The Human League zählen zu den Pionieren des Synthie-Pop und haben mit diesem Album, das unter dem Namen "The League Unlimited Orchestra" veröffentlicht wurde, auch das Thema Remix neu definiert bzw. die heutzutage übliche Art des Remixes mit erschaffen. Hier gibt es grösstenteils instrumentale Remixes von Songs aus dem Vorgängeralbum "Dare!" (alle mit Ausnahme von Track 1 "Hard Times"). Nun, es gibt doch ein bischen Gesang gibt, aber eigentlich nur aus den Refrains. Entsprechend mager ist das Booklet, keine Texte (hätte ohnehin wenig Sinn gemacht), nur ein paar winzige Fotos der 9 am Album beteiligten Personen (mit Ausnahme eines Gruppenfotos in Bookletmitte), die zwar namentlich benannt werden, aber ohne Angabe wer was gemacht hat. Überhaupt fehlen hier die "Credits" fast vollständig. Musikalisch allerdings ist "Love and Dancing" aus heutiger Sicht grösstenteils recht langweilig. Was damals (1982) noch auf dem aktuellen Stand der Technik war und sogar im Ansatz revolutionär kann heute keinen "Neuling" mehr überzeugen.
Meines Erachtens ist dieses Album nur für Human League Fans und Komplettisten interessant, insbesondere als Ergänzung zu "Dare!". Und die Laufzeit ist mit nur knapp 36 Minuten auch kaum der Rede wert. Nur ein Mix (Track 3 "Don't You Want Me", und der ist dann auch tatsächlich instrumental, allerdings sollte man sich dann doch eher die 12" Version reinziehen, die ist ziemlich ähnlich nur noch mit Text...) kommt auf eine Laufzeit von knapp über 7 min., die letzten 3 Tracks sind sogar nur jeweils zwischen 2 und 3 Minuten kurz.
Das 2002er Remastering ist sicherlich gelungen, Bonus Tracks gibt's hier im Gegensatz zu den beiden ersten Alben ("Reproduction" 1979, "Travelogue" 1980) keine, ebenso wie bei "Dare!" (1981).