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Lost Places Halle (Saale): Schönheit des Verfalls
 
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Lost Places Halle (Saale): Schönheit des Verfalls [Gebundene Ausgabe]

Marc Mielzarjewicz
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: Mitteldeutscher Verlag; Auflage: 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. (Juli 2010)
  • Sprache: Englisch, Deutsch
  • ISBN-10: 3898127184
  • ISBN-13: 978-3898127189
  • Größe und/oder Gewicht: 26,4 x 22,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.143 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese fotokünstlerische Bestandsaufnahme stillgelegter Industrieruinen und maroder Baudenkmäler fasziniert aufgrund eines fast archäologischen Blicks auf die sichtbaren Überreste vergangener Bau- und Industriekultur und konserviert so die architektonische Schönheit, die sich im Verfall offenbart. Der Verzicht auf künstliches Licht und die Reduzierung auf Schwarz-Weiß-Technik unterstreichen den grafischen Charakter der Fotografien und lenken die Betrachtung auf das Wesentliche.

Über den Autor

Marc Mielzarjewicz, geb. 1971 in Halle, Studium der Wirtschaftswissenschaften. Mielzarjewicz fotografiert seit Mitte der 80er Jahre mit Schwerpunkt Architektur- und Detailfotografie, marode (Industrie-)Architektur, Ausstellungen zum Thema Industrieromantik. Er lebt heute in Halle und arbeitet in Leipzig

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schade 24. Januar 2011
Keine Frage - Mielzarjewiczs Bilder sind wunderbar. Das Buch an sich ist es nicht. Ein Layout, das sich nach vorn drängt und versucht, mit den Bildern zu konkurrieren: grafische und typografische Wichtigtuerei. Auch wäre den einzelnen "Lost Places" besser Rechnung getragen, hätte man bei der Auswahl auf das eine oder andere verzichtet und statt dessen mehr Bilder je Objekt gezeigt. So wäre dem Leser/Betrachter mehr Raum und Zeit gegeben worden, sich auf die Orte einzulassen, sie durch Mielzarjewiczs Bilder zu "erkunden". Lieber später einen zweiten Band, als diese bruchstückhaften Exkurse. Der Versuch, bis zu vier Bilder (oft Raumtotalen) auf einer Seite dieses Formats unterzubringen, schadet den - wunderbaren - Aufnahmen. Hochachtung für den Fotografen. Unverständnis für Gestalter und Verlag.
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Schönheit des Verfalls 17. September 2010
Von Manfred Orlick HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Der Mitteldeutsche Verlag überrascht seine treue Leserschaft mit einem Bildband, dessen Cover tiefschwarz ist. Nur ein kleines Fenster wirft ein spärliches Licht in die Dunkelheit. Der hallesche Fotograf Marc Mielzarjewicz (geb. 1971) hat eine fotokünstlerische Bestandsaufnahme von stillgelegten Industrieruinen und maroden Baudenkmälern in seiner Heimatstadt vorgenommen und sie mit einem fast archäologischen Blick festgehalten. Die Fotos belegen den ästhetischen Reiz, den sich selbst überlassene Industrieanlagen und Gebäude auf den Betrachter von heute ausüben können.

Insgesamt 21 Objekte dieser versinkenden Welt hat Marc Mielzarjewicz in Schwarz-Weiss-Fotos dokumentiert, vom Schlachthof in der Freiimfelder Straße bis zur Freyberg-Brauerei an der Saale, von der Gießerei der Pumpenwerke bis zum Gasometer am Holzplatz. Fünf dieser Gebäude und Anlagen, die früher den industriellen Grundbestand der Saalestadt bildeten, sind bereits völlig abgerissen, wie die Berliner Brücke oder die Zuckerraffinerie am Thüringer Bahnhof.

Man merkt es diesen Fotoaufnahmen an, Marc Mielzarjewicz hat sich Zeit genommen. Seine Herangehensweise ist von nachhaltiger Besonnenheit und Achtsamkeit geleitet. Der fotografischen Momentaufnahme geht ein gedankliches Konzept voraus. Dem Fotografen geht es nicht um Inszenierung, sondern um die Sichtbarmachung einer anderen Welt der Dinge. Trotz der Schwarz-Weiss-Technik und trotz des Fehlens von Menschen kommt jedoch niemals Monotonie auf. Es müssen nicht immer bedeutende Motive sein, die einer Fotografie Wert verleihen. Die Natur ist vielfältig und fotogen, wie arg der Mensch sie auch misshandelt.

Die Fotos, die zum Teil schon auf der Webseite Marodes.de veröffentlicht wurden, erzählen aber auch Geschichten, denn es gibt zu diesen festgehaltenen Situationen stets ein Vorher, das bei vielen alten Hallensern sicher Erinnerungen wachrufen wird. Und es gibt Geschehnisse, die diese Gebäude und Industrieanlagen in diesen Zustand versetzt haben.

Zu allen vorgestellten Objekten hat Erik Neumann vom Stadtmuseum Halle einen kurzen Text geschrieben, der einige baugeschichtliche Erläuterungen für das jeweilige Bauwerk gibt. Diese Fotos sind nicht nur Zeugnisse einer vergangenen Zeit, sie sind auch mitunter beschämende Dokumente unserer Gegenwart. Ein ganz wunderbares Buch!

Manfred Orlick
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