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Ein Film wie LOVE EXPOSURE macht es einem nicht leicht. Er ist ein Liebesfilm und doch so viel mehr, baut Sion Sono als Autor und Regisseur doch jede Menge Subplots ein, die den Film aufblähen. Er wirkt darum wie ein riesiger Wandteppich, aber grob gesponnen, wobei ein einziger Blick dem Zuschauer nicht alles offenbart. Und so fühlt man sich während des Sehens hin und her gerissen. Denn viele Sequenzen sind von magischer Schönheit, andere emotional aufwühlend. Und dazwischen bewegt sich immer wieder schleichende Langeweile, die der Laufzeit des Films geschuldet ist. Fazit: Gewöhnungsbedürftig, aber interessant
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Schärfe bewegt sich auf bestenfalls durchschnittlichem Niveau. Haare bleiben undetailliert, Gesichter wirken immer etwas weich. Dazu kommt ein leichter Rausch, aber am Störendsten erweisen sich Kompressionsmuster, die gegen homogene Flächen wie Wände zu erkennen sind. Die Farben sind - aber das ist für japanische Filme nicht untypisch - eher matt und zurückhaltend. Die Dialoge sind sehr gut verständlich. Verzerrungen fallen nicht auf. Der Ton ist vital, wobei die Umgebungskulisse gut in den Soundmix integriert wird und Effekte wie Regen flächendeckend wirken. An Bonus gibt es der Länge des Films zum Trotz dennoch gut 20 Minuten an entfallenen Szenen. Drei Szenen sind dies, die man im Film nicht vermisst, die dort aber auch nicht geschadet hätten. Eine knapp halbstündige Dokumentation bietet Hintergrundinformationen zur Genese dieses mehr als ungewöhnlichen Werks. --movieman.de
VideoMarkt
Als seine Mutter stirbt, vererbt sie Sohn Yu eine Madonnenstatue. Ihr Mann verzweifelt und lässt sich zum Priester weihen. An der Schwelle zum Erwachsensein entdeckt Yu seine Leidenschaft fürs Fotografieren von Höschen junger Mädchen. Sein Vater verliebt sich in die verführerische Kaori. Deren Tochter Yoko ist Ziel der Begierde von Yu. Doch sie ist nicht von ihm beeindruckt und hat nur Augen für Miss Scorpion, als die sich Yu gerne verkleidet. Ins verwirrende Beziehungsspiel mischt sich schließlich noch eine mysteriöse Sekte.
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Sion Sono ("Exte - Hair Extensions") schert sich bei seinem wüst-unterhaltsamen Genremix, dessen grober Rahmen eine durchgeknallte Coming-of-Age-Story bildet, um keine Konventionen. Eastern trifft auf Western, Katholizismus auf Kung Fu und Sekte, Splatter auf Unschuld. Die Geschichte schlägt unglaubliche Haken, während sich der Stil von den US-Heroen des Independentkinos Quentin Tarantino und Abel Ferrara sowie Takeshi Kitano und Seijun Suzuki inspirieren lässt. Bei den vier Stunden kommt keine Langeweile auf.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Preisgekrönter, wüst-unterhaltsamer Genre-Mix, bei dem sich Regisseur Sion Sono um keine Konventionen schert.
Eine Überforderung, sicher. Sion Sono ("Suicide Circle", "Strange Circus") hat mit "Love Exposure" ein vierstündiges Filmmonster losgelassen, eine Tour de force von Coming of Age über Splatter, Sexklamauk, Romantic Comedy, Gendertrouble und religiöse Sinnsuche bis hin zu bonbonbuntem Pop, gespickt mit exzessiven Asia-Kino-Zitaten. Dabei wechselt das Genre mindestens einmal pro Szene. Handlung? Klassische Boy-meets-Girl-Geschichte - eigentlich. Aber mit Sektenterror, mit Inzest, mit dem Kniff, dass Boy als Girl verkleidet das sexuelle Selbstverständnis der Beteiligten durcheinander wirbelt. Handlung also: unübersichtlich. Das würde man kaum auszuhalten, wäre Sono nicht ein solch raffinierter Regisseur, der jede irre Wendung mittels einer ausgeklügelten Dramaturgie als in sich stimmig erscheinen lässt. Und wären seine Darsteller, darunter J-Pop-Star Takahiro Nishijima und Sakura Ando, nicht so konzentriert bei der Sache. "Love Exposure" wurde auf der Berlinale 2009 gefeiert, darauf kurz durch die deutschen Programmkinos gereicht und ist jetzt endlich auf DVD erhältlich. Deren Ausstattung ist korrekt, wenn auch nicht übermäßig verschwenderisch: Außer deutschen Untertiteln zum japanischen Original gibt es ein paar nicht verwendete Szenen und ein knapp halbstündiges Making-of. Aber wer braucht schon umfangreiche Extras, wenn einem der Kopf längst schwirrt. Ein Film wie ein vielgängiges Menü, bei dessen Zusammenstellung man am Anfang skeptisch ist und am Ende überrascht, wie gut alles passt - man fühlt sich übersättigt, aber auch irgendwie toll. (fis)Extras: Making-of, nicht verwendete Szenen
Kurzbeschreibung
Yu ist eigentlich ein braver Schüler, der um die Aufmerksamkeit seines Priester-Vaters jedoch mit kleineren und größeren begangenen Sünden buhlt. Vor allem sexuelle Entgleisungen scheinen dem Vater Zuneigung zu entlocken. Als er bei einem seiner voyeuristischen Streifzüge auf seine große Liebe Yoko trifft, wird es kompliziert: Sie ist die Tochter der Affäre seines Vaters, die von nun an mit ihm unter einem Dach lebt. Als seine ganze neue Familie von einer wahnsinnigen Sekte gekidnappt wird, beginnt für Yu der große Kampf um seine Liebe.
Rezension
„eine berauschende Grenzerfahrung“ Cinema „Was für ein Film!“ Tagesspiegel „frech, monströs, vulgär und komisch“ epd Film
Produktbeschreibungen
Yu ist ein braver Schüler, der von seinem Priester-Vater täglich zur Beichte gezwungen wird. Doch ohne Sünde gibt es keine Beichte, also wird der harmlose Yu zum genialen Upskirt-Fotografen. Auf einem seiner voyeuristischen Streifzüge trifft er auf seine große Liebe Yoko. Sie kennt ihn aber nur als "Lady Scorpion" in Frauengestalt und ist dazu noch die Tochter der neuen Liebe seines Vaters. Als die Zero-Church-Sekte seine gesamte Familie kidnappt, beginnt für Yu der große Kampf um