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Love is the Devil
 
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Love is the Devil

Derek Jacobi , Daniel Craig , John Maybury    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Derek Jacobi, Daniel Craig, Tilda Swinton, Anne Lambton
  • Regisseur(e): John Maybury
  • Komponist: Ryuichi Sakamoto
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 12. April 2007
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 87 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000MMN6XY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.192 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibung

Einer der bedeutendsten Maler unserer Zeit inmitten eines Strudels aus Gewalt, Leidenschaft und Depression. Ein Opfer wird dieser Film fordern, und es ist von Anfang an klar, für wen der Maler Francis Bacon zum todbringenden Liebesengel werden wird. London in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der junge George Dyer (Daniel Craig, „James Bond“) ist nicht zimperlich, wenn es darum geht die Fäuste zu schwingen. Als Gelegenheitsdieb schlägt er sich gerade so durch und hat sein nächstes Opfer schon im Auge. Beim Versuch, in das Haus von Francis Bacon (Sir Derek Jacobi) einzubrechen, stürzt er durch das Oberlicht direkt in das Atelier des Malers. Diese Begegnung ist für Dyer der Anfang vom Ende. Zwar hat er zunächst Glück, denn Bacon ruft nicht etwa die Polizei, sondern hat ganz andere Pläne mit dem jungen Mann. Er macht ihn zu seinem Geliebten. Und bei den S/M-Spielchen der beiden hat Dyer sogar die Oberhand. Genauso wie in Bacons restlichem Leben, so denkt er jedenfalls. Doch die vielschichtige und verwirrende Natur des Ausnahmekünstlers lässt dies nicht zu. Viel zu groß ist bei Francis Bacon das Interesse an sich selbst. Schnell wird Dyer zu einem bloßen Lustknaben, der allerdings für das künstlerische Werk des Malers weiterhin von großer Bedeutung ist. Doch diese Dualität ist es, die George Dyer fast um den Verstand bringt. Einerseits schützt ihn Bacon vor dem Spott seiner hochgebildeten Freunde, zu denen der einfache Bursche keinerlei Zugang findet. Andererseits erniedrigt Bacon ihn bei jeder Gelegenheit, betrügt ihn und behandelt Dyer wie ein Objekt. Nur im Suff und zahlreichen Drogen findet er jetzt noch Halt, ein Teufelskreis, der bald seinem Ende entgegen geht. In Paris steht Francis Bacon vor dem Höhepunkt seiner Karriere, eine Retrospektive im Grand Palais, die ihn zum wichtigsten Künstler der Gegenwart machen wird. Während Bacon sich feiern lässt, stirbt Dyer einsam und allein an einer Überdosis Tabletten und Alkohol. Und selbst daraus wird Bacon posthum Profit schlagen, denn auch im Tod dient ihm Dyer noch als Modell.

Die reale Geschichte des Skandal-Künstlers und seiner Muse wird hier mit eindrucksvollen und verstörenden Bildern aufgearbeitet. Aber nicht als Tagebuch einer gescheiterten Liebe, nicht als Dokumentation der Ereignisse. Der Zuschauer fühlt sich vielmehr verschlungen von einem Werk, wie es nur aus dem wirren Leben des Malers selbst stammen kann. Wüst, verstörend, farbgewaltig – so inszeniert Regisseur John Maybury seine Version der Ereignisse. Der Filmschaffende, der seine Arbeit im Punk-Umfeld der 70er Jahre begann, legt hiermit seinen ersten Spielfilm vor, ein großer internationaler Erfolg. In der Ausnahme-Schauspielerin Tilda Swinton hat Maybury seine Muse gefunden. Auch in diesem Film spielt sie mit, in der Rolle der Muriel Belcher. Beide realisierten schon zahlreiche Projekte miteinander. Für seine großartigen schauspielerischen Leistungen berühmt ist auch Sir Derek Jacobi. Neben seiner Mitarbeit an dem Klassiker „Der Schakal“ ist er vor allem auch als Shakespeare-Darsteller bekannt. An seiner Seite kann Daniel Craig bereits hier auf sich aufmerksam machen, lange bevor ihm die Rolle des „James Bond“ angeboten wurde. Atemberaubend intensiv ist seine Darstellung des langsam zerbrechenden Dyers, der an seiner unerfüllten Liebe und seiner Unfähigkeit zugrunde geht, in das Geschehen einzuwirken. Seine Hilferufe, die verletzliche Nacktheit, all das lassen dem Zuschauer den Atem stocken, während es Francis Bacon noch nicht einmal zu einem Wimpernzucken hinreißt. „Love ist he Devil“ ist eine faszinierende und düstere Studie über die menschlichen Abgründe, die nicht nur für Fans einer Malerlegende sehenswert ist, sondern einen allgemeinen Ausflug in die schaurige Welt der absoluten Selbstbezogenheit bietet, an der schon manch einer zugrunde gegangen ist.

Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch und Englisch. Untertitel sind in Deutsch verfügbar.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. J.
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieser Film ist ein echter Höllentrip in die Seele zweier Männer, die sich lieben, verletzen und letztlich zerstören werden. Keine Kost für schwache Nerven, denn sowohl die Bilder, wie auch die derben Dialoge verschonen den Zuschauer in keiner Minute. Der Film hinterlässt den Zuschauer mit dem Gefühl, dass man diese Studie kein zweites Mal durchsteht.

Wer diesen Film gesehen hat und hinterher noch immer behauptet, dass Daniel Craig kein Schauspieler sei, dem kann nicht mehr geholfen werden. Diese Rolle erforderte nicht nur Mut, sondern auch absolutes Können. Die Zerrissenheit seines Charakters, die man schon in "Die Mutter" und in "Enduring Love" sah, wird hier um ein vielfaches übertroffen.
Er liefert gemeinsam mit Sir Derek Jacobi eine Performance, die man kaum beschreiben kann. Während Bacon seinen Liebhaber mehr und mehr verstößt, versucht dieser dessen Aufmerksamkeit zu erringen, indem er sich immer mehr selbst zerstört. Die Kaltherzigkeit dieses Mannes zieht ihn immer weiter in den Abgrund von Albträumen, Tabletten und Alkohol. Bacon ist sich Dyers Liebe sehr wohl bewusst und kann ohne ihn ebensowenig leben, dennoch versucht er sich einzig und allein Dyer als Muse zu bedienen. Er will und kann Dyers Leben nicht retten, weil er sein eigenes nicht im Griff hat. George bleibt ein Außenseiter und Bacon versucht erst gar nicht, seinen jungen neuen etwas kleingeistigen Freund, in seinem intellektuellen Freundeskreis zu etablieren. Dyer hingegen glaubt, dass er macht über Bacon besitzt. Die Zerstörung Dyers mitzuerleben, nahm mich als Zuschauer völlig mit.

In keinem einzigen Moment hat George Dyer irgendetwas mit James Bond gemein. Daniel Craig spielt mutig und kraftvoll einen Mann, der von Anfang an in dieser Beziehung zum Tode verurteilt ist. Er stellt sein schaupielerisches Talent nicht nur mittels Mimik und Gestik unter Beweis, er kennt auch körperlich kein tabu. Hüllenlos, völlig hüllenlos ist eine Sache, aber mit solch einer Größe und diesem Mut zu agieren und dabei solch eine totale Verletzlichkeit zu offenbaren, das es einem nicht mehr aus dem Kopf geht, das ist mehr als nur James Bond.

Gebt dem Mann ein intelligentes Drehbuch und er zeigt dir, was er drauf hat, hoffentlich uns allen auch noch in nächster Zukunft.

Der Film als Ganzes liegt etwas schwer im Magen, aber die darstellerische Leistung des Duos Jacobi/Craig verdient durchaus 5 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von DC-Fan
Format:DVD
das stand zumindest auf meiner DVD und das ist die genaue Übersetzung des Orginaltitels. Dieser Film ist kein Biopic über Francis Bacon und auch keinen Abhandlung über seine Malerei. Es zeigt vielmehr einen kurzen Zeitabschnitt aus dem Leben des Malers, seine zerstörerische Art, die bedingungslose Unterwerfung des anscheinend im Liebesspiel dominanten Partner. Beide Schauspieler gehen hier an Grenzen und darüber hinaus. Daniel Craig zeigt, zu welcher grandiosen Darstellung tiefster Verzeiflung er allein durch Mimik und Gestik fähig ist. Seine Darstellung des Unterklassenganovens, der durch die scheinbare Überlegenheit und Arroganz der Freundesgruppe seines Liebhabers zerstört wird, ist einfach grandios. Das in diesem Film keine Bilder von Francis Bacon zu sehen sind, na ja, seine Erben waren nicht sehr erfreut ihn so dargestellt zu sehen und habe es gerichtlich unterbunden. Wer eine Abhandlung über seine Bilder sehen möchte, sollte eher "Logik der Sensation" von Gilles Deleuze lesen.
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8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Ich hatte ehrlich gesagt mehr von diesem Film erwartet, der mit einem großen künstlerischen Anspruch daher kommt. Die üblichen Zutaten sind enthalten: verfremdetete Farben, häufige Szenen mit Doppelbelichtungen, das ganze Set erinnert eher an eine Theeaterbühne als an einen Drehort, eingestreute Zitate des Künstlers aus dem Off ....
Vielleicht soll dieser Film wirken wie eines der Bilder von Francis Bacon ... nur seltsamerweise wird nicht ein einziges dieser Bilder, über die ständig geredet wird, auch gezeigt! Wen es interessiert, was der Maler eigentlich gemalt hat, muss sich woanders informieren. In dem Film gibt es nur ein Atelier voller Farbtuben und leerer Leinwände zu sehen.
Die Herausnahme dieses Films aus der Realität läßt den Zuschauer begreifen wie abstrakt und völlig fern der Normalität die Welt des Francis Bacon ist. Das erzeugt das Gefühl, man würde die Personen des Films durch ein Schlüsselloch beobachten. Aus den Fragmenten, die man durch dieses Schlüsselloch sieht, versucht man die Beziehung zwischen dem Maler und seinem Liebhaber zu verstehen. Man beobachtet, wie sich die Tragödie anbahnt und vollzieht ... zwangsläufig und ohne Hoffnung auf ein besseres Ende, doch der Zuschauer bleibt dabei in seiner Rolle als Beobachter.
Dem Film ist es trotz aller Tragik nicht gelungen, mich zu berühren und das hat mich selbst verwundert, denn ich hatte einen sehr emotionalen Film erwartet. Das hätte aber wahrscheinlich vorausgesetzt, dass ich mich in einen der Darsteller hineinversetzen kann. Obwohl an den schauspielerischen Leistungen nichts auszusetzen ist (!), bleiben mir die Handlungen und Empfindungen der Personen völlig fern. Schade.
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