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Lotus SmartSuite 3.0. Update. CD- ROM für Windows mit Benutzerhandbuch
 
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Lotus SmartSuite 3.0. Update. CD- ROM für Windows mit Benutzerhandbuch [CD-ROM]


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Produktinformation

  • CD-ROM: 204 Seiten
  • Verlag: TLC The Learning Companie (Januar 1998)
  • ISBN-10: 3893629386
  • ISBN-13: 978-3893629381
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.854.649 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Handke
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Protagonistin in Peter Handkes neuem Roman Der Bildverlust hat viele Feinde. Allerdings wirken die meisten aus der Ferne und sind deshalb ungefährlich -- bis auf einen, und der ist der allerschlimmste. Dabei hatte alles mit Liebe begonnen, damals, als sie sich "auf einer Lichtung tief im Innern" des Waldes "auf einem schwarzalten Bohlenweg" zum ersten Mal trafen. Für ihn war es so etwas, wie die Liebe auf den ersten Blick. "Sie müssen mich lieben. Sie werden mich lieben", sagte der Mann. "Ohne mich sind Sie verloren".

Damals, auf der Waldlichtung, hatte die Bankiersfrau keine Angst. Denn während der Begegnung wurde sie heimgesucht vom Bild "eines leeren Gastgartens unter Kastanien im Hochland von Triest". Überhaupt ist sie "durchwirkt" von Bildern wie ein Text: beruhigenden Bildern, die plötzlich kommen wie bei Proust; Bilder mit denen ihr "nichts geschehen" kann. Und Schutz kann die Bankiersfrau gut gebrauchen: Immerhin macht sie sich auf die abenteuerliche Reise zu einem abgelegenen "Manchodorf" in der Sierra de Gredos, um einem "Autor" ihr Leben -- und ihre Lieben -- zu erzählen. In Nuevo Bazar, Polvereda, Pedrada oder Candeleda trifft sie auf allerlei sonderbare Gestalten, auf Maultrommelspieler und "Stadtrandidioten", auf die Sänfte von Karl V. -- und manchmal auf sich selbst: "mich erzähltwerden spüren", selbst zum Bild zu werden, ist dabei das oberste, tröstliche Ziel. Gefährlich wird es immer dann, wenn der Verlust der Bilder der Protagonistin den Boden unter den Füßen zu entziehen droht.

Der Bildverlust ist eine sprachlich weitgehend virtuose, bisweilen anstrengende Gratwanderung zwischen Literatur und Reflexion, Märchen und abstraktem Dichten, Traum und Wirklichkeit: ein schwebender Parforceritt durch die Räume und Zeiten im Niemandsland der Literatur. Über lange Strecken ist dieses artistisch verspiegelte Changieren Handkes genauso aufregend zu verfolgen wie die Reise der Bankiersfrau über die verschneite, fast 200 Kilometer lange Gipfelflur in der Sierra de Gredos. Nur hin und wieder hätte man sich die eine oder andere Straffung des Geschehens sehr gewünscht. Und sicher wird es auch viele Leser und Kritiker geben, die sich nicht zurechtfinden (wollen) in Handkes hoch artifizieller, von Neologismen gespickter Welt. Wer aber Mein Jahr in der Niemandsbucht mit Gewinn gelesen hat, der wird von der symbolgewaltigen Metaphorik des Bildverlusts begeistert sein. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 19.01.2002
An Anfang war noch Hoffnung. Dass Handke Handke bleiben würde nämlich, 759 Seiten lang, bis zum Schluss. Und weil Frauke Meyer-Gosau nur ganz hinten nachgesehen hat, ob alles gut geht, und weil es tatsächlich ein schönes Happy-End gibt, hat sie sich drauf eingelassen, auf diese ganze "Mordsmarathonpapierstrecke" und - ist enttäuscht worden. Na ja, enttäuscht. Zunächst mal sind da ein paar hundert Seiten Leseglück. Die Lebensgeschichte einer erfolgreichen Frau, "hinreißend erzählt von Peter Handke". Das geht gut, bis die Heldin dieses von Meyer-Gosau als "ein utopischer Abenteuer-, ein Reise- und Liebesroman" bezeichneten Buches ihren Ort der Läuterung, das Zentrum des "Bildverlusts" ("ein tiefes, düsteres Tal in der Sierra") betritt. Da dämmert der Rezensentin dann so einiges: Das hier verbratene "wohlbekannte Modell" von der mächtigen, aber schuldbeladenen Frau auf der Suche nach dem "wirklichwahren Leben" etwa. Dann dass Handkes "Frau" nichts anderes ist als "ein Sprachrohr für die Empörung und Resignation über eine fortschreitende Dekadenz, den Verlust der Ideale" usw., aus dem die sich überschlagende Stimme des Autor- Predigers tönt. Und schließlich dass, was gut anfängt, noch lange nicht gut weitergehen muss, und wenn es auch gut endet.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 19.01.2002
Recht feierlich ist Thomas Steinfeld bei dieser schnell geschriebenen Kritik zumute. "Der Bildverlust", so schließt er seine Kritik, die zwei Tage vor Erscheinen des Romans in der SZ gedruckt wurde, sei "das große Gegenbuch zu unserer aktuellen Literatur", nicht mehr und nicht weniger. Gemeint ist damit einen Gegenentwurf zu einer vom Journalismus infizierten Literatur, zur allgegenwärtigen Gestalt des Reporters, der nurmehr einen flüchtigen Blick auf das werfe, was er für die Realität hält, ein Plädoyer für die "lange Dauer" auch. In sie gestellt sieht sich eine Finanzexpertin, die ihre Großstadt verlässt, um die Sierra de Gredos, jene Landschaft, in der der "Don Quijote" spielt, zu durchwandern und auf einen Erzähler zu stoßen, der ihr womöglich sagt, wer sie ist. Den "Don Quijote" liest Steinfeld als Parallelbuch und Referenz zu Handkes großem Roman. So wie sich Don Quijote an den Bildern einer vergehenden Epoche mit ihren Ritterromanen abarbeitet, so scheint auch Handke in diesem Buch einen Epochenwechsel annoncieren zu wollen. Wie genau diese neue Epoche, in der die Medien ihre Übermacht offensichtlich verloren haben, aussehen soll, erfährt man bei Steinfeld nicht aber neugierig macht seine Kritik schon.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Die Zeit, 24.01.2002
Hat sich der Autor in seiner Sierra doch glatt verlaufen. Ulrich Greiner schlägt die Hände überm Kopf zusammen: Handlung, Figuren, Dramatik, Abenteuer - alles verschwindet in den "Schluchten der Mystifikation", den "Staubwüsten des Schwadronierens". Da hilft es wenig, dass dem Rezensenten bei der Lektüre hin und wieder aufgeht, was dieser Autor eigentlich kann (Intensität vermitteln, Seh-, ja Lebenshilfe geben); alles hier ist mühsam, "als habe Handke alles hineingepackt, was ihm einfiel". Ebenso wenig freilich hilft es Greiner, dass die Verwirrung, wie er erklärt, in diesem Buch Methode hat und die Auflösung der herkömmlichen Perspektive wie jene der vertrauten Dimensionen von Zeit und Ort zugunsten des durch den Roman mäandernden Bewusstseinsstroms betrieben werden. Wo die "obligaten Bestimmungen" durch "Fragezeichen-Orgien" vervielfältigt bzw. neutralisiert werden, müssen 759 Seiten einfach reichlich lang erscheinen.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bildverlust droht 21. Januar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Bildverlust klingt programmatisch, wie es nur klingen kann - und das Buch enttäuscht die Vorahnungen keineswegs. Das Handkesche Programm lautet: Rettung der dem journalistischen Zeitgeist und seiner Ereignissucht verfallenen Welt in die aus der gelassenen Anschauung geborene Sprache. Handkes Roman will eine Weg aus der ereignissüchtigen Welt weisen. Der Weg einer übermassen erfolgreichen Bankfrau (entflüchtet eines Nachts Ihres Daseins) führt gleichsam einer Pilgerreise immer weiter weg von der verderbten Zivilisation, der grauen Jetztzeit, die der Roman in eine nicht ferne Zukunft verlegt: Die Nationalstaaten haben ausgespielt, die Geldströme bestimmen das Weltgeschehen, im Winter gibt es keine Erdbeeren mehr. Dieser Roman gibt eine Lösung, ein neuer Existenzversuch: eine auf Ausgeglichenheit und allgemeiner Hieterkeit gegründete Form des Wirtschaftens und "das Projekt eines anderen Zeitsystems": Weg mit den hässlich und böse machenden, uns entstellenden Standard- und Unzeiten - her mit der erhellenden uns beflügelnden Zeit jenseits des Wiegens"
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Patchwork der Gefühle 30. März 2004
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mit viel Liebe und mit größter Genauigkeit erzählt der Dichter, nein er malt die Bilder.

Dabei kann es einem durchaus so scheinen, als verlöre man sie (eben die Bilder) ab und an und die Kritik einiger Leser, sie verstünden beim besten Willen dieses und mitunter auch das andere nicht und damit hätten sie einen Verlust ausgemacht, ist verständlich.
Aber, aber: diese patchworkartige Zusammensetzung kunstvoller und liebevoller Gebilde gibt sehr viel beim genauen und wiederholten Lesen. Zum Beispiel das Bild eines weinenden Kindes, das von hinten gesehen achselzuckend in sich weinend durch den Wald schreitet und zum Himmel schreit in seiner Einsamkeit. Und so geht es weiter mit dem Beschreiben von Episoden, wobei das Wandern ( Eichendorffs "Taugenichts" grüßt!) eine Vorliebe des Autors ist und Spanien diesmal sein Weg.

Allein diese aus dem Innersten gefühlten und auch vermittelten Bilder bringen das Ganze zum ergreifenden Schwingen und so ist es ein Genuß für den gesammelten und langsam lesenden Beobacher (oder für die Beobachterin!) dieses mit Roman betitelte Werk ganz in sich aufzunehmen und etwas daraus zu machen. Außerdem handelt es sich hierbei um die Beschreibung einer Verbindung von Auftraggeberin und Autor, also auch um eine verwickelte Liebesgeschichte, die es in sich hat.

Der nachhaltige Eindruck auf den Leser (die Leserin), das ist es ja, was Peter Handke immer wieder versucht zu erreichen.

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Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch ohnegleichen, ein schwieriges Buch, ein Roman gegen den literarischen Strich geschrieben - dies und mehr sind noch keine literarischen Kriterien. Schließlich heißt der Autor des Romans "Bildverlust oder Durch die Sierra de Gredos" Peter Handke, und "schwierige" Bücher hat er schon immer geschrieben. Gilt er doch als eine Art Enkel des großen Goethe. Und seit dem neuen Roman auch noch als ein Urenkel des großen Cervantes. Aber der Reihe nach.

Ein "Menschenbuch", ein "Sehnsuchtsbuch" hat der Verlag, sicher nicht ohne Billigung des Schriftstellers, versprochen. Unter solchen Ansprüchen hat Handke es eigentlich in letzten Jahren nie getan. So mit "Mein Jahr in der Niemandsbucht" (1994) und "In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus" (1997). Alles bereits "Zurüstungen für die Unsterblichkeit" (1995), die der Kärntner Autor mit "Bildverlust" wohl erreicht zu haben glaubt. Nichts da. Der neue Roman, als Gegen-Roman zu zeitgenössischen Literatur konzipiert, ist misslungen. Er dokumentiert, zumindest für den Augenblick, den Verlust der schriftstellerischen Kompetenz des Autors Peter Handke, der so sehr die Selbststilisierung, die Dichter-Pose liebt.

Vermutlich hat uns Handke sogar eine Geschichte zu erzählen. Nur ist sie in diesem opus magnum, in diesem "Vorwurf für eine andere Odyssee", kaum erkennbar. Denn "Wirr ist die Geschichte, und klar die Pein", so steht es geschrieben. Die Pein des Lesers, der sich mühevoll, oft genug verzweifelt, manchmal wütend ob der Zumutung durch 759 Seiten quälen muss. Und es klingt wie eine Erlösung, wenn er auf der letzten Seite lesen darf: "Im Erzähllokal wurden die Lichter abgedreht."

Mit den "innerweltlichen" und "universalen" Abenteuern einer wendischen Bankerin mit arabischen Vorfahren sollen wir vertraut gemacht werden. Sie stammt aus einer "nordwestlichen Flusslandschaft" und macht sich auf eine Reise nach Spanien, durch die Sierra de Gredos. Sie hat wohl mehrere Biographien, unter anderem war sie schon einmal eine Filmdiva, die mit Erfolg die Gattin des König Artus gab, sie hat einen Bruder mit terroristischen Neigungen und eine Tochter, die als verschollen gilt - jedoch "anwesend in Erinnerung und Sehnsucht" ist. Aber "Was für ein Durcheinander. Und kein Zusammenhang." Wie wahr.

Warum sie reist, wir werden es kaum erfahren. Auch nicht, wer eigentlich in diesem Roman erzählt. Die Heldin Namenlos jedenfalls hat dafür einen Autor unter Vertrag genommen, der für sie die Kärrnerarbeit des Erzählens verrichten soll. "Von vornherein bestand sie auf einem mehr oder weniger zünftigen Schriftsteller", der aus der Mancha stammt und - welch ein Zufall - Bilder von Miguel de Cervantes und seinem unsterblichen Don Quijote evoziert. Damit der Leser wenigstens an dieser Stelle weiß, woran er ist. Wie es überhaupt der Hilfe bedarf. Das weiß auch der Autor Handke. Und so belehrt er zwischendurch den Leser auf unnachahmliche Oberlehrerart über dies und das.

Bilder, "Bildschnuppen" gibt es in diesem Buch und Abenteuer, die allerdings kaum dem klassischen Kampf gegen die Windmühlen gleichen. Quittenbäume der Kindheitserinnerung wachsen in einem arabischen Dorf und tragen Früchte. Eine Sänfte mit dem abgedankten Karl V. ist zu sehen. Einen Busfahrer mit Sohn gibt es, ein wandernder Steinmetz trifft eine Errötende, auch ist die Reise eine "Liebesreise" auf der Suche nach einem fernen Geliebten.

Das ist auf Dauer - und auch davon handelt das Buch, von "einer noch längeren Dauer" - anstrengend. Aber auch dieses Dauer hat ein Ende. Und so kommt es zum "Bildverlust", durch einen fatalen Sturz in eine Grube, die nicht nur die Heldin der Bilder beraubt. Und das liest sich dann so: "Vorderhand? Nein, endgültig. Persönlicher Bildverlust? Ihr eigener? Nein, allgemeiner...." usw. Bis hin - wie auch anders: zum "universellen Bildverlust".

Verquast, oft gegen alle Regeln der Syntax, philosophische Betrachtungen bis zur Unverständlichkeit, stilistische Überhöhungen bis zur Unkenntlichkeit, nur selten ist der frühere Sprachmeister zu erkennen. Frei daher erzählt der Dichter-Philosoph. Wem? Uns? "Es erzählt sich", "ich, du es, ihr, sie wir, wir werden frei dahinerzählt, aus dem eigenen Land, hinaus in ein anders Land, eine Zeitlang wenigstens, und so immer wieder, und dann und wann als die angemessene Kostbarkeit im Buch unseres Lebens." Und deshalb: "Erzählen ist Erzählen ist Erzählen..."

Ehrlich. Es "erzählt sich" besser und ist spannender und aufregender, sich mit der schnulzigen Illustriertengeschichte über die Liaison des Dichters Peter Handke mit der Filmdiva Katja Flint zu befassen, als mit diesem Buch.
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