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Lotte in Weimar Audio-CD – Audiobook, 10. März 2004

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: der Hörverlag (10. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899400607
  • ISBN-13: 978-3899400601
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 12,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Lustspielhaft setzt Lotte in Weimar eine: Mit der Ankunft einer distinguierten alten Dame, die den Gasthof der kleinen Residenzstadt, in dem sie absteigt, in begreiflichen Aufruhr versetzt... Lustspielhaft beginnt es, als ein Spiel um Goethe, der erst spät selbst in Erscheinung tritt, der würdig gewordene Künstler..." (Thomas Mann, "On Myself" März/April 1940) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Mann wurde 1875 als Sohn einer Kaufmanns- und Senatorenfamilie in Lübeck geboren. Ohne Abitur und abgeschlossene Ausbildung arbeitete er als Redakteur beim "Simplicissimus", bevor ihm der Roman "Buddenbrooks" (1901) und die Erzählung "Tonio Kröger" (1903) ein Leben als Schriftsteller ermöglichten und ihn schon in jungen Jahren berühmt werden ließen. 1929 erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur, vier Jahre später musste der Schriftsteller aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrieren. Von 1933 an lebte Thomas Mann im Exil, erst in der Schweiz, ab 1938 in den USA. Dort nahm er 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1952 kehrte Thomas Mann in die Schweiz zurück, wo er 1955, kurz nachdem er zum Ehrenbürger der Stadt Lübeck ernannt wurde, in Kilchberg bei Zürich starb.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 3. Dezember 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Manche Bücher ziehen uns Leser sofort in ihren Bann. Andere legen die Fesseln allmählich an. "Lotte in Weimar" gehört zur letzten Kategorie.
Es beginnt mit der Ankunft von Lotte im traditionsreichen Hotel "Zum Elephanten" in Weimar. Lotte - hieß so nicht Goethes Geliebte, verewigt in den "Leiden des jungen Werther"? Die ist es, Charlotte Kestner, geborene Buff, vierundvierzig Jahre nach dem sie Goethe zuletzt sah. Im "Elephant" steigt sie ab, wohlgemerkt, nicht in Goethes Haus am Frauenplan.
Nicht viel passiert in diesem Buch. Lotte sucht im Hotel Ruhe, doch ihre Berühmtheit lockt Gäste herbei. Friedrich Wilhelm Riemer, Goethes Sekretär, Adele Schopenhauer und schließlich August, Goethes Sohns, bitten um Einlaß. Drei sehr lange Dialoge entfalten sich, und langsam kommt man dem Geheimnis des Buches auf die Spur. Man spricht über Goethe, wie er vor vierundvierzig Jahren war und vor allem, wie er heute ist. Ein Bild von Goethe entsteht, und schon glaubt man, ihn zu kennen, ohne daß er bisher selbst auftrat. Erst im siebenten von neun Kapiteln kommt Goethe selbst zu Wort - keine noch so recherchierte Biographie vermag Goethe so lebendig und wirklich gestalten.
Am Ende wird Lotte von Goethe zu einer kleinen Feierlichkeit eingeladen, das Verhältnis ist recht kühl. Später sehen sie sich in einer Kutsche wieder. Erst hier taut Goethe auf, der alten Liebe wird erinnert.
Die Sprachschönheit von Thomas Mann ist unnachahmlich, und im Gegensatz zu einigen anderen seiner Werke wird man von allzu vielen selbstverliebten, seitenlangen Monologen verschont. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von margarita TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 28. Dezember 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Lotte ist einfach wunderbar dargestellt. Die alternde Muse, die voller Hoffnung auf das Wiedersehen mit ihrem weltberühmten Liebhaber in Weimar Hof hält. Sie ist jedoch eine Kunstfigur, kein echter Mensch. Jeder, der den "Werther" gelesen hat, ehrt sie, möchte sie besuchen, kennenlernen, mit ihr reden. Nur der eine, der ihr das Denkmal geschaffen hat, der einzige, der sie als Mensch kennt - er kommt und kommt nicht. Ein herrliches Buch über die menschliche Eitelkeit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bunkelwanz am 3. Dezember 2008
Format: Gebundene Ausgabe
ansonsten verliert Man(n) leicht den Faden. Dieses Buch liest sich nicht einfach so. Es erfordert schon die eine oder andere Musestunde, um sich mit dieser brillanten Idee auseinander zu setzen:
Es geht um Charlotte Buff, die Charlotte, die einst von Goethe umschwärmt wurde, die ihm gleichsam als Vorlage für seinen "Werther" gedient hat. Sie besucht Weimar, die Stadt Goethes und wird auch gleich zum Star. Von einer neugierigen Menschenmenge belagert und von allerlei Menschen aus dem Goethe'schen Umfeld besucht, erfährt Lotte Wichtiges und Unwichtiges um den zum Literaturgott erhobenen Goethe.
Erst im siebenten von neun Kapiteln begegnet man dem Meister selbst bei einem inneren Monolog und schliesslich das Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren Lotte und Gothe bei einem gemeinsamen Abendessen bei ihm.
Bemerkenswert sind die Wechsel der Erzählperspektiven. Zunächst wird über den Meister erzählt, dann lässt Mann den Meister zu sich selbst sprechen und zuletzt sieht der Leser direkt auf den Meister.
Anstrengend aber absolut gut gemacht. Sicherlich kein einfach zu lesender Stoff, lohnt sich aber und bleibt haften. "Buchenswert!"
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Thomas am 27. Dezember 2013
Format: Taschenbuch
Weimar im Jahre 1816: „Mit der ordinären Post von Gotha trafen an diesem Tage. morgens kurz nach acht Uhr, drei Frauenzimmer vor dem renommierten Hause am Markte ein, denen auf den ersten Blick – und auch auf den zweiten noch – nichts Sonderliches anzumerken gewesen war“. Bei den Damen, die sich im Gasthof ‚Zum Elephanten’ einquartierten, handelte es sich um die Hofrätin Witwe Charlotte Kestner, geb. Buff nebst Tochter und Kammerzofe.

Charlotte ist unter dem Vorwand, ihre Schwester zu besuchen, angereist. In Wahrheit sehnt sich die 63jährige Dame danach, ihren Jugendfreund – oder darf man sagen Jugendliebe – wiederzusehen. Ihre Gedanken schweifen zurück in jene Zeit, als der junge Johann Wolfgang Goethe, Praktikant beim Reichskammergericht in Wetzlar, ihr „Mädchenherz“ verwirrte. Doch sie spürte die Gefahr, die von dem „Unmensch ohne Zweck und Ruh’“ ausgeht, war zurückgeschreckt „vor etwas Unwirklichem und Unzuverlässigem in seiner Natur“. Er, der "der ziellos ins Blaue liebte“, hatte ihr einen „Kuss geraubt“, zog sich aber nach der Verlobung von Charlotte mit Johann Christian Kestner zurück. Sie hatte den Einfachen dem „Glänzenden“ vorgezogen.

All dies wäre kaum erwähnenswert, hätte der große Dichter seine Gefühle und Gedanken nicht zu Papier gebracht und im ‚Werther’ ein Werk von Weltruhm geschaffen. Aus Charlotte Buff wurde Werthers Lotte. Thomas Mann berührt damit die Frage, inwieweit ein Poet über fremdes Leben bestimmen und Individuen unfreiwillig zu öffentlichen Personen machen darf.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von Charlottes Aufenthalt. Ein dichtes Menschenspalier drängte sich vor dem ‚Elephanten’, in der Hoffnung, einen Blick zu erhaschen.
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