love In A Black Dimension von 1995 greifen. Die Remixes stehen den Originalen zwar um nichts nach, sind aber in den Clubs um einiges besser aufgehoben als Zuhause.
Was es mit dem 2003 erschienenen Re-Release von Universial Mother (ursprünglich von 1998) auf sich hat (ich erkenne keine nennenswerten Unterschiede) kann ich nicht so genau sagen. Auf jener CD (ich hab die 1998er Version) befinden sich das slow-groovende "Jestofunk, Jestofunk", das bassdröhnende "Pfunk Station", das bedrohlich grollende "Nel Nome Del Suono" sowie das jazzige "If You've Got It, You'll Get It". Anfangen sollte man jedoch unbedingt mit Love In A Gold Dimension bzw. Love In A Black Dimension. Bei Gefallen könnte man das Repertoire mit Universial Mother gefolgt vom neuesten Geniestreich, nämlich Seventy Miles From Philadelphia ergänzen. Das 2003 erschienene Live Album hat durchaus einige Momente, ist aber, was die Songauswahl betrifft, eher enttäuschend.
Klar, die Vocal-Messages von Ce Ce Rogers und Co. sind himmelschreiend simpel und banal, die unvergleichlichen Beats, Grooves und Jazzeinlagen machen dies jedoch locker wieder wet.