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Lost in the Stars: The Music of Kurt Weill
 
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Lost in the Stars: The Music of Kurt Weill

Various , Sting , Marianne Faithfull , Chris Spedding , Van Dyke Parks , et al. Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (18. Dezember 1985)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: A & M Reco (Universal)
  • ASIN: B000026GZO
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.920 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Intro From Mahagonny Songspiel
2. The Ballad Of Mac The Knife ('The Threepenny Opera')
3. The Cannon Song ('The Threepenny Opera')
4. Ballad Of The Soldier's Wife
5. Johnny Johnson Medley - Overture / Johnny's Melody / Aggie's Sewing Machine
6. The Great Hall ('The Silver Lake')
7. Alabama Song ('Mahagonny')
8. Youkali Tango
9. Der Kleine Leutnant Des Lieben Gottes (The Little Lieutenant Of The Loving God)('Happy End')
10. Johnny's Speech ('Johnny Johnson')
11. September Song ('Knickerbocker Holiday')
12. Lost In The Stars
13. What Keeps Mankind Alive? ('The Threepenny Opera')
14. Klops Lied (Meatball Song)
15. Surabaya Johnny ('Happy End')
16. The Hurricane ('The Rise And Fall Of The City Of Mahagonny')
17. Oh Heavenly Salvation ('The Rise And Fall Of The City Of Mahagonny')
18. Call From The Grave / Ballad In Which Macheath Begs All Men For Forgiveness ('The Threepenny Opera')
19. Speak Low ('One Touch Of Venus')
20. In No Man's Land ('Johnny Johnson')

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Die Crème der Popmusik spielt Kurt Weill -- ein Experiment ist das eigentlich nicht. Schließlich hatte sich kein anderer Komponist des 20. Jahrhunderts unbefangener und intensiver mit der sonst leicht abschätzig beäugten Unterhaltungsmusik befasst wie Weill, und ganz bestimmt ging keiner kreativer um mit den verschiedenen Musikstilen: Schlagermusik und protestantischer Choral, Volkslied, Moritat, Ballade, Jazz, zeitgenössische Tanzmusik -- es gibt eigentlich nichts, das Weill nicht interessiert hätte, das er nicht genial in seine Kompositionen umgesetzt hätte. Müßig zu spekulieren, wie er komponiert hätte, wäre er nicht schon 1950 gestorben -- obwohl die Vorstellung so reizvoll ist, dass man sich das dann doch vorstellt... (Weill à la Dylan oder Elvis...) Hal Willner, Paul M. Young und John Telfer, die Produzenten von "Lost in the Stars", haben sich das offensichtlich überlegt und Vertreter aller möglichen Stile ins Studio gebeten: Tom Waits und Charlie Haden, Sting und Lou Reed, Richard Butler (von den Psycholedic Furs) und Carla Bley, Van Dyke Parks und Dagmar Krause... usw. usw. Bei den Aufnahmen handelt sich's vor allem (aber nicht ausschließlich) um Weills famose Gassenhauer aus seiner Zusammenarbeit mit Bert Brecht, jeweils in der englischem Textversion: Mahagonny, Dreigroschenoper, Happy End. Stücke also, die man mitpfeifen kann und die man oft in verschiedenen Versionen kennt. Wie man hier aber nachdrücklich hört, ist das Potential dieser Songs noch lange nicht ausgeschöpft. Lumpen ließ sich nämlich keiner der Beteiligten, im Gegenteil: Dieses Album ist grandios.

Eine schönere Hommage an den großen Kurt Weill kann man sich kaum vorstellen: Nehmen wir z.B. "Mack the Knife" -- Sting befreit diesen Über-Heuler von allem Bigband-Ballast, und heraus kommt eine unterkühlte, laszive Reduktion aufs Wesentliche. Ähnliches gilt für Lou Reeds "September Song" oder Dagmar Krauses "Surabaya Johnny" -- cool und mit raffiniert versteckter Emotion, ohne irgendwelche selbstverliebten Spielereien. In diese Richtung geht auch Tom Waits; wer könnte die Zeile "Food is the first thing, moral's the follower" (hierzulande besser bekannt als "Erst kommt das Fressen, dann die Moral") apokalyptischer daherrumpeln lassen als Waits? Ralph Schuckett wiederum lässt den "Alabama Song" in dermaßen neuem, spartanisch-edlem Glanz erstrahlen, dass seine Version durchaus neben derjenigen der Doors bestehen kann.
Jedoch, das Spektrum der beteiligten Musiker ist groß, und dementsprechend variantenreich ist auch die Musik: Charlie Haden oder das Armadillo String Quartet holen so ziemlich jede Nuance aus Weills Steilvorlagen, Todd Lundgren liefert eine reinrassige Rock-Version ab von "Call from the Grave", und dass etwa Carla Bley, Mark Bingham, Johnny Adams & Aaron Neville oder Van Dyke Parks (und noch einige andere) mit angezogener Handbremse aufgespielt hätten, kann man auch nicht gerade behaupten.

Klar, manches ist gewöhnungsbedürftig, und je nach den persönlichen Vorlieben gefällt einem der ein oder andere Song vielleicht nicht ganz so. Aber das kann man bei einem derart weitgefächerten Interpreten-Aufgebot auch nicht erwarten. Erwarten kann man, dass jeder der Beteiligten sich in Bestform präsentiert -- und diese Erwartung erfüllt sich ohne jedes Wenn und Aber.
Auch wenn das CD-Booklet nicht mit der famosen LP-Hülle von 1985 mithalten kann -- diese CD empfiehlt sich ohne jede Einschränkung. Und zum Trost enthält sie ja noch vier weitere Tracks im Vergleich zur LP.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der erste Pop-songwriter 9. Februar 2010
Von V-Lee TOP 500 REZENSENT
Ich weiss nicht, ob es jetzt zu vermessen ist, Kurt Weill als ersten Pop-songwriter der Geschichte zu bezeichnen, Fakt ist aber, dass zahlreiche seiner Lieder von vielen Popgrößen neu interpretiert wurden, und so Eingang in den Pop Standards Katalog gefunden haben.

Was lag also - nach z.Bsp. der Doors und Bowie Version des ,Alabama Songs' - näher, als Mitte der 80er Jahre eine Kurt Weill Tribute Platte aufzunehmen.

Die Herangehensweise an dieses Projekt ist deswegen als ,respektvoll' zu bezeichnen, weil man nicht, wie heute bei Tribute Alben allzu oft üblich, versuchte diese songs ausschliesslich in ein einheitliches modernes Gewand zu stecken, sondern man den Künstlern jeden Spielraum ließ. Die Bandbreite erstreckt sich deswegen auch von eher traditionellen, nahe am Original gehaltenen Versionen von songs wie ,Meckie Messer' (Sting), ,Ballad of the Soldier's Wife' (Marianne Faithfull & Chris Spedding), oder dem Cannon Song (Fowler Brothers und einem hervorragenden Stan Ridgway), über Jazzinterpretationen ,Lost In The Stars' (Carla Bley), ,Speak Low' (Charlie Haden) zur Avantgarde eines John Zorn oder eines Henry Threadgill oder Elliott Sharp.

Lou Reeds ,September Song' und Tom Waits' ,What Keeps Mankind Alive' werden von beiden völlig vereinnahmt - wobei das gerade bei Tom Waits keine Überrschung ist, stand er doch mit seinem 80er Jahre output dem Liedgut von Kurt Weill sowieso schon sehr nahe (,Franks Wild Years').

Asl Visionär muß allerdings die Version von Pop Weirdo Todd Rundgren des Medleys ,Call From The Grave/Ballad In Which MacHeath Begs All Men For Forgiveness' bezeichnet werden, denn wie er hier Rock, Dancefloor und Vaudeville sound bereits 1985 verschwurbelte ist nicht nur höchst unterhaltsam sondern auch sehr kreativ. Gerade zu Beginn des songs denkt man unweigerlich an Bill Laswell und sein ,Material' Projekt.

Ganz wunderbar auch das Armadillo String Quartet mit dem instrumental ,Youkali Tango' das diesen in einen Klassik-Kontext stellt.

,Lost In The Stars' ist sicher kein einfaches Album, wegen seiner höchst unterschiedlichen Zugänge zu Weill's Oeuvre, aber es ist voll von Überrschungen und zählt heute - ein Viertel Jahrhunder später - noch zu den gelungensten und anspruchsvollsten Tribute Alben die je aufgenommen wurde. Unbedingte Kaufempfehlung.

Wie mit so vielen A&M Veröffentlichungen fiel leider auch dieses exzellente Werk über die Jahre aus dem Veröffentlichungskatalog des Labels. Die Suche danach lohnt sich aber, und wer auf guten klang steht sollte die vinyl-ausgabe suchen, denn die CD ist klanglich doch recht dünn; dafür enthält sie aber 4 zusätzliche tracks.
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Von Amazon bestätigter Kauf
Der Sampler ist mittlerweile nur noch schwer zu bekommen. Ich habe auch viel Geld dafür bezahlen müssen. Aber - er ist jeden Cent wert. Meine Vorgänger haben die künstlerische Leistung der beteiligten Musiker, aber auch des Gesamtwerkes bereits treffend beschrieben. Fazit: Wer "Franks wild years" von Tom Waits mag, wird hier bestimmt auf seine Kosten kommen.
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