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Lost in Translation
 
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Lost in Translation

Bill Murray , Scarlett Johansson , Sofia Coppola    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (232 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi
  • Regisseur(e): Sofia Coppola
  • Komponist: Kevin Shields, Air, Brian Reitzell, Roger Joseph Manning Jr., William Storkson
  • Format: Widescreen, DTS, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 5. August 2004
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 98 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (232 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0002COAK2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.288 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie in einem angenehmen Traum umgibt Sofia Coppolas Lost in Translation den Zuschauer mit einer Aura aus fantastischem Licht, stimmungsvoller Geräuschkulisse, faszinierender Liebe und einem Gefühl von Déjà-Vu, selbst wenn man noch nie jene neonbeleuchtete Version von Tokio besucht hat.

Genauso ergeht es auch Bob Harris. Der etwa 50-jährige Schauspieler hat einen lukrativen Vertrag für eine Whiskey-Werbekampagne unterschrieben, anstatt etwas Gutes für seine Karriere oder seine weit von ihm entfernte Familie zu tun. Nachdem er Probleme mit dem Jetlag und seinem japanisch sprechenden Regisseur hat und sich in der Großstadt nicht zurechtfindet, freundet er sich mit der 25-jährigen verheirateten, aber unter Liebeskummer leidenden Charlotte an, die mit enormer Gelassenheit von der 18-jährigen Scarlett Johansson verkörpert wird. Selbst bevor sie von ihrem Ehemann, einem Fotografen, beinahe verlassen wird, fühlt sie sich ebenso wie Harris verloren, wobei ihr zudem noch ihre Jugend im Wege steht.

Wie Charlotte und Bill ihre Seelenverwandtschaft entdecken wird man als Zuschauer noch über Jahre hinweg in Erinnerung behalten. Der Film unter der Regie von Sofia Coppola (The Virgin Suicides) besticht mehr durch seine Atmosphäre als das Drehbuch: Wir wirbeln durch Tokioter Partys, Karaoke-Bars und das seltsame Nachtleben, bis wir immer in dem unmöglich edlen Hotel landen, wo die beiden abgestiegen sind. Die Anflüge bittersüßer Einsamkeit von Bill und Charlotte werden klug und romantisch behandelt, aber anders als in modernen Filmen aus Hollywoodstudios handelt es sich hierbei nicht um eine Hals-über-Kopf-Liebesromanze.

Sicher und beständig endet der Film in einem viel diskutierten Schlussakkord, der manche vielleicht ein wenig vor den Kopf stoßen wird, aber dennoch jene Filmliebhaber, die schon immer "Paris im Herzen trugen", mit einer neuen cineastischen Liebeserklärung belohnt. --Doug Thomas

Produktbeschreibungen

Bob Harris Bill Murray und Charlotte Scarlett Johansson sind zwei ziellose Amerikaner inmitten einer fremden Kultur auf der anderen Seite der Welt, in Japans Hauptstadt Tokio. Bob, ein in die Jahre gekommener Schauspieler, der gerade in der Stadt einen Werbespot für Whiskey dreht, und Charlotte, eine junge und frisch verheiratete Frau, die ihren Mann Giovanni Ribisi, einen viel beschäftigten Fotografen, begleitet. In einer schlaflosen Nacht lernen sich die beiden an der Bar eines Luxushotels kennen und kommen ins Gespräch. Was als eine zufällige Begegnung beginnt, entwickelt sich überraschend schnell zu einer aussergewöhnlichen und sehr intensiven Freundschaft. Bei ihren gemeinsamen Streifzügen durch die fremde Metropole geraten die beiden ungleichen Charaktere immer wieder in amüsante und bizarre Situationen, welche den beiden ungeahnte Perspektiven eröffnen und einen überraschenden Blick auf ein bisher unbekanntes Leben. Mit der erfrischend intelligenten Komödie LOST IN TRANSLATION präsentiert die junge Regisseurin Sofia Coppola, nach ihrem beeindruckenden Regiedebüt "The Virgin Suicides", ihr nächstes Meisterwerk, welches mit dem Oscar und dem Golden Globe für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Hinzu kam ein weiterer Golden Globe als bester Film in der Kategorie Comedy/Musical. Der Film, der ausschliesslich an Originalschauplätzen gedreht wurde, ist eine Hommage an die Freundschaft, die Stadt Tokio und die vielen flüchtigen Begegnungen im Leben.

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178 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Melancholisch-witziges Tuning für's Durchschnittsgehirn, 19. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Lost in Translation (DVD)
Ob Ihnen der Film ebenso gut gefallen wird wie mir?

Schwer zu sagen, denn immerhin spaltet dieses schräge Werk von Sofia Coppola selbst die klügsten Geister und die kultiviertesten Geschmäcker in zwei Fraktionen. Ich wage aber zu sagen, unter welchen Umständen Ihnen dieser Film nicht gefallen wird:

Sollten Sie rasanten Action- und Splatterfilmen zugeneigt sein oder auf trivialen Slapstick-Klamauk Marke Jim Carey stehen, lassen Sie die Finger von dem Film. Wenn Sie elaborierte Dialoge einer schrillen Bildgewalt vorziehen, lassen Sie die Finger von dem Film. Wenn Sie Wert auf knifflige, thrillermäßige Handlungsabläufe legen, oder wenn Sie sich Spannung zum Fingernägel Abkauen wünschen, dann lassen Sie bitte erst recht die Finger von diesem Film, denn das alles hat er nicht zu bieten.

Und gerade deshalb ist es ein 5 Sterne-Film:

(K)eine Handlung: Die beiden Amerikaner Bob (Bill Murray) und Charlotte (Scarlett Johansson) müssen einige Zeit in Tokio verbringen. Wegen Jetlag und fremdartiger Kultur tun sie sich schwer in dieser schrillen Großstadt, die vor Leben überbordet. Sie sind wie zwei Gestrandete auf einem fremden Planeten, verlorene und paralysierte Seelen, die sich an der Hotelbar finden und Freundschaft knüpfen, eine Freundschaft die weit über das normale Maß hinausgeht und doch nicht zu einer banalen Liebesgeschichte herabsinkt.

(K)eine Liebesgeschichte: Feinfühlig und sensibel und ohne großartige Dialoge nähern sich zwei verwandten Seelen einander an. Sie sind sich näher als ihren Ehepartnern und überschreiten doch nie die Grenze zum Sex. Es bleibt bei Blicken, keuschen Berührungen und einem letzten Kuss und dennoch hat man das Gefühl an einer wunderbaren Liebe teilzuhaben.

(K)eine Komödie: Der Film steckt voller Melancholie und tiefsinniger Gedanken über das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit eingebettet in gefühlvoll berührende und zum Teil skurrile Szenen und doch finden sich in jeder Szene unglaublich viel geistreicher Witz und Komik. Der Crash der Kulturen und die sehr zutreffenden gezeigten Verlorenheit hinter der Sprachbarriere sind ebenso Anlass zu herzhaften Lachern wie die subtilen Anspielungen auf Banalitäten des Alltages und die allzu menschlichen Macken. Da ist z.B. das nächtliche Fax von Bobs Ehefrau, die Teppichmuster die sie per Post übermittelt oder gar das exaltierte Filmsternchen Kelly das einem zum Kopfschütteln und Schmunzeln bringt. Ganz zu Schweigen von den überspannten Filmaufnahmen zur lächerlichen Whiskeywerbung oder von der unerschütterlichen Freundlichkeit der Japaner, ja sogar der Besuch im Krankenhaus wird zu einem herrlich witzigen Erlebnis.

Sofia Coppola ist eine Meisterin der Bildersprache. Das beweist sie in diesem, ihrem zweiten Film, wo sie es schafft mit knappen aber sehr scharfsinnigen Dialogen auszukommen und Gefühle mit Hilfe von eindringlichen und überwältigenden Bildern zu transportieren: Da bestaunt man bei wundervollen Musiksequenzen das knallbunte Tokio, die amerikanische Enklave im Park-Hyatt-Hotel, das bizarre Nachtleben der nimmermüden Großstadt und an allen Ecken und Enden eine Kultur, die uns - und natürlich besonders den hier köstlich verspotteten Amerikanern - so fremdartig ist als wären die Japaner Aliens von Alpha Centauri. Das bringt den Zuschauer zum Lachen und Nachdenken, das bringt das träge westliche Gehirn in Fahrt.

Doch trotz allem wäre dieser Film nur halb so genial, wenn da nicht Bill Murray und Scarlett Johansson wären. Der Alt-Star und die unverbrauchte Jungschauspielerin ergänzen sich perfekt, als wären sie nur für diese Rollen geschaffen. Murray ist einfach genial. Unaufdringlich und subtil lässt er die unscheinbare Charlotte neben sich bestehen und doch ist er zu jedem Augenblick Herr dieses Films. Wer Murray auf dem Höhepunkt seiner Kunst erleben will, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.

Zusammenfassung:

Ich weiß, ich habe nun vermutlich die 180. Rezension zu diesem Film geschrieben, und ich bin Ihnen gar nicht böse, wenn Sie meine ausgiebigen Lobesreden nicht lesen wollen. Darum hier eine kurze und schmerzlose Zusammenfassung.

Dieser leise, warmherzige und ausgesprochen geistreiche Film hat 5 Sterne verdient. Und weil es nicht gerade von guter Erziehung oder großem Verstand zeugt wenn man Rezensionen, die eine andere Auffassung vertreten mit Nein abklickt, musste ich leider selbst eine Rezension schreiben und diese auch noch begründen um den Sternendruchschnitt auf einen der Größe des Filmes angemessenen Level zu halten.

Danke für ihr Verständnis. ;-)

DVD:

Bildformat: 1,85:1 in 16:9, Sprache: Deutsch und Englisch Dolby Digital 5.1, Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, DVD 9, Laufzeit ca. 97 Minuten plus ca. 77 Minuten Extras, Menü teilweise animiert mit Ton,

Extras: Darstellerinfos als Textseiten, Blick hinter die Kulissen mit deutschen Untertiteln (ca. 5 Min), Deleted Scenes (ca. 12 Min), Ein Gespräch mit Sofia Coppola und Bill Murray mit deutschen Untertiteln (ca. 10 Min), Making of mit deutschen Untertiteln, Mathew's Best Hits in japanischer und englischer Sprache (ca 4,5 Min), Interview mit deutschen Untertiteln (ca. 14 Min.)
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Verständigungsprobleme, 4. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Lost in Translation (DVD)
"Mehr hat er nicht gesagt?!", fragt immer wieder verdutzt ein alternder Filmstar seine Dolmetscherin, nachdem diese das minutenlange hektische Einreden eines japanischen Werbefilmregisseurs mit einem einfachen Satz übersetzte. Dass irgendetwas bei der Übersetzung verlorengegangen sein muss, wird sich in wechselnder Gestalt als Running Gag wie ein roter Faden durch den Film hindurchziehen. Sofia Coppolas in Weltschmerz getränkte Tokio-Ballade schildert die Begegnung zweier gestrandeter Seelen, die ruhelos in einem Hotel wie Schiffbrüchige im Meer scheinbar unausweichlich aufeinander zu driften. Verloren in einem Land, das ihnen fremd ist, mit einer Sprache, die sie nicht verstehen. Bob, ein desillusionierter Zyniker, der gerade ein paar Werbespots abdreht, und Charlotte, die ihren Mann, einen Fotografen, bei Terminen begleitet. Zwei Personen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und doch seelenverwandt sind. Der in die Jahre gekommene Spötter mitsamt seinen Rotweinqualen und die junge Melancholikerin, die ohne Halt orientierungslos durchs Leben irrt. Beide begegnen sich zufällig an der Hotelbar und entwickeln auf ihrem nächtlichen Streifzug durch die endlosen Straßenschluchten der überbevölkerten Megacity inmitten einer Flut von grellen Neonlichtern eine tiefe Freundschaft. Sie finden zueinander, weil beide vorher in Gesprächen auf dem Abstellgleis mit den zahlreichen Personen, die sie ständig umgeben, in kommunikativer Isolation vereinsamen. Nicht nur weil bei mancher Übersetzung aus dem Japanischen etwas abhanden gekommen scheint, sondern auch weil Bobs Frau am Telefon Meilen entfernt in der Heimat nur die neue Innendekoration des trauten Heims im Kopf hat und Charlottes Mann im Stress die Zukunftsängste seiner Frau nicht mehr wahrnimmt. So blickt Charlotte einsam aus dem Fenster auf das Lichtermeer der pulsierenden Riesenmetropole, während Bob ein paar Zimmer weiter sogar sich selbst nicht mehr versteht, weil er beim Zappen im Fernsehen sein Abbild aus alten Filmen sieht, das ebenfalls Japanisch spricht. Insofern ist das ein Film über Kommunikation und deren Scheitern, der leicht und zugleich traurig ist und der intensiv und fühlbar der Intimität der beiden Protagonisten bei ihrer Suche nach Geborgenheit nahekommt. Zwischen zerwühlten Betten, verwinkelten Hotelfluren und steril ausgestatteten Räumen knüpfen Charlotte und Bob diese tiefe emotionale Bindung, die ihnen jeweils von ihrem Umfeld verwehrt wird. Etwa wenn beide zusammen in platonischer Vertrautheit im Hotelzimmer auf dem Bett liegen und beim Fernsehen mit innerem Schmerz über das Leben und das Älterwerden philosophieren, ohne das etwas passiert, was sie ihren Partnern verheimlichen müssten. Oder in einer bizarren Karaoke-Bar sich melancholisch in die Augen sehen, während Charlotte "Brass In Pocket" von den Pretenders intoniert. Als sie die Zeile "I'm Special" singt, greift Bob zum Mikro, steigt in den Gesang ein und widmet ihr seine ganze Aufmerksamkeit. Im Film selbst "geschieht" nicht viel, die Handlung ist eher unspektakulär. Die Veränderungen vollziehen sich in und zwischen den beiden Protagonisten. Sofia Coppola komponiert ein Opus Magnum der kleinen Gesten und sanften Zwischentöne, der tröstenden Stille als Gegenkontrast zur anonymen Hektik der urbanen Metropole, der liebevollen Blicke und der leisen Worte, die die beiden Verlorenen auch verstehen können. Wer Filme wie Virgin Suicides gesehen hat, wird Coppolas Handschrift sofort erkennen. Den melancholischen Bilderfluss zieht sie bis zum Schluss mit schmerzvollem Akzent konsequent durch, wobei immer wieder ganz dezent einige Slapstickeinlagen eingebaut werden, insbesondere wenn Bob mit den Tücken des japanischen Alltags kämpft. Das gängige Schema der klassischen Romanze schiebt Sofia Coppola in ihrer gediegenen und nuanciert gezeichneten Form beiseite. Sie nimmt sich Zeit für ihre beiden Protagonisten und begleitet sie auf liebevolle Art und Weise. Umrissen sind Figuren und Handlung nach Personen und selbst durchlebten Begebenheiten aus ihrem Privatleben. Die Songs aus dem Soundtrack sind schwelgerische Lieblingsstücke aus ihren Jugendjahren (u.a. von My Bloody Valentine und The Jesus & Mary Chain). Glänzend aufgelegt ist Bill Murray als kauziges Pendant an der Seite von Scarlett Johansson.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen toller Film, aber nicht für jedermann, 27. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Lost in Translation (DVD)
Wie man an den Rezensionen sieht, spaltet LOST IN TRANSLATION die Gemüter. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da es dem Film einerseits an sogenannten Höhepunkten fehlt, und er ausserdem immer als "Komödie" beworben wird, was sicherlich zu kurz greift. Wer den Film also danach schlichtweg als langweilig abtut, hat ihn leider ebensowenig verstanden wie jene Leute, die BROKEBACK MOUNTAIN als schwulen Cowboyfilm bezeichnen. Die Handlung mag auf den ersten Blick unspektakulär oder belanglos wirken, wer aber zwischen den Zeilen lesen kann und will, wird mit einem tollen Filmerlebnis belohnt, welches noch lange nach dem Abspann im Kopf herumspukt. Für mich war dies eindeutig der berührendste Film des damaligen Kinojahres.

Auch die stereotype Darstellung der Japaner und ihrer Kultur wird dem Film gelegentlich vorgeworfen, spiegelt aber lediglich den Eindruck wieder, den 2 Amerikaner (die eigentlich lieber anderswo sein möchten) von ihnen bekommen. Die Amerikaner kommen dabei auch nicht immer gut weg, und es ist einfach ein typisches Phänomen, dass man als Kurzzeittourist in erster Linie auf Klischees prallt ohne wirklich tiefer vordringen zu können. Dass Sofia Coppola manchmal etwas übertreibt ist sicher zulässig und gibt dem Film seine komischen Momente.

LOST IN TRANSLATION ist ein aus dem Leben gegriffener Film, der von einer einzigartigen Stimmung lebt und Themen wie Einsamkeit, Entfremdung, Reisen, Kulturschock, Kommunikation, Freundschaft, Zuneigung, Lebenskrisen auf wunderbare, bedächtige und humorvolle Art und Weise behandelt. Vor allem ist es ein Film über zufällige Begegnungen, und wie Begegnungen mit anderen Menschen dein Leben verändern oder ihm neue Impulse geben können. Die Schauspieler könnten nicht besser gewählt sein, Bill Murray ist wie geschaffen für diese Rolle, ebenso wie Scarlett Johansson (die mir nie wieder so gut gefiel wie hier). Die sich langsam entwickelnde Chemie zwischen den beiden (vom vorsichtig abtastenden Smalltalk bis hin zu wortloser Kommunikation) wird perfekt eingefangen.

Auch die Filmmusik ist perfekt gewählt - der Shoegazer-Style einiger Songs in Verbindung mit den glitzernden Neontafeln Tokios transportiert das Gefühl der Verlorenheit. Selbst der Titel ("lost in translation" bedeutet wörtlich soviel wie "in der Übersetzung verlorengeganen") ist genial, da er gleichzeitig auf mehrere der behandelten Themen anspielt. Also meiner Meinung nach hat Sofia Coppola hier wirklich grosses geleistet, und die Golden Globes sowie der Drehbuch-Oskar gehen absolut in Ordnung.

Zur Ausstattung der DVD: für eine solche Independent-Produktion absolut in Ordnung, es finden sich Musikvideos, Interviews, ein 30-minütiges Making-of sowie der gesamte Talkshowauftritt von Bill Murray bei "Japans Johnny Carson", welcher im Film nicht vollständig gezeigt wird.
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