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Lost in Translation


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Produktinformation

  • Darsteller: Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Anna Faris, Fumihiro Hayashi
  • Komponist: Kevin Shields, Brian Reitzell, Roger Joseph Manning Jr., William Storkson
  • Künstler: Lance Acord, Nancy Steiner, Ross Katz, Sarah Flack, Anne Ross, Stephen Schible, Ryoichi Kondo, Francis Ford Coppola, Drew Kunin, K. K. Barrett, Fred Roos, Sofia Coppola, Mayumi Tomita
  • Format: Widescreen, DTS, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 5. August 2004
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 98 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (242 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0002COAK2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.063 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung



Technische Angaben:


Bildformat: 16:9 (1.85:1)
Sprache/Tonformat: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Ländercode: 2Bob Harris und Charlotte sind zwei ziellose Amerikaner mitten in Tokio. Bob, ein alternder Schauspieler, der gerade in der Stadt einen Werbespot für Whiskey dreht, und Charlotte, eine junge, frisch verheiratete Frau, die ihren Mann, einen viel beschäftigten Fotografen, begleitet. In einer schlaflosen Nacht lernen sich Bob und Charlotte an der Bar eines Luxushotesl kennen. Und was als zufällige Begegnung beginnt, entwickelt sich überraschend schnell zu einer ungewöhnlichen und intensiven Freundschaft. Ihre gemeinsamen Streifzüge durch die fremde Metropole am anderen Ende der Welt führen sie nicht nur in amüsant-bizarre Situationen, sondern eröffnen den beiden ungahnte Persepektiven und einen überraschenden Blick auf ein Leben, das sie bisher nicht kannten...

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Wie in einem angenehmen Traum umgibt Sofia Coppolas Lost in Translation den Zuschauer mit einer Aura aus fantastischem Licht, stimmungsvoller Geräuschkulisse, faszinierender Liebe und einem Gefühl von Déjà-Vu, selbst wenn man noch nie jene neonbeleuchtete Version von Tokio besucht hat.

Genauso ergeht es auch Bob Harris. Der etwa 50-jährige Schauspieler hat einen lukrativen Vertrag für eine Whiskey-Werbekampagne unterschrieben, anstatt etwas Gutes für seine Karriere oder seine weit von ihm entfernte Familie zu tun. Nachdem er Probleme mit dem Jetlag und seinem japanisch sprechenden Regisseur hat und sich in der Großstadt nicht zurechtfindet, freundet er sich mit der 25-jährigen verheirateten, aber unter Liebeskummer leidenden Charlotte an, die mit enormer Gelassenheit von der 18-jährigen Scarlett Johansson verkörpert wird. Selbst bevor sie von ihrem Ehemann, einem Fotografen, beinahe verlassen wird, fühlt sie sich ebenso wie Harris verloren, wobei ihr zudem noch ihre Jugend im Wege steht.

Wie Charlotte und Bill ihre Seelenverwandtschaft entdecken wird man als Zuschauer noch über Jahre hinweg in Erinnerung behalten. Der Film unter der Regie von Sofia Coppola (The Virgin Suicides) besticht mehr durch seine Atmosphäre als das Drehbuch: Wir wirbeln durch Tokioter Partys, Karaoke-Bars und das seltsame Nachtleben, bis wir immer in dem unmöglich edlen Hotel landen, wo die beiden abgestiegen sind. Die Anflüge bittersüßer Einsamkeit von Bill und Charlotte werden klug und romantisch behandelt, aber anders als in modernen Filmen aus Hollywoodstudios handelt es sich hierbei nicht um eine Hals-über-Kopf-Liebesromanze.

Sicher und beständig endet der Film in einem viel diskutierten Schlussakkord, der manche vielleicht ein wenig vor den Kopf stoßen wird, aber dennoch jene Filmliebhaber, die schon immer "Paris im Herzen trugen", mit einer neuen cineastischen Liebeserklärung belohnt. --Doug Thomas

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

255 von 276 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Woodstock am 19. November 2007
Format: DVD
Ob Ihnen der Film ebenso gut gefallen wird wie mir?
Schwer zu sagen, denn immerhin spaltet dieses schräge Werk von Sofia Coppola selbst die klügsten Geister und die kultiviertesten Geschmäcker in zwei Fraktionen. Ich wage aber zu sagen, unter welchen Umständen Ihnen dieser Film nicht gefallen wird:
Sollten Sie rasanten Action- und Splatterfilmen zugeneigt sein oder auf trivialen Slapstick-Klamauk Marke Jim Carey stehen, lassen Sie die Finger von dem Film. Wenn Sie elaborierte Dialoge einer schrillen Bildgewalt vorziehen, lassen Sie die Finger von dem Film. Wenn Sie Wert auf knifflige, thrillermäßige Handlungsabläufe legen, oder wenn Sie sich Spannung zum Fingernägel Abkauen wünschen, dann lassen Sie bitte erst recht die Finger von diesem Film, denn das alles hat er nicht zu bieten.

Und gerade deshalb ist es ein 5 Sterne-Film:
(K)eine Handlung: Die beiden Amerikaner Bob (Bill Murray) und Charlotte (Scarlett Johansson) müssen einige Zeit in Tokio verbringen. Wegen Jetlag und fremdartiger Kultur tun sie sich schwer in dieser schrillen Großstadt, die vor Leben überbordet. Sie sind wie zwei Gestrandete auf einem fremden Planeten, verlorene und paralysierte Seelen, die sich an der Hotelbar finden und Freundschaft knüpfen, eine Freundschaft die weit über das normale Maß hinausgeht und doch nicht zu einer banalen Liebesgeschichte herabsinkt.

(K)eine Liebesgeschichte: Feinfühlig und sensibel und ohne großartige Dialoge nähern sich zwei verwandten Seelen einander an. Sie sind sich näher als ihren Ehepartnern und überschreiten doch nie die Grenze zum Sex.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christoph Große Hartlage am 12. August 2011
Format: DVD Verifizierter Kauf
"Das wird hart", sagt Bob, bevor er in der Karaoke-Bar Roxy Music's "More Than This" anstimmt. Er schaut zu Charlotte. Sie erwidert kurz seinen Blick, lächelt, scheint zu verstehen. Dass dieser Satz sich nicht nur auf die Intonation bezieht (die zwar nicht trivial ist, wie sich zeigt, aber wir haben Bob vorher schon recht anständig singen hören). Nein, das Lied scheint auszudrücken, in welcher Situation sich Charlotte und Bob befinden. Sie wissen nicht, wie es weitergehen kann - aber sie spüren, dass es nicht mehr viel besser werden wird.
Diese intensive Nacht des gemeinsamen Um-die-Häuser-ziehens erfährt eine kurze Zäsur, als beiden der Trubel des Tokioter Nachtlebens endgültig zuviel geworden ist. Auf dem Gang vor dem Karaokeraum, einem der unwahrscheinlichsten Orte um zu sich zu kommen, setzt sich Bob neben Charlotte, zieht an ihrer Zigarette, während sie den Kopf auf seine Schulter sinken lässt. Jedes Wort wäre jetzt zuviel.
Später wird Bob die schlafende Charlotte auf ihr Zimmer tragen, wird sie behutsam zudecken, sie wird kurz erwachen, um ihn anzulächeln und endgültig einzuschlafen. Sein Zögern beim Zuziehen ihrer Zimmertür benötigt keine Worte.

Drei fast sprachlose Momente aus diesem wunderbar atmosphärischen Film, die schon belegen, dass Sofia Coppola weiß, was sie will, und es auch umsetzen kann: Nämlich uns keine Geschichte erzählen, sondern sie uns fühlen und selbst erleben lassen. So soll Film sein. Eine dichte Atmosphäre schaffen, in die sich der Zuschauer mit seinen eigenen Gefühlen, Erfahrungen und Werten einbringen kann. Nicht das Was zählt, nur das Wie. Und in diesem kleinen Wunder gibt es fast nur das Wie.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 20. November 2010
Format: DVD Verifizierter Kauf
Zuerst einmal ist der Film ein unglaublich gelungenes Déjà-vu, wenn man selbst schon einmal in Tokio war. Ja, genau so ist es. So wirr kommen einem die Japaner mit ihrer wohl einzigartigen Kommunikation gegenüber Fremden vor, so außerordentlich sind die Stadtansichten, so viel Spaß kann man beim Karaoke haben. Man mag sich vielleicht darüber beschweren, dass das Hotel, in dem der Film gedreht worden ist, nicht direkt an den hippen Straßen von Shibuya liegt sondern etwas mehr im Abseits, aber das stört die Authentizität des Films nicht wirklich. Und das die schöne Bar im obersten Stockwerk des Hotels schon im Mitternacht schließt, das gehört halt zu Japan, aber sicher nicht in einen Film, in dem die Hauptpersonen ja neben vielem anderem auch noch das Problem mit dem Jetlag haben.

Aber der Film bietet natürlich viel mehr als Sightseeing. Eine Liebesgeschichte wird hier erzählt. Allerdings eine, die nicht wie üblich in einer Hochzeit oder gar im Bett endet. Von zwei Menschen erzählt dieser Film, die Tokio genau so verloren sind wie im Rest ihres Lebens. Flüchtige sind es, die ihre Heimat verloren haben, und die sich hier im Hotel als einsame Menschen wiederfinden. Beide haben Beziehungen, in beider Leben sind diese aber mehr Schein als Sein. Die Freundschaft zwischen beiden scheint aus der Not geboren zu sein. Noch dazu gibt es einen Altersunterschied, wäre da nicht die gemeinsame Sprache in der Fremde, hätten die beiden sich eigentlich nicht viel zu sagen. Aber dennoch funkt da etwas, vielleicht weil beide in ihrer Verlorenheit doch Verwandschaft entdecken. Großartig ist das von beiden Darstellern gespielt.
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