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Lotte in Weimar: Roman Gebundene Ausgabe – 1. August 1982

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 476 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 5 (1. August 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100482263
  • ISBN-13: 978-3100482266
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Lustspielhaft setzt Lotte in Weimar eine: Mit der Ankunft einer distinguierten alten Dame, die den Gasthof der kleinen Residenzstadt, in dem sie absteigt, in begreiflichen Aufruhr versetzt... Lustspielhaft beginnt es, als ein Spiel um Goethe, der erst spät selbst in Erscheinung tritt, der würdig gewordene Künstler..." (Thomas Mann, "On Myself" März/April 1940) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Mann, 1875 – 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 3. Dezember 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Manche Bücher ziehen uns Leser sofort in ihren Bann. Andere legen die Fesseln allmählich an. "Lotte in Weimar" gehört zur letzten Kategorie.
Es beginnt mit der Ankunft von Lotte im traditionsreichen Hotel "Zum Elephanten" in Weimar. Lotte - hieß so nicht Goethes Geliebte, verewigt in den "Leiden des jungen Werther"? Die ist es, Charlotte Kestner, geborene Buff, vierundvierzig Jahre nach dem sie Goethe zuletzt sah. Im "Elephant" steigt sie ab, wohlgemerkt, nicht in Goethes Haus am Frauenplan.
Nicht viel passiert in diesem Buch. Lotte sucht im Hotel Ruhe, doch ihre Berühmtheit lockt Gäste herbei. Friedrich Wilhelm Riemer, Goethes Sekretär, Adele Schopenhauer und schließlich August, Goethes Sohns, bitten um Einlaß. Drei sehr lange Dialoge entfalten sich, und langsam kommt man dem Geheimnis des Buches auf die Spur. Man spricht über Goethe, wie er vor vierundvierzig Jahren war und vor allem, wie er heute ist. Ein Bild von Goethe entsteht, und schon glaubt man, ihn zu kennen, ohne daß er bisher selbst auftrat. Erst im siebenten von neun Kapiteln kommt Goethe selbst zu Wort - keine noch so recherchierte Biographie vermag Goethe so lebendig und wirklich gestalten.
Am Ende wird Lotte von Goethe zu einer kleinen Feierlichkeit eingeladen, das Verhältnis ist recht kühl. Später sehen sie sich in einer Kutsche wieder. Erst hier taut Goethe auf, der alten Liebe wird erinnert.
Die Sprachschönheit von Thomas Mann ist unnachahmlich, und im Gegensatz zu einigen anderen seiner Werke wird man von allzu vielen selbstverliebten, seitenlangen Monologen verschont. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rainer Herzog TOP 1000 REZENSENT am 6. Dezember 2008
Format: Audio CD
Es zeugt von einer geistigen Größe, wenn man Menschen oder Ideen, die man liebt oder verehrt, mit Ironie betrachten kann. Thomas Mann hat zeit seines Lebens eine tiefe, innere Verbundenheit gegenüber Goethe empfunden, in einem früheren Essay sprach er von ihm als vom "ganz und gar gesunden, in eingeborener Sympathie mit dem Organischen (lebenden) Naturkind" (Goethe und Tolstoi). Ebenso wie Goethe wusste Thomas Mann um seine eigene Bedeutung als Künstler, beide sahen sich (im positiven Sinne) gewissermaßen als Repräsentanten der deutschen Kultur.

"Lotte in Weimar" ist das fiktive Nachspiel der "Leiden des jungen Werther": Charlotte Buff, geb. Kestner, besucht 50 Jahre nach dem Erscheinen des großen Briefromanes ihren alten Jugendfreund, der die ganze Sache allerdings eher etwas peinlich findet...Goethe selbst taucht dann erst relativ spät auf, im letzten Drittel des Buches, vorher steht er die meiste Zeit, gleichermaßen geliebt und gefürchtet, verborgen im Hintergrund: in den Darstellungen von Dr.Riemer, Adele Schopenhauer und "dem Sohn", August Goethe, die alle drei nacheinander, der inzwischen leicht genervten und erschöpften Charlotte ihre Aufwartung machen.

Die Sprache Thomas Manns in diesem Roman ist großartig und unnachahmlich, ich hatte während des lesens, bzw. hörens das Gefühl, "so könnte es gewesen sein", man kann die gründlichen Recherchen, die "Lotte in Weimar" zugrundelagen und die zu einer unglaublichen Sachkenntnis und Detailverliebtheit in dem Roman geführt haben, nur erahnen. (Das Buch ist daher, ganz nebenbei, ebenso eine überzeugende Einführung in die klassische Weimarer Geistesgeschichte.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von margarita TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 28. Dezember 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Lotte ist einfach wunderbar dargestellt. Die alternde Muse, die voller Hoffnung auf das Wiedersehen mit ihrem weltberühmten Liebhaber in Weimar Hof hält. Sie ist jedoch eine Kunstfigur, kein echter Mensch. Jeder, der den "Werther" gelesen hat, ehrt sie, möchte sie besuchen, kennenlernen, mit ihr reden. Nur der eine, der ihr das Denkmal geschaffen hat, der einzige, der sie als Mensch kennt - er kommt und kommt nicht. Ein herrliches Buch über die menschliche Eitelkeit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bunkelwanz am 3. Dezember 2008
Format: Gebundene Ausgabe
ansonsten verliert Man(n) leicht den Faden. Dieses Buch liest sich nicht einfach so. Es erfordert schon die eine oder andere Musestunde, um sich mit dieser brillanten Idee auseinander zu setzen:
Es geht um Charlotte Buff, die Charlotte, die einst von Goethe umschwärmt wurde, die ihm gleichsam als Vorlage für seinen "Werther" gedient hat. Sie besucht Weimar, die Stadt Goethes und wird auch gleich zum Star. Von einer neugierigen Menschenmenge belagert und von allerlei Menschen aus dem Goethe'schen Umfeld besucht, erfährt Lotte Wichtiges und Unwichtiges um den zum Literaturgott erhobenen Goethe.
Erst im siebenten von neun Kapiteln begegnet man dem Meister selbst bei einem inneren Monolog und schliesslich das Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren Lotte und Gothe bei einem gemeinsamen Abendessen bei ihm.
Bemerkenswert sind die Wechsel der Erzählperspektiven. Zunächst wird über den Meister erzählt, dann lässt Mann den Meister zu sich selbst sprechen und zuletzt sieht der Leser direkt auf den Meister.
Anstrengend aber absolut gut gemacht. Sicherlich kein einfach zu lesender Stoff, lohnt sich aber und bleibt haften. "Buchenswert!"
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