10.000 Maniacs ohne Natalie Merchant, ist das überhaupt möglich? Diese Frage stellte sich, nachdem die Band mit Mary Ramsey als neuer Sängerin - zudem ist auch John Lombardo zurückgekehrt - dieses Album vorlegte.
Nun, am Gruppensound hat sich kaum was verändert. Mit Ramseys Violine ist ein zusätzliches Instrument hinzugekommen (sie wurde schon bisher ab und an eingesetzt). Ramseys Stimme ist nicht unangenehm, sie ist weit weniger markant und klingt manchmal etwas dünn. Merchant war stets der Mittelpunkt der 10.000 Maniacs; sie schrieb die Songs und sie lebte sie auch. Die Band wirkte da oft nur als begleitende Musiker. Der Stil ist noch derselbe, aber die Sängerin ist jetzt Teil der Band, sie dominiert sie nicht mehr. Aber es fehlt auch an Inspiration und das geht doch ab. Ich denke "Love Among the Ruins" ist so etwas wie eine Konsolidierungsphase. Es ist ein angenehm zu hörendes Album, aber mehr auch nicht.