Nach einer (gefühlten) Ewigkeit haben Patty Moon nun endlich ihr Zweitwerk veröffentlicht.
Und schon beim ersten Hören wird klar, dass die Zeit an der Musik nicht spurlos vorbeigegangen ist: Was früher zum Teil faszinierend kalt und "schwebend" daherkam präsentiert sich hier deutlich geerdeter.
Die Songs sind näher am klassischen Songwriting als die frühen (triphopigen) Stücke. Und genau dies macht diese Scheibe so schön.
Doch selbst die (scheinbar) einfachsten Lieder sind mit soviel Liebe zum Detail vorgetragen, instrumentiert und produziert, dass man immer wieder neue Ecken in einer Landschaft entdeckt, welche man eigentlich schon lange zu kennen glaubte.
Es ist diese wunderbar klare und verletzliche Stimme, die über Allem steht. Und doch ist es gerade die unglaublich variable und fantasievolle Produktion, die dies erst möglich macht.
Die Grundstimmung auch dieser Platte ist freilich wieder einmal sehr dunkel, ja teils depressiv. Aber nicht auf die introvertierte, persönliche Art, sondern eher aus der Sicht einer Erzählerin.
Doch immer, wenn man sich so richtig auf die dunkle Stimmung eingehört hat, schaut (öfters als früher) eine dieser kleinen, wunderschönen Melodien vorbei...
Und mit "Straight alone" ist dann doch tatsächlich noch ein fast durchgehend eher fröhlicher und beschwingter Song auf der Platte gelandet. Und er passt da prima hin!